Aktuelle Sonderausstellung

Fake News oder Wahrheit? "Der kaukasische Hangmümmler – ausgestorben und fast vergessen"

Sonderausstellung bis zum 02. August 2020

Ein ausgestopfter Hangmümmler (capra caucasiana linnaeus)Sie haben noch niemals vom Hangmümmler gehört? Das ist nicht weiter verwunderlich, denn dieses ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Tier hat es tatsächlich nie gegeben! Oder etwa doch? Die kommende Sonderausstellung im Museum am Strom in Bingen bringt den Besucher angesichts der Vielzahl der dargebotenen überzeugenden Exponate, darunter auch wertvolle Handschriften aus mehreren Jahrhunderten jedenfalls stark ins Grübeln. Mit eigenen Augen können Sie sogar ein präpariertes Exemplar dieser mittlerweile ausgestorbe-nen Tiergattung inspizieren. Niedlich und zutraulich ist es anzuschauen mit dem langen Gamsbart und den kurzen Vorderbeinen, die geradezu prädestiniert dafür sind, die steilen Hänge des Kaukasus zu erklimmen.

Und doch - der Hangmümmler ist allein der Phantasie der beiden Ausstellungsmacher Dr. Claus Maywald und Dr. Alexandra Wiebelt-Maywald entsprungen. Mit viel Humor haben die beiden Dokumente und Fakten aus unterschiedlichsten Zusammenhängen zusammengestellt, Ausstellungsstücke auch verblüffend echt gefakt und intelligent montiert. Die Fälschung hat dabei durchaus einen didaktischen Hintergrund: „Ich will aufzeigen, wie einfach es ist, eine Geschichte zu erfinden und sie mit ‚Beweisen‘ zu untermauern“, erklärt Claus Maywald. Es lohnt sich also bei dieser Ausstellung besonders, genau hinzusehen und vermeintliche Fakten kritisch zu hinterfragen.Bild des Hangmümmlers und Handschrift Bestiarium aus dem 12. Jahrhundert Nordthumbrien

Lassen Sie sich ein auf ein vergnügliches Spiel mit Wahrheit und Fiktion. Mit einem kleinen Augenzwinkern startet die Ausstellung passend zur Thematik der diesjährigen Skulpturen Triennale „Echt und Falsch“ am 1. April 2020!