Kutná Hora

In Anwesenheit von Landtagsvizepräsident Heinz-Hermann Schnabel, Prinzess Schwätzerchen Diana und den Vertretern des Stadtrats unterzeichnen Bürgermeister Ivo Sanc und OB Thomas Feser die Partnerschaftsurkunde.Am 26.05.2012 wurde die Partnerschaft der Städte Kutná Hora und Bingen am Rhein durch das Unterzeichnen der Partnerschaftsurkunde besiegelt.

Einwohnerzahl

Ca. 21.000

Entfernung/Fahrzeit

640 km / ca, 7 Stunden

Geographische Lage

Kutná Hora liegt etwa 70 km östlich von Prag und 7 km südlich der Elbe (Labe) bei Kolín auf einem Plateau über dem Tal des Flüsschens Vrchlice, das oberhalb von Poličany in der Vrchlice-Talsperre gestaut wird. Der tschechische Name verweist auf den vom Osten flacher ansteigenden und zum Westen stark abfallenden Berg (Kutná Hora = Berg in dem gegraben wird (hier nach Erz)).

Verkehrsanbindung

L419 bis A60 folgen, A3, A6 und D5/E50 bis Route 101 in Modletice, Česko nehmen, auf D0/E50 Ausfahrt Route 101 nehmen dann bis Route 2 in Kutná Hora fahren

Kurzbeschreibung

Im Jahre 1142 gründete der Zisterzienserorden das Kloster Sedletz, zu dessen Ländereien das Gebiet des heutigen Kuttenberges gehörte. Der Legende nach soll ein Mönch bei der Arbeit auf einem Weinberg das erste Silber entdeckt haben. Er markierte die Stelle mit seiner Kutte, woraus der spätere Name Kuttenberg entstanden sein soll. Wahrscheinlicher ist die Herleitung vom mittelhochdeutschen Wort kutta (Grube), der auf den Bergbau verweist.

Die Mönche stammten aus der Abtei Waldsassen in der Oberpfalz, weshalb sie nach der Entdeckung dieser Silberlagerstätte ab 1260 deutsche Bergleute ansiedelten. Die erste urkundliche Erwähnung von Cuthna Antiqua (Alt Kutten), die zur deutschen Gründung wurde, ist aus dem Jahr 1289 bekannt. Die Erzfunde lösten einen wahren Silberboom aus. Innerhalb kürzester Zeit siedelten sich zahlreiche Bergleute in dem vormals ländlichen Gebiet an. Der Schachtbetrieb wurde quasi direkt in der Stadt aufgenommen; zwei Göpelwerke im Stadtgebiet erinnern noch heute daran.

Die Siedlung wuchs, wie es typisch für Bergbausiedlungen war, rasch und planlos heran. König Wenzel II. von Böhmen verlieh der Stadt nach 1300 das Münzrecht. Hier wurde bis 1547 der Prager Groschen geprägt. Kuttenberg entwickelte sich als „Schatzkammer“ des Landes und aufgrund der Einwohnerzahl zur zweitwichtigsten böhmischen Königsstadt nach Prag.

Albrecht von Habsburg belagerte 1304 die Stadt. Das führte zu einem beschleunigten Bau der heute noch in Teilen erhaltenen Stadtbefestigung. Der damalige Reichtum der Stadt spiegelt sich in den noch heute erhaltenen Sakralbauten wider. Eine Urkunde von 1327 mit einem Verzeichnis der Magistratsmitglieder weist nur deutsche Namen auf. Das Kuttenberger Bergmannslied von 1414 ist eines der ältesten überlieferten, deutschen Bergmannslieder.

Sedletz (1422) und Kuttenberg (1424) wurden während der Hussitenkriege durch hussitische Truppen gebrandschatzt und geschleift, viele Bewohner wurden getötet, worauf die wohlhabende, meist deutsche Bevölkerung, die katholisch geblieben war, die Stadt aufgab und abwanderte.[4]

Erst ab 1470 erholte sich der Ort, ohne seine ursprüngliche Bedeutung wiederzuerlangen. 1471 wurde Vladislav Jagiello hier zum böhmischen König gekrönt und 1485 der nach der Stadt benannte Kuttenberger Religionsfrieden zwischen Utraquisten und Katholiken Böhmens geschlossen. 1489 entstand die Kuttenberger Bibel (Bible kutnohorská), die zweitälteste gedruckte tschechischsprachige Gesamtausgabe nach der Prager Bibel von 1488. Die ältesten erhaltenen Wohngebäude stammen aus jener Zeit.

Mitte des 16. Jahrhunderts gingen die Lagerstätten zur Neige; der Silberbergbau wurde stark zurückgefahren, die Prägung des Prager Groschens eingestellt und die Stadt verlor ihre Bedeutung für Böhmen. Insgesamt wurden zwischen 1290 und 1620 etwa 2.500 Tonnen Silber gefördert. Ab dem Jahr 1627 kam es mit der Ansiedelung von Jesuiten zur Rekatholisierung der zumeist hussitisch-utraquistischen Bevölkerung.

1757 wurde nach der Schlacht am Tabor-Berg bei Prag im Siebenjährigen Krieg der Stadt das Münzrecht entzogen.

Der Neuaufbau nach zwei Stadtbränden 1770 und 1823 veränderte das Stadtbild; am Ende des 19. Jahrhunderts kam es im Rahmen der damals aufstrebenden tschechischen Nationalbewegung zu ersten denkmalschützerischen Bestrebungen. Bis zum Ersten Weltkrieg war Kutná Hora Garnison der K.u.K. Österreich-Ungarischen Armee. 1914 war hier das Böhmische Infanterie Regiment Nr. 21 (Stab, III./IV. Bataillon) stationiert. Am 22. April 1944 wurde in der städtischen Kaserne bzw. im Jesuitenkolleg die NPEA Böhmen eingerichtet. 

1961 wurde Kutná Hora zum städtischen Denkmalschutzreservat.1995 wurde es in die Liste der UNESCO-Kulturdenkmäler aufgenommen.

Betrachtet man Kutná Hora in der rheinland-pfälzischen Partnerregion Böhmen und Bingen am Rhein, zeigen sich Gemeinsamkeiten auf den ersten Blick: Nicht allein blicken beide Städte auf eine bewegte Geschichte zurück, auch die Gegenwart zeigt deutliche Übereinstimmung. So prägen Kultur und Tourismus heutzutage beide Städte gleichermaßen. Auch die Größe der Kommunen ist vergleichbar.  Und nicht zuletzt genießen sowohl Kutná Hora als auch Bingen am Rhein UNESCO-Welterbestatus.

Weitere Informationen über Kutná Hora bieten die Internetseiten www.kutnahora.cz

Touristische Informationen über Kutná Hora und Umgebung als PDF-Dokument

Gründung des Vereins „ Freundeskreis Bingen am Rhein - Kutná Hora 





Der Vorstand Freundeskreis Bingen am Rhein – Kutná Hora u.l. Dr. Horst Hahn, Uwe Schmitt, Ulrike Becker, Josef Decker, Birgit Blumers, Peter Eich, Muriel Schmitt, Kerstin Peters (Kassenprüferinnen)

Der Freundeskreis Bingen am Rhein – Kutná Hora gründete sich am 08. Mai 2019.

Bericht Allgemeine Zeitung   

Birgit Blumers (Vorsitzende)
Am Holderbusch 14
55411 Bingen am Rhein
Tel.: 06725-1860
Mail: blumers.wba@t-online.de