Stromausfall
Gut vorbereitet bei Stromausfall
Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe stärken
Ein Stromausfall kann unerwartet eintreten – etwa durch technische Störungen, Unwetter oder Schäden an Versorgungsleitungen. Meist ist die Stromversorgung nach kurzer Zeit wiederhergestellt. Dennoch ist es sinnvoll, für einen zeitlich begrenzten Ausfall vorzusorgen: Wer sich zu Hause für einige Tage selbst helfen kann, entlastet im Ernstfall zugleich Feuerwehr, Rettungsdienst und andere Hilfsorganisationen. Besonders wichtig sind dabei auch Aufmerksamkeit und Unterstützung für ältere, kranke oder alleinlebende Nachbarinnen und Nachbarn.
Stromausfall, Blackout, Brownout
Stromausfall ist der allgemeine Begriff für die Unterbrechung der Stromversorgung. Er kann einzelne Gebäude, Straßenzüge oder ganze Ortsteile betreffen und häufig nach kurzer Zeit behoben werden.
Von einem Blackout spricht man bei einem ungeplanten, großflächigen und länger andauernden Stromausfall. Dann können beispielsweise Mobilfunk, Internet, Kartenzahlung, Heizung, Wasserversorgung oder Verkehrssteuerung eingeschränkt sein.
Ein Brownout bezeichnet eine vorsorgliche, zeitlich begrenzte Reduzierung oder Unterbrechung der Stromversorgung, um das Stromnetz bei einem Missverhältnis zwischen Stromangebot und Stromnachfrage zu stabilisieren.
Vorsorge beginnt im eigenen Haushalt
Jeder Haushalt sollte so vorbereitet sein, dass er einige Tage ohne externe Hilfe auskommen kann. Lesen Sie hierzu nachstehende Liste.
Bei einem längeren Stromausfall gilt:
Ruhe bewahren, Informationen über Radio und die offiziellen Kanäle der Stadt beziehungsweise der zuständigen Behörden verfolgen und den Notruf 110 oder 112 ausschließlich in tatsächlichen Notfällen wählen. Mobiltelefone sollten nur sparsam genutzt werden, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Wer Hilfe benötigt oder Unterstützung leisten kann, sollte auch an das direkte Wohnumfeld denken: Nachbarschaftliche Hilfe kann in einer solchen Lage besonders wertvoll sein. Vorsorge ist keine Panikmache, sondern verantwortungsvolles Handeln. Mit einer guten Vorbereitung lässt sich ein Stromausfall ruhiger und sicherer bewältigen.
Für Ihren Vorrat:
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seinen
Richtlinien eine Bevorratung an Nahrungsmitteln und Getränken für etwa zehn Tage. Dabei sollten allerdings auch die individuellen Bedürfnisse (evt. Lebensmittelunverträglichkeiten etc.) berücksichtigt werden.
- Als Richtwert sollten pro Person und Tag 2 Lit. Flüssigkeit bereitgehalten werden
- Lebensmittel sollten ohne Kühlung gelagert werden können
- Hygieneartikel
- Medikamente, med. Hilfsmittel
- die Hausapotheke sollte gefüllt sein, ebenso der Tank des Autos
- eine gewisse Menge Bargeld sollte vorhanden sein
- Batterien, Taschenlampe, Kurbel- oder Batterie-Radio
- Spirituskocher (Achtung bei Verwendung in Innenräumen)
- Streichhölzer, Feuerzeug, Feuerstein, Kerzen
- Denken Sie auch an Futter und Flüssigkeiten für Ihr Haustier.
Einen ausführlichen Ratgeber für die Notfallvorsorge kann man beim BBK bestellen (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Provinzialstraße 93, 53127 Bonn) oder herunterladen unter www.bbk.bund.de.