Städtepartnerschaft feiert seinen ersten „runden“ Geburtstag

Oberbürgermeister Thomas Feser und Freundeskreisvorsitzende Michaela Heintke bei der Ausstellungseröffnung auf der „Bel Etage“ am Fuß der Burg Klopp.

Zehnjähriges Jubiläum des Freundeskreises Bingen-Anamur

Vor zehn Jahren wurde in einem feierlichen Rahmen die Urkunde zur Besiegelung der Partnerschaft zwischen den beiden Städten Bingen und Anamur von der damaligen Oberbürgermeistern Collin-Langen und Bürgermeister Mehmet Türe in der Türkei unterzeichnet. Kurze Zeit später wurde der Freundeskreis Bingen-Anamur als eingetragener Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft gegründet. Erster Vorsitzender war Helmut Irmen, der mit der Übergabe des Amtes an Michaela Heintke vor vier Jahren zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Der Freundeskreis kann auf sehr aktive zehn Jahre zurückblicken. Neben zahlreichen offiziellen Besuchen von deutschen wie auch türkischen Delegationen mit Mitgliedern der Stadtspitze, Stadtverwaltung oder der Wirtschaft fanden auch mehrere Bürgerreisen nach Anamur statt, um sich ein authentisches Bild vor Ort machen zu können. Die Reisegruppen wurden jeweils auf das Herzlichste empfangen und auch in Bingen wurden zahlreiche Ausflüge und Möglichkeiten zur Begegnung mit den Binger Bürgerinnen und Bürgern geschaffen. Weiterhin nahm der Freundeskreis regelmäßig beim Internationalen Begegnungsfest oder dem Deutsch-türkischen Freundschaftsfest teil. Zudem engagiert sich der Verein bei Schul- und Jugendaustauschen, hervorzuheben ist der Kontakt mit der Elisabethenschule in Sprendlingen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurde das von der EU finanzierte Projekt „50+“ durchgeführt. Dabei besuchten drei Ehepaare, die über 50 Jahre alt sein mussten, für eine Woche die jeweilige Partnerstadt und halfen vor Ort ehrenamtlich bei sozialen Einrichtungen mit.

„Auch wenn die immer noch anhaltende Corona-Situation keine persönliche Begegnung ermöglicht finde ich es richtig, das zehnjährige Bestehen einer nicht selbstverständlichen Freundschaft zu würdigen. Heute kann man sagen: diese Verbindung wird gelebt und von Mensch zu Mensch gepflegt. Trotz der Distanz, trotz der unterschiedlichen Kulturen hat sich diese Partnerschaft zu einem lebendigen Austausch entwickelt und tut damit genau das, was eine Städtepartnerschaft tun soll: durch Gegenseitiges Kennenlernen wachsen Toleranz und Verständnis“, so Oberbürgermeister Thomas Feser.

Als Symbole nach außen wurden in beiden Städten Partnerschaftsgärten erbaut, in Anamur steht seitdem ein 15 Meter hoher Mäuseturm.
Durch die Corona-Pandemie waren im letzten und diesem Jahr keine Besuche möglich, doch „trafen“ sich die Vorstandmitglieder der jeweiligen Partnerschaftsvereine online, um über die aktuelle Lage zu sprechen.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums gibt es eine Bilderausstellung mit über 20 Fotos von Stefan Esser, die auf der „Bel Etage“ unterhalb der Burg Klopp präsentiert wird. Der amtierende Vorstand des Freundeskreises Bingen-Anamur freut sich über zahlreiche, interessierte Besucher der kostenlosen Ausstellung.

Auf die nächsten zehn Jahre!

(Quelle: Freundeskreis Bingen-Anamur/Stadt Bingen)

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