Es wird ein kleines Schmuckstück

Das ehemalige Würth´sche Gelände mit der Villa auf dem Rupertsberg – hier wird Hildegard von Bingen erlebbar.

Umgestaltung der Villa am Rupertsberg nimmt Formen an

„Ich freue mich jetzt schon auf die Eröffnung und ich bin mir sicher, die der Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche der Hertervilla werden die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise der besonderen Art nehmen. Es wird ein kleines Schmuckstück werden“, so Oberbürgermeister Thomas Feser im Hinblick auf die Umgestaltungsarbeiten am Rupertsberg.
Das Kloster Hildegards von Bingen wird hier visuell erlebbar – und zudem wird ein Leseraum Interessierten die Möglichkeit geben, sich auf „historischem Boden“ weiter zu bilden.

Nachdem die Stadt Bingen am Rhein das Erdgeschoss (rund 300m²) und das Untergeschoss (rund 90m², für Archivräume) für vorerst zwölf Jahre gemietet hat, wird nun „Geschichte mit Geschichten erlebbar gemacht“, wie es Kulturamtsleiter Dr. Matthias Schmandt formuliert.
Von den ursprünglich neun Säulen des Klosters sind noch fünf erhalten. Diese rund 800 Jahre alten Arkadenbögen werden neben dem „Fahrstuhl in die Vergangenheit“ und den großformatigen Grafiken, die visuell die Klosterkirche zeigen, das Herzstück des „Klostererlebnisraumes“ werden.

Wer sagt „Geschichte ist langweilig“, der wird nach den Umgestaltungsarbeiten mit Sicherheit eines Besseren belehrt und wird einen Einblick in die Historie und das Leben der größten Tochter der Stadt bekommen. Bevor es allerdings soweit ist, muss noch einiges getan werden, doch Archivarin Petra Tabarelli und Dr. Schmandt sich einig, dass bis zum Frühsommer viel erreicht werden kann.
Die Wendeltreppe, die bislang das Erdgeschoss mit dem ersten Obergeschoss verbunden hatte, ist bereits entfernt. Weitere Rückbauarbeiten der neuzeitlich eingezogenen Zwischenwände stehen nun an, Fluchtwege werden entsprechend der Vorgaben gelegt und anschließend wird ein erster Eindruck entstehen, wenn die Säulen mittels einer historischen Farbgebung wieder als Kirchenbögen erkennbar sein werden. „Wir sind froh und dankbar, dass die Zusammenarbeit mit dem städtischen Servicebetrieb, hier besonders die Abteilung Bauhof, sowie dem Amt für Gebäudewirtschaft so hervorragend klappen“, betont der Kulturamtsleiter. Dies vereinfache vieles und sei auch kostensparend.
„Ein neuer Fußboden wird in demnächst verlegt, Ausstellungsmöglichkeiten, auch für die Binger Stadtteilen werden geschaffen und natürlich werden die Wandtattoos, die stereoskopischen Bildbetrachter, ein Multimediaterminal sowie der „Fahrstuhl in die Vergangenheit“ ihren Einzug auf den Rupertsberg halten. Und auch im Umfeld der Villa wird sich einiges tun“, verspricht Oberbürgermeister Thomas Feser im Ausblick auf die kommenden Monate.

Wir werden über die weiteren Schritte informieren, bleiben Sie neugierig und gespannt…

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