E-Mobilität in Bingen

August 2019: Hauptamtsleiterin Angelika Middelmann und Oberbürgermeister Thomas Feser vor dem (damals neuen) Elektro-Dienstfahrzeug. Rund 50 Kilometer werden mit ihm durchschnittlich pro Tag für die städtische Postverteilung zurückgelegt.

Klimafreundlicher Fuhrpark wächst

E-Mobilität ist selbstverständlich auch in Bingen ein Thema und wo es machbar und sinnvoll ist, werden elektrisch betriebene Fahrzeuge auch eingesetzt. Doch der Anschaffung von Elektrofahrzeugen stehen gewisse Herausforderungen entgegen. Neben der Wirtschaftlichkeit sind auch die Einsatzbereiche zu berücksichtigen.

Die Mannschaftswagen der Feuerwehr beispielsweise, die oftmals stundenlang an einer Einsatzstelle stehen und mit Blaulicht etc. Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen, sind (im Moment noch) schwer als E-Fahrzeug vorstellbar. Der Wagen der Gerätewarte hingegen ist bereits schon durch einen Elektroantrieb ersetzt worden. Vielen der städtischen Fahrzeuge liegt ein Leasing-Vertragsmodell zugrunde, was die Neuanschaffung von E-Fahrzeugen erschwert.

Dennoch arbeitet der „Arbeitskreis Elektromobilität“ stets an der Thematik und ist auf der Suche nach praktikablen Möglichkeiten, um den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen zu verringern. Auch die Klimaschutzbeauftragte der Stadt steht im Aus-tausch mit der Lotsenstelle für alternative Antriebe sowie der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Fördermöglichkeiten in der kommunalen Fahrzeugbeschaffung, Elektro-Carsharing etc. sind hierbei Punkte, die auf der Agenda stehen.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Binger Stadtgebiet wird ebenfalls forciert, so wurden erst Anfang Juli am Rheinkai und in der Hindenburganlage vier neue E-Lade-punkte eingeweiht.

Erfahrungen sammeln hieß es vor wenigen Tagen im Bereich der E-Mobiliät im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Für zwei Wochen wurde den Stadtwerken ein E-Bus zu Testzwecken zur Verfügung gestellt, der im normalen Linienverkehr eingesetzt wurde.

Zurzeit sind insgesamt sechs E-Fahrzeuge im Fuhrpark der Stadt angemeldet, hinzu kommt ein Hybrid-Fahrzeug und drei E-Bikes. Angesiedelt sind sie bei den Stadtwerken, dem Servicebetrieb, der Feuerwehr (der Wagen der Gerätewarte) und dem Hauptamt.

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