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HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass Sie die Gebäude der Stadtverwaltung aktuell nur nach Terminvereinbarung betreten dürfen. Auch die Öffnungszeiten können abweichen. Weitere Informationen finden Sie unter www.bingen.de/Corona.  

MO - FR 08:30 - 12:00 Uhr
MO 14:00 - 18:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Verwaltung in Coronazeiten

Do 02.04.2020 | Corona

Die Verwaltungsarbeit während der Corona-Krise. Alle städtischen Gebäude sind zurzeit für den Publikumsverkehr geschlossen.

Kein Publikumsverkehr, aber viele Dinge, die abgearbeitet werden 

Die Verwaltung und die städtischen Einrichtungen sind zwar für die Öffentlichkeit geschlossen, es wird intern im Schichtbetrieb (damit der notwendige Abstand gewahrt werden kann) und im Homeoffice gearbeitet – doch das heißt wahrlich nicht, dass „eine ruhige Kugel geschoben“ wird oder gar Leerlauf aufkommt, wie hier nun einige Beispiele zeigen:

Die Arbeit im Bürgerbüro ist normalerweise geprägt vom Kundenkontakt. Doch die bestehenden Einschränkungen fordern auch hier andere Maßnahmen. Selbstverständlich sind die Telefone besetzt und die Mails werden gelesen, damit die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in gewohnter Weise abgearbeitet werden können. Bei Sachverhalten, die ein persönliches Erscheinen unabdingbar machen, gibt es je nach Notwendigkeit eine entsprechende Einzelfallprüfung. Mit dem Arbeitsamt, dem Jobcenter, der Ausländerbehörde, aber auch mit Botschaften stehen die Mitarbeiter in Kontakt, um stets die bestmögliche Lösung zu finden. „Wo geholfen werden kann, wird geholfen“, so die Devise. Auch im Standesamt gibt es im Notfall Einzeltermine, die bearbeitet werden. Außerdem ist man hier auch mit der Terminverlegung von Hochzeiten beschäftigt, die aufgrund der Corona-Krise verschoben werden müssen.

Auch dem Ordnungsamt kommt zurzeit eine besondere Rolle zu. Es ist dafür zuständig, dass das Kontaktverbot im öffentlichen Raum eingehalten wird, dass die Geschäfte, Restaurants etc. geschlossen bleiben und dass – so schwer es besonders bei schönem Wetter fällt – auch der Besuch der Spielplätze und Sportanlagen nicht gestattet ist. Des Weiteren werden die regulären Aufgaben wie Gewerbeangelegenheiten, Aufgaben nach dem Landesimmissionsgesetz und Wohngeldangelegenheiten abgearbeitet.

Selbstverständlich wird auch bei den Stadtwerken mit gewohnter Sorgfalt gearbeitet. Der Schichtdienst ermöglicht es hier (ebenso wie in den anderen Bereichen), eine „Reservemannschaft“ parat zu haben, sollte es zu einem Krankheitsfall kommen. So ist gewährleistet, dass die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung stets sichergestellt sind. Auch der Stadtbusverkehr ist mit dem Samstagfahrplan in Betrieb.

Die Mitarbeiter des Amtes für Soziale Aufgaben, Jugend, Schulen und Sport stehen unter der besonderen Herausforderung, kompetente Ansprechpartner für die Notfallbetreuung in Kitas und Schulen zu sein. Des Weiteren ist sichergestellt, dass alle Sozialleistungen ausgezahlt werden und auch die Nichtsesshaften ihr Tagesgeld erhalten. Selbstverständlich wird – soweit wie möglich – an laufenden Projekten wie beispielsweise der Einrichtung des Waldkindergartens und des Umbaus der Grundschule am Entenbach weiter gearbeitet.

Damit alle diese Räder ineinandergreifen, sorgt die interne Organisation dafür, dass die technischen Voraussetzungen für das Homeoffice ebenso laufen wie die Systeme in den Amtsgebäuden, wie Telefon- und Videokonferenzen.

Während im Privatleben momentan viele die (unfreiwillige) freie Zeit nutzen, um den eigenen Garten auf Vordermann zu bringen, so können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenamtes nur die notwendigsten Pflegearbeiten durchführen. Bedingt durch spürbar weniger Personal muss einiges reduziert werden und ein „Abarbeitungsstau“ wird spätestens dann erreicht sein, wenn die Temperaturen spürbar wärmer werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Friedhofsamtes müssen ausgesprochen rücksichtsvoll agieren, in der momentanen Situation mehr denn je. Der ohnehin schon hoch emotionale Aufgabenbereich wird durch die geltenden Regeln erschwert. Trauergespräche müssen mit Abstand geführt werden, die Trauerhallen der Stadt Bingen sind geschlossen, die Trauerfeiern finden am Grab statt. Maximal zehn Personen (inklusive Sargträger, Bestatter, Pfarrer oder Trauerredner) dürfen dabei anwesend sein.
Urnenbeisetzungen können bis zu drei Monaten aufgeschoben werden, dies nützen zurzeit viele Angehörige.

Straßenreinigung, Papierkorbleerung und die Kontrolle der Parkscheinautomaten gehören auch jetzt zu den Pflichtaufgaben des Bauhofs. Trotz Schichtdiensts ist die 24-Stunden-Bereitschaft gewährleistet, sollte beispielsweise nach einem Unfall eine Ölspur abgestraft werden müssen. Winter- und Hochwassernotdienste sind gesichert und auch ein kaputtes Schlagloch kann ausgebessert werden. Die einzelnen Ämter werden ebenfalls weiterhin in verschiedenen Aufgaben unterstützt. Auch hier gilt: „Was machbar ist, wird gemacht.“

Während im Bereich der Stadtplanung die anstehenden Verfahren weiter betrieben und auch der Ältestenrat mit umfangreichen Informationen versorgt wird, kann man auf den Online-Seiten der Städtebauförderung (Soziale Stadt Bingerbrück) Rätseln: hier gibt es ein „Bingerbrück-Kreuzworträtsel“ und „Geschichtshäppchen“ als Information und gegen die Langeweile, Ausmalbilder sowie eine Fotoaktion regen zum Mitmachen an.

Doch all diese tollen Ideen müssen auch für das Internet umgesetzt werden. Hierfür ist die Online-Redaktion der Stadtverwaltung zuständig. Hier laufen die Fäden der online-Anfragen zusammen, hier wird für Aktualität gesorgt und es werden neue Angebote, wie beispielsweise die Corona-Seite „gebaut“. Eine ständige Erweiterung und Ergänzung ist bei der momentanen Entwicklung unerlässlich.

Kreativität ist im Bereich der Museumspädagogik schon immer gefragt, doch im Moment muss sie zudem online auf der Homepage der Stadt vermittelbar sein. So zeigt der „Mittelalterexperte“ Conrad zum Beispiel, wie man Geheimtinte herstellt und erklärt das Geheimalphabet von Hildegard von Bingen – eine spannende Abwechslung mit gleichzeitigem Lerneffekt. Ein „virtuelles Museum“ wird auch demnächst an den Start gehen.

In der Stadtbibliothek steht zurzeit die Mediensicherung an, die bis zum Umzug in die Basilikastraße abgeschlossen sein sollte: Am neuen Standort wird jeder Bibliotheksnutzer die Bücher, CDs oder DVDs, die er mitnehmen möchte, eigenständig über ein spezielles System ausleihen können. Dies entlastet zum einen die Mitarbeiter, zum anderen kann der Nutzer seine Tasche oder Rucksack mit in die Räumlichkeiten nehmen. Um die rund 26.000 physischen Medien entsprechend vor Diebstahl zu schützen, werden sie nun alle mit sogenannte RFID-Tags versehen. Diese Aufkleber beinhalten die jeweiligen Daten des Werks und müssen beim Verlassen der Bibliothek über ein besonderes Lesegerät gebucht werden. Diese Angaben wiederum müssen aber auch in das laufende Bibliothekssystem eingepflegt werden – eine Arbeit die, bei der Menge der Medien äußerst zeitintensiv ist. Des Weiteren werden bei diesem Arbeitsgang auch gleichzeitig die DVDs und CDs in neue Hüllen verpackt. Da man hofft, dass der diesjährige Lesesommer wie geplant stattfinden kann, müssen jetzt auch die entsprechenden Bücher bestellt werden, um den Lesehunger der Kinder und Jugendlichen entsprechend stillen zu können. Dies geschieht ebenfalls in diesen Wochen. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Jahresgebühr, die jetzt fällig wäre, ausnahmsweise auch bezahlt werden kann, ohne die Bibliothek zu betreten.

Ein umfangreiches Paket an Aufgaben hat auch die Tourismus und Kongress GmbH abzuarbeiten, obwohl die Tourist-Information geschlossen ist und zahlreiche Veranstal-tungen wie beispielsweise das Sektfest abgesagt wurden. So werden beispielsweise interne Abläufe geprüft, um sie gegebenenfalls optimieren zu können und Arbeitsprozesse, die die neu angelaufene GmbH betreffen, werden ausgearbeitet. Alle Gästeführungen, im April und Mai werden verschoben, die Kunden, die bereits gebucht hatten, informiert. Die anstehende Wahl der Binger Weinmajestäten wird umorganisiert und Texte für die Homepage werden überarbeitet. Und natürlich arbeitet man auch noch weiter an den Vorbereitungen der Veranstaltungen, die derzeit noch anstehen.

Nicht nur die Verwaltung muss derzeit mit den bestehenden Begrenzungen umgehen. Doch Oberbürgermeister Thomas Feser und dem Stadtvorstand ist es wichtig, dass ein wirkungsvoller Betrieb für die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin aufrechterhalten wird. Die dafür eingeleiteten organisatorischen Maßnahmen greifen, aber sie sind für alle Seiten auch mit Einschränkungen verbunden. Homeoffice ermöglicht teilweise nicht den kompletten Daten- und Aktenzugriff und die durch den Schichtbetrieb bedingte Abwesen-heit zum Gesundheitsschutz der verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt den direkten Informationsfluss auch einmal kurzfristig ins Stocken geraten. Trotz allem ist Oberbürgermeister Thomas Feser sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Mannschaft: „Die gezeigte Kreativität und Flexibilität aller ist wirklich zu loben. Zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger versuchen wir in dieser außergewöhnlichen Zeit alles Machbare zu leisten, um miteinander die Corona-Krise zu bewältigen. Ich möchte allen für Ihre große Bereitschaft, sich dieser Herausforderung zu stellen von ganzem Herzen danken. Sie sorgen, gemeinsam mit den zahlreichen Ehrenamtlern dafür, dass unser gemeinschaftliches Leben weiterhin funktionieren kann“, so Thomas Feser. Er weist dabei nochmals explizit auf die Homepage der Stadt hin. Diese Plattform ermöglicht es, aktuell über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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