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Nur ein geeintes Europa kann handeln

Mi 15.05.2019 | Pressemitteilungen

Oberbürgermeister Thoams Feser (li.) und Udo van Kampen. Udo van Kampen beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bingen.

Udo van Kampen beleuchtete die aktuelle Lage

Es war ein Anliegen aller im Binger Stadtrat vertretenen Fraktionen, im Vorfeld der Wahlen noch einmal auf die Bedeutung der Europäischen Union einzugehen und zum Urnengang aufzurufen. Für dieses Plädoyer wurde der Journalist und ehemaligen Leiter des Brüsseler ZDF-Studios, Udo van Kampen, zu einem Vortrag an das Rhein-Nahe-Eck eingeladen.

„BIN für Europa – wie Brexit, Trump und Populismus Europa gefährden“, lautete der Titel der Veranstaltung am vergangenen Freitagabend. Oberbürgermeister Thomas Feser konnte dazu rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Kulturzentrum begrüßen. „Für mich bedeutet Europa mehr als 70 Jahre Frieden. Dafür lohnt es sich einzusetzen und am 26. Mai zur Wahl zu gehen“, appellierte das Stadtoberhaupt in seinen einleitenden Worten. „Europa – das sind wir alle, jeder von uns kann auf seine Weise dazu beitragen“, so Thomas Feser, bevor er den Gast des Abends auf die Bühne bat.

Udo van Kampen, der sich selbst als „überzeugten Europäer – aber nicht als Lobbyisten Europas“ bezeichnet, zeigte seine Sicht auf die momentane Lage der EU, aber auch auf die bevorstehenden Wahlen.

„Dies wird eine Schicksalswahl, aber keiner läuft sich bislang richtig warm. Wir müssen motivieren und aktivieren, das Wahlrecht auszuüben“, betonte van Kampen. Zwar seien 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger pro-europäisch eingestellt, doch nur die Hälfte von ihnen gehe am 26. Mai an die Urne.

„Wollen wir von USA, China und Russland fremdbestimmt werden oder wollen wir in Europa eigene Entscheidungen treffen?“, fragte er. Es habe nach der Wahl von Donald Trump ein Systemwandel stattgefunden, bei dem Werte nichts mehr zählten.

Nur ein geeintes Europa könne in dieser neuen Weltordnung wirtschaftlich und poli-tisch eine Rolle spielen.

Auch der Brexit trage im Moment wahrlich nicht zur Entspannung innerhalb der EU bei. Der erstmalige Austritt eines Staates aus der Gemeinschaft sei in Großbritannien ein Riss, der durch die ganz Gesellschaft ginge und bei dem nichts mehr zu kitten sei. Von seinen Auswirkungen seien aber alle Mitgliedstaaten betroffen, man müsse nur einmal an die Handelsbeziehungen denken, so Udo van Kampen.

Er warnte davor, die EU als Institution zu sehen, die sich ausschließlich mit dem häufig bemühten „Krümmungswinkel von Gurken“ beschäftige – der übrigens auf Antrag von Mitgliedsstaaten beschlossen wurde, die das logistische Problem des stets gleichen Packungsinhaltes gelöst haben wollten. „Auch wenn ich aus Brüssel meistens über Krisen berichtet habe, so hat uns die EU doch viel Gutes gebracht, vor allem Frieden und Wohlstand. Angesichts der weltweiten Krisen sind das außerordentliche Werte, die es unbedingt zu bewahren gilt. Es darf daher nicht sein, dass nur die negativen Entwicklungen Brüssel zugeschrieben werden“, betonte der Journalist und rief die Anwesenden auf: „Gehen Sie zur Wahl, motivieren Sie auch Ihre Familie, Freunde und Bekannten, eine demokratische Partei zu wählen, damit wir alle weiterhin wirtschaftlich und politisch von einem vereinten, friedlichen Europa partizipieren können.“

Die anschließende Diskussionsrunde, durch die Thomas Feser souverän führte, beendete den aufschlussreichen Abend.

Dem Vortrag vorausgegangen war ein kleiner Empfang im Sitzungssaal von Burg Klopp. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister trug sich Udo van Kampen im Beisein des Bürgermeisters, einiger Stadtratsmitglieder und Ehrenbürger in das Goldene Buch der Stadt Bingen ein. Besonders freute er sich über die gelungene Überraschung, dass einige seiner früheren Schulfreunde anwesend waren.

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