„Schiffche-Bootche“ fahren auf der Nahe (No 289)
Ruderbootfahren auf der Nahe gehörte vor 50 bis 100 Jahren zu den Freizeitvergnügen der Binger und auch der Touristen. #ArchivDingsTag No. 289. Belegt sind Bilder aus den 1920er Jahren. Aber wahrscheinlich reicht die Tradition viel weiter zurück in die Zeit, als noch keine Fotos gab.
In unserem #ArchivDingsTag-Post No. 286 haben wir auch das Restaurantschiff „Arche Noah“ auf der Nahe vorgestellt. Zeitzeugen haben kommentiert und uns informiert, dass es daneben auch einen Ruderbootverleih gab. Hierzu können wir euch heute Fotos zeigen.
Auf dem ersten Foto, vermutlich aus den 1930er Jahren, sehen wir Jakob Brilmayer vor Ort. 1949 startete er wieder mit sechs Booten. Die Gebühr betrug nun 60 bis 80 Pfennig pro Stunde. Er betrieb den Verleih bis in die zweite Hälfte der 1950er Jahre.
Die Nahe eignete sich gut zum Rudern – ganz anders als der Rhein. Dessen starke Strömung, die tückischen Strudel oder Sandbänke knapp unter der Wasserlinie sind für ein solches Freizeitvergnügen zu gefährlich.
Dem gegenüber bot die ruhigere Nahe mit ihrem vergleichsweisen niedrigen Wasserstand und passenden Uferstellen ideale Bedingungen.
Leider sind beide Fotos nicht datiert. Zum zweiten Foto haben wir keinerlei Angaben. Es könnte sich bei der Hütte mit den davor angebundenen Ruderbooten auch um eine private oder vereinseigene Bootshütte handeln.
Bei dem Gebäude auf der linken Seite der Basilika handelt es sich um die Turnhalle der ehemaligen Volksschule (heute VHS).