Die Kapuzinerstraße um 1950
Das Foto aus dem Jahr 1950 zeigt einen Abschnitt der Kapuzinerstraße, der heute kaum wiederzuerkennen ist.
Das Eckhaus Kapuzinerstraße 9, Ecke Laurenzigasse, in dem sich damals die Färberei und chemische Waschanstalt Bayer befand, wurde durch die Bombenangriffe weniger stark beschädigt als das Nachbargebäude der Firma Hilsdorf. Während das Bayer-Haus instandgesetzt werden konnte, war das Hilsdorf-Haus so schwer zerstört, dass es enttrümmert werden musste.
Um den Verkauf von Kunstgewerbe (Glas, Porzellan, Metall, Lederwaren, Bildereinrahmungen) in der Nachkriegszeit wieder aufnehmen zu können, richtete man das Erdgeschoss notdürftig wieder her und deckte es mit einem provisorischen Notdach ab. Zur Familie gehörte auch der Laden am Speisemarkt 11 im Hilsdorf-Haus. Vielleicht kann jemand von euch erinnern und kommentieren. ob und wie das Sortiment auf die beiden Standorte verteilt war.
Heute befindet sich an der Stelle der beiden Gebäude eine kleine Grünanlage. Das große Dach im Hintergrund des Bildes gehört zur Kapuzinerkirche.
Aus der Färberei Bayer entwickelte sich die Bayer-Reinigung, die später Geschäftsräume in der Schmittstraße 24 bezog. Sie wurde von der Familie Tonollo übernommen und 2013 an die Textilpflege Brehmer weitergegeben, die 2023 den Standort aufgab.
Im Eckhaus von Optikers Schäfer befinden sich heute die Geschäftsräume von Foto Jahn. Die rechts sichtbaren Schilder „Hotel Cafe Scholl“ gehören nun zum Gebäude des Hotel Cafe Köppel.
#ArchivDingsTag, 25. November 2025