Binger Sütterlin-Stube (No 295)
Wer hat sie nicht irgendwo in einer Schublade oder in einem Kästchen auf dem Dachboden verwahrt? Alte Postkarten, Briefe oder Dokumente - liebevoll von Hand geschrieben, aber für viele heutzutage kaum noch zu entziffern.
Gibt es auch bei Ihnen Schriftstücke in Sütterlin oder der noch älteren Kurrentschrift, und Sie möchten gerne wissen, was darin steht?
Die Sütterlinstube der Historischen Gesellschaft Bingen hilft gerne beim Entziffern alter Schriften. Sie trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Villa am Rupertsberg (Stadtarchiv Bingen).
Bringen Sie historischen Fundstücke entweder vorbei oder schreiben an info@binger-geschichte.de. Vielleicht lassen sich dabei längst vergessene Geschehnisse wieder zum Leben erwecken.
Die Postkarte ist 1907 gelaufen und wurde vor 119 Jahren an Hugo Hannes in Ronsdorf verschickt. Sie zeigt den „Nahequai“, die heutige Stefan-George-Straße, und die Einmündung der „Nahestraße“, heute Schlossbergstraße. Der freie Platz am Ufer wurde als Viehmarkt genutzt. In den Holzbaracken wurden die Tiere untergebracht.
Über den Viehmarkt haben wir im ArchivDingsTag vom 6. Februar 2024 berichtet.
Der entzifferte Text auf der Karte lautet:
2 VIII 07 [2.8.1907]
Die besten Grüße aus dem Damenkonzert sendet Dir wie allen Bekannten
Heinz Lemcke
Gottfr. Kuthe
Hans Schmall
Eduard Blormann
Am oberen Bildrand ist, auf dem Kopf stehen, zu lesen: Abs. H. Lemcke ~ Bingen Technikum