WIRTSCHAFT UND TAGUNGEN

Die Stadt Bingen am Rhein ist ein vitales Mittelzentrum am Rande des Ballungsraumes Rhein-Main. Mit einer guten verkehrlichen Anbindung, einer ausgewogenen Infrastruktur und seiner Lage in einer einzigartigen Kulturlandschaft ist Bingen der ideale Wohn- und Gewerbestandort.

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Verfügungsfonds

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt wurde mit Beschluss des Stadtrats vom 30.08.2018 das Instrument des Verfügungsfonds eingeführt. Hierzu wurde eine Richtlinie erlassen, welche künftig die Verwendung und Vergabe der Mittel aus dem Verfügungsfonds für Projekte in Bingerbrück regelt.

Im Sinne der integrierten Stadtteilentwicklung ist es flankierend zu den baulichen Projekten wichtig, Impulse aus dem Stadtteil aufzugreifen und in kleine Maßnahmen umzusetzen. Die Maßnahmen können von Privatpersonen, Vereinen, Initiativen o.ä. initiiert und umgesetzt werden und Kosten können vollständig aus dem Verfügungsfonds erstattet werden. Der Verfügungsfonds finanziert sich zu 100 Prozent aus Städtebaufördermitteln.

Der Verfügungsfonds dient der Finanzierung kleinteiliger Maßnahmen, die durch ihr eigenes Engagement zielgerichtete Effekte in Bingerbrück erzielen. Durch gemeinsame, integrative und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen von Bürgerschaft, Unternehmen, Gewerbetreibenden und der öffentlichen Hand soll der funktionale Strukturwandel, mit Hilfe des Programms „Soziale Stadt – Bingerbrück“ vorangebracht werden. Diese Aktivitäten sollen als Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung und mit dem Instrument des Verfügungsfonds unterstützt werden.

Die Förderung

Mit dem Beschluss der Richtlinie stehen vorbehaltlich der Haushaltslage jährlich 10.000 € im Verfügungsfonds zur Verfügung. Über die Verwendung der Mittel entscheidet als Vergabegremium die Lenkungsgruppe Soziale Stadt – Bingerbrück und jeder kann einen Antrag mit seiner Projektidee stellen.

Pro Antrag können in der Regel maximal 5.000 € als Zuschuss gewährt werden. Der Zuschuss kann der Komplettfinanzierung eines Projekts dienen. Es ist wünschenswert das weitere Finanzierungsmöglichkeiten (Spenden, Sponsoring, Eigenanteil mit Personal etc.) ergänzend berücksichtigt werden. Ausgeschlossen ist eine Doppelförderung. Die Förderung wird nach Projektende und Prüfung der entsprechenden Belege an den Antragsteller ausgezahlt. Es können Sach-, Honorar- und Personalkosten gefördert werden. Belege können erst nach Bewilligung des Antrags anerkannt werden.

Ziele des Fonds

Die Mittel des Verfügungsfonds dienen der Umsetzung der Ziele und Handlungsansätze des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Sie sind auch in der Richtlinie zur Verwendung und Vergabe der Mittel aus dem Verfügungsfonds festgeschrieben.

Folgende übergeordneten Ziele sind für die Beurteilung der Zuschussanträge maßgeblich:

  • Aufbau und Stärkung der sozialen Infrastruktur, der Nachbarschaft und der Angebotsstruktur
  • Verbesserung des sozialen und interkulturellen Zusammenlebens und Zusammenhalts
  • Aufwertung des öffentlichen Raums und Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität
  • Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten
  • Entwicklung von Bürgerbewusstsein und Identifikation mit Bingerbrück
  • Verbesserung des Stadtteilimages

Projekte in Bingerbrück

Seit 2018 wurden in Bingerbrück bereits vielfältige Projektideen umgesetzt. Die Auflistung gibt einen Überblick der abgeschlossenen Projekte. Bei Fragen – auch zu laufenden Projekten – steht Quartiersmanagerin Juliane Rohrbacher gerne zur Verfügung.

Stadtteilfest am 16.11.2019

Die Gäste des Stadtteilfestes in der Mehrzweckhalle konnte sich persönlich überzeugen: In Bingerbrück gibt es eine Vielzahl an Vereinen, Initiativen, Trägern und privat Engagierten, die den Stadtteil beleben wollen und sich dafür mächtig ins Zeug legen. Nur dank dieser vielen Ehrenamtlichen Helfer und dem Budget aus dem Verfügungsfonds konnte das Fest realisiert werden.

Weihnachtsbeleuchtung in der Koblenzer Straße

Zwei Samstage investierten engagierte Bingerbrücker 2019 und 2020, um in Bingerbrück weihnachtliche Atmosphäre zu verbreiten: Sie bestückten die Koblenzer Straße mit LED-Weihnachtsbeleuchtung, zur Freude von Anwohnern und Gästen.

Der Verfügungsfonds ermöglichte die Beschaffung neuer Leuchtmittel zum Ersatz kaputter Lampen und das Auf- und Abhängen mittels eines Hubsteigers.

Festbeleuchtung Schulhof

Alljährlich finden sich zur Kerb oder zum Weihnachtsmarkt zahlreiche Gäste auf dem Schulhof vor der Mehrzweckhalle der Grundschule am Mäuseturm ein. Um die Feste in den Abend ausklingen zu lassen, benötigte der Ortsvereinsring 2019 eine neue Beleuchtung auf dem aktuellen Stand der Technik. Nun stehen die Lichterketten für alle Bingerbrücker Veranstaltungen auf dem Festplatz zur Verfügung.

Sonderheft „Gegen das Vergessen“

Der Heimatverein Bingerbrück veröffentlicht seit Jahren wertvolle lokalhistorische Beiträge in seiner Mitgliederzeitschrift. Um die wertvollen Erinnerungen dem Interessierten Publikum zugänglich zu machen, erstellte der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Jüdisches Bingen ein Themenheft zur Zeit des Nationalsozialismus in Bingerbrück.

ZWOZWO – Begegnungstreff an neuem Ort

2017 startete das Projekt „Lokale Kirchenentwicklung Bingerbrück“ mit einem Begegnungstreff. Die Initiatoren haben sich auf die Fahnen geschrieben Menschen – unabhängig von Alter, Religion, Geschlecht und Herkunft – einen Ort der Begegnung in Bingerbrück zu ermöglichen. Mit dem Start des Umbaus des Stadtteilzentrums zog das Angebot in die Cafeteria der evangelischen Kirchengemeinde. Der Verfügungsfond finanziert den Betrieb des ehrenamtlichen Treffs.

Kinderwarnschilder selbst gemalt

Nicht nur Informieren auch Mitmachen war das Motto der Sozialen Stadt beim Grundschulfest im Sommer 2019. Gemeinsam mit den Grundschulkindern wurden „Kinderwarnschilder“ gestaltet - Schilder in Form spielender Kinder, die Autofahrer an gefährlichen Ecken zu einem angemessenen Tempo animieren sollen.

Herbstfest im Stadtteilzentrum

Dank zahlreicher engagierter Bingerbrücker Bürger, Vereine, Einrichtungen und dem Quartiersmanagement der Sozialen Stadt war das Herbstfest 2018 ein voller Erfolg. Zuspruch und Zulauf gab es nicht nur aus Bingerbrück, sondern auch darüber hinaus. Als erste Maßnahme wurden über den Verfügungsfonds unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit, Musikanlage und Künstler für das Fest gefördert.




Antragstellung

Vor der Antragstellung an den Verfügungsfonds ist es ratsam, die Idee mit Nachbarn, Akteuren und Quartiersmanagement zu besprechen. Gemeinsam können Hindernisse erkannt und das Projekt optimiert werden.

Die förmliche Antragstellung richtet sich an die Stadtverwaltung Bingen und erfolgt über ein Antrags-formular mit separatem Finanzierungsplan (unten zum Herunterladen). Im Antragsformular sind Angaben zu Projektverlauf, Zielsetzung und Zielgruppe, Kooperationspartnern sowie geplanten Einnah-men und Ausgaben erforderlich.

Der Antrag wird durch Quartiersmanagement und Projektleitung der „Sozialen Stadt“ vorab geprüft und dann in der Lenkungsgruppe diskutiert. Die Lenkungsgruppe entscheidet über die Bewilligung der Mittel aus dem Verfügungsfonds.

Auch vor dem Ausfüllen der Antragsformulare und der förmlichen Antragstellung unterstützt Quartiersmanagerin Juliane Rohrbacher gerne bei der Ausarbeitung der Antragsidee.

Das Vergabegremium – Die Lenkungsgruppe

Seit dem Start der Vorbereitenden Untersuchungen 2016 wird das Projekt „Soziale Stadt - Bingerbrück“ durch die Lenkungsgruppe begleitet. Die Sitzungen der Lenkungsgruppe dienen dem Informationsaustausch von Bewohnern, Vereinen und der Verwaltung. Mit dem Beschluss der Richtlinie zum Verfügungsfonds wurde die Lenkungsgruppe zum Vergabegremium der Mittel des Fonds bestimmt.

Die Richtlinie legt fest, wie sich die stimmberechtigten Mitglieder zusammensetzen. Verschiedene

Personengruppen sind vertreten:

  • AnwohnerInnen und Gewerbetreibende
  • VertreterInnen von Organisationen und Vereinen
  • VertreterInnen der städtischen Verwaltung

Die Lenkungsgruppe hat circa 20 Mitglieder, von denen 14 Personen ein Stimmrecht ausüben können. Jederzeit ist es möglich in die Arbeit der Lenkungsgruppe einzusteigen. Als Anwohner oder Gewerbetreibende besteht die Möglichkeit, mittelfristig mit Stimmrecht ausgestattet zu werden. Bei Fragen und Interesse steht Quartiersmanagerin Juliane Rohrbacher gerne zur Verfügung.

Informationen und Beratung

Kontakt

Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries
Ansprechpartner  Juliane Rohrbacher
Telefon 0160 5511531
E-Mail juliane.rohrbacher@bingen.de

Sprechzeiten vor Ort: Jeden Donnerstag von 14:00 Uhr – 16.00 Uhr in der Cafeteria der evangelischen Kirche (Gutenbergstraße 16; Zugang über Kirchgarten).


Infoflyer Verfügungsfonds (pdf-Dokument)

Richtlinie zum Verfügungsfonds (pdf-Dokument)

Antragsformular (Word-Dokument)

Finanzierungsplan (Excel-Dokument)