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Lebensende

Nach dem erfolgreichen Ende ihres letzten großen Kampfes neigten sich die Kräfte der 81-jährigen Hildegard dem Ende zu. Sie fühlte und wollte es, denn sie wusste, dass sie ihre Aufgabe in der Welt erfüllt hatte. In ihrer letzten Vision wurde der Prophetin ihr Todestag offenbart:

„Gott erhörte ihren Wunsch, und wie sie es selbst zuvor begehrt hatte, offenbarte er ihr im prophetischen Geist ihr Ende, das sie auch ihren Schwestern ankündigte. Nachdem sie sich eine Zeitlang mit ihrer Krankheit abgemüht hatte, wanderte sie also im 82. Jahre ihres Lebens am 17. September in glücklichem Heimgang zu ihrem himmlischen Bräutigam“.

Daraufhin, berichtet die Vita weiter, sei über Hildegards Wohnhaus als Zeichen ihres Heimgangs eine Lichterscheinung aufgetaucht. Weitere Wunder hätten sich bei ihrem Begräbnis ereignet, die von „ehrwürdigen Männern“ an einem „ehrbaren Ort“ vollzogen wurde.

Auch Wibert von Gembloux, Hildegards letzter Sekretär, befand sich damals noch auf dem Rupertsberg und war sicher nicht weniger betroffen vom Tod der verehrten Äbtissin als es die Nonnen waren. Er hegte er den Plan, eine Lebensbeschreibung Hildegards zu verfassen und nahm bald die Arbeit auf. Doch schon 1180 wurde er in seinem Werk unterbrochen und zurück nach Gembloux berufen. Die begonnene Arbeit fiel ihm erst viele Jahre später wieder in die Hände, als er sein literarisches Werk durchsah. Nun wollte er die Lebensbeschreibung Hildegards vollenden, doch als er sich wegen einigen Fragen diesbezüglich an den Abt Gottfried von St. Eucharius in Trier wandte, teilte ihm dieser mit, dass die Vita sanctae Hildegardis bereits geschrieben sei. Denn Ludwig, Abt von St. Eucharius (1173-1181), der Hildegard bei der Fertigstellung des Liber divinorum operum unterstützt hatte, und sein Amtskollege Gottfried von Echternach (1181-1210) hatten den gebildeten Theoderich aus dem Kloster Echternach schon in der ersten Hälfte der 1180er Jahre mit dieser Aufgabe betraut. Theoderich kannte die Protagonistin seines Buches zwar vermutlich nicht, doch stellte er die Vita aus schon bestehendem schriftlichem Material zusammen. So hinterließ er uns ein wertvolles biografisches Dokument, in das unterschiedliche Fragmente und Sichtweisen - darunter auch eine autobiografische Skizze von Hildegard selbst - Eingang gefunden haben.