Treue Blicke in der Landschaftspflege

13.10.2023

Die Esel am Dromersheimer Hörnchen bleiben noch bis voraussichtlich Ende Okto-ber/Anfang November. Dann geht es auch für Lova zum nächsten „Arbeitseinsatz“ in den Mainzer Sand.

Esel weiden auf dem Dromersheimer Hörnchen

Wollige und fellige Vierbeiner, die für die Landschaftspflege und den Naturschutz zuständig sind, sind an verschiedenen Orten anzutreffen – hier ein Beispiel: Auf dem Dromersheimer Hörnchen gehört eine Fläche von rund 5,5 Hektar zum Ökokonto der Stadt Bingen. Nach der militärischen Nutzung durch die US-Streitkräfte und die Bundeswehr sowie den darauffolgenden Rückbauarbeiten bis 2012, erwarb die Stadt 2017 das Gelände.

Nun findet man hier den größten Magerstandort in der Binger Gemarkung und das Areal zählt zu artenreichsten der Stadt. Auf den entstandenen Wiesen stehen besondere Pflanzenarten, auch Tagfalter und Wildbienen finden hier einen ausgezeichneten Lebensraum. Doch auch die Pflege des Offenlandes muss funktionieren und so weiden auf der rund 3 Hektar großen Plateaufläche seit Ende Juli sieben Eselstuten. Die Steppentiere (Deutsche und Provence-Esel) unter der Haltung von Astrid Fölling fühlen sich sehr wohl auf dem trockenen Standort. Der kiesige und steinige Boden ist gut für die Hufe und die dortigen Gehölze sind wahre Leckerbissen für die Tiere. Der artenreiche Bewuchs sei perfekt, so Astrid Fölling, er biete sogar eine „eigene Apotheke“. Man sieht, Nahrung ist ausreichend für die sieben vorhanden. „Bitte nicht füttern“, lautet daher der Apell der Züchterin. Die Esel bekommen hier alles was sie brauchen, mitgebrachtes Essen ist nichts für sie, es schadet nur. Leider wird jedoch auch sinnlos Zaunmaterial demoliert, so werden Kosten verursacht und unter Umständen birgt dies auch Gefahren für Mensch und Tier. Es wäre schön, wenn die Spaziergängerinnen und Spaziergänger hierauf ein wachsames Auge werfen können.

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