Seit über 30 Jahren eine Institution

Der neu gewählte Seniorenbeirat mit Amtsleiter Ralf Klingler (li.) und Oberbürgermeister Thomas Feser (6. v. li.). Die ausgeschiedenen Beiratsmitglieder mit OB Feser, Amtsleiter Klingler und der Vorsitzenden Thea Zwanzig-Heyken (re.). Oberbürgermeister Thomas Feser (li.) und die Demografiebeauftragte der Stadt Bingen am Rhein, Jessica Grauvogl, mit dem frisch gewählten Vorstand des Seniorenbeirats – Jürgen Domann, Hans-Jürgen Klöckner und Günter Wünschmann (v. li.).

Der neue Binger Seniorenbeirat ist gewählt 

„So manches Land dieser Erde würde davon träumen, in 31 Jahren nur fünf Präsidenten gehabt zu haben – im Binger Seniorenbeirat ist Kontinuität Gewohnheit, und das zeugt auch von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit“, freut sich Oberbürgermeister Thomas Feser nach der jüngsten Wahl des Seniorenbeirats am vergangenen Mittwoch.
Vom Gründungsjahr 1991 bis heute gab es fünf Vorsitzende ­– und diese Beständigkeit setzt sich hoffentlich fort. Doch nun ein Blick zurück: 1991, genauer gesagt am 11. April, wurde der Binger Seniorenbeirat gegründet, die Satzung wurde rund fünf Monate später, am 12. September 1991 unter dem ersten Vorsitzenden Heinrich Elz verabschiedet. Er führte den Beirat sechs Jahre, bis 1997. Ihm folgte bis 2004 Heinrich Mohr.
Die ehemalige Bürgermeisterin und Sozialdezernentin, Ehrenbürgerin Brigitte Giesbert übernahm den Vorsitz 2005. Während ihrer zehnjährigen Amtszeit entwickelten sich die Seniorentage (die es bereits seit 1994 gibt) immer mehr. So gab es dank ihrer zahlreichen Netzwerkkontakte und es großen Engagements weitere Firmenbesuche und Exkursionen. Das Programm wurde ausgebaut, Erzählcafés etc. kamen dazu. „Es war eine interessante Zeit. Besonders die Seniorentage haben Gemeinschaften und Freundschaften unter uns Alten begünstigt und generell zum Miteinander der Generationen beigetragen“, erinnert sich Brigitte Giesbert gerne an die Zeit zurück.
Von 2016 bis 2019 trat Suse Lebek in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin, die Seniorentage sind aus Binger Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken und erfreuen sich großer Beliebtheit, das kann auch die noch amtierende Vorsitzende Thea Zwanzig-Heyken bestätigen, in deren Amtszeit allerdings die Coronapandemie fiel. So konnten 2020 und 2021 nur sehr wenige Veranstaltungen stattfinden. In diesem Jahr lief es zum Glück wieder besser und das Programm konnte wie geplant stattfinden.
Der Seniorenbeirat arbeitet eng mit der Demografiebeauftragten der Stadt zusammen, die Stabsstelle, die im Amt für Soziale Aufgaben, Jugend, Kindertagesstätten und Schulen angesiedelt ist, stellt einen wichtigen Koordinationspunkt im sozialen Gefüge der Stadt dar. Seit 2021 hat Jessica Grauvogl dieses Amt inne, zuvor war es Anette Maßmig.
Dass die Arbeit des Seniorenbeirats auch landesweit Beachtung findet, zeigte sich beim diesjährigen Seniorennachmittag des Winzerfestes: Christiane Gerhardt aus dem Vorstand der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz überreichte eine Urkunde anlässlich des 30-jährigen Bestehens (coronabedingt mit einem Jahr Verspätung) an den Seniorenbeirat.

Neuer Beirat ist gewählt

Oberbürgermeister Feser bedankte sich bei den scheidenden Mitgliedern Gisela Nitsche, Gerd Weißschuh, Michael Born, Suse Lebek, Eugen Lutterbach, Manfred Martin, Claudia Zwarg und Rosemarie Ploechl für das Geleistete auf das Allerherzlichste. „Schaut man sich die demografische Entwicklung an, die auch an unserer Stadt ablesbar ist, erkennt man, dass dieses Engagement an Bedeutung eher zunehmen wird“, so das Binger Stadtoberhaupt mit Blick auf die Zukunft.  

In den Seniorenbeirat der Stadt Bingen am Rhein wurden gewählt (satzungsgemäß besteht der Seniorenbeirat aus 15 Vertretern und Vertreterinnen):
Manfred Grötz (Dromersheim, Vdk Bingen), Birgit Reisch (Bingen Stadt, Freie Kandidatin), Thea Zwanzig-Heyken (Dromersheim, AWO Bingen-Dromersheim), Jürgen Domann (Gaulsheim, Seniorenbeirat), Rita M. Werner (Gaulsheim, Seniorenbeirat), Peter Josef Schumacher (Dromersheim, SPD Bingen), Hans-Jürgen Klöckner (Büdesheim, FWG Bingen), Doris Mann (Büdesheim, Christuskirchengemeinde), Martin Rector (Bingen Stadt, Bündnis 90 / Die Grünen), Eva Rüschhoff (Bingen Stadt, Freie Kandidatin), Sigrid Hasselbach (Bingen Stadt, Seniorenbeirat), Hans-Jürgen Becker (Dietersheim, Seniorenbeirat), Ulrich Seher (Bingen Stadt, Freier Kandidat), Alfred Schiefer (Büdesheim, AWO Bingen-Büdesheim) und Günter Wünschmann (Büdesheim, Freier Kandidat). Klaus Horbach wurde auf Rang 16 gewählt, er kann gegebenenfalls als Nachrücker fungieren.

In der konstituierenden Sitzung am 13. Dezember wurde Jürgen Domann zum Vorsitzenden, Hans-Jürgen Klöckner zum zweiten Vorsitzenden und Günter Wünschmann zum Schriftführer gewählt.

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