Grün statt Grau

14.04.2026

„Grün statt Grau“

Bingen zeichnet entsiegelte und naturnah gestaltete Gärten aus

Schottergärten stehen zunehmend in der Kritik: Sie gelten zwar auf den ersten Blick
als pflegeleicht, sind jedoch ökologisch problematisch. Sie fördern Hitzeinseln, verschlechtern
die Bodenqualität und bieten kaum Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Die Stadt Bingen möchte diesem Trend nun aktiv entgegenwirken.

Im Rahmen des Programms „Bingen pflanzt…“ fördert die Stadt die Umwandlung
von vorhandenen Schottergärten und versiegelten Flächen in naturnah gestaltete
Flächen. Zukünftig können Bürgerinnen und Bürger, die versiegelte Flächen zurückbauen,
neben der finanziellen Unterstützung auch eine Auszeichnung in Kooperation
mit der TH Bingen erhalten. Hiermit würden sie öffentlich sichtbar gewürdigt.

Die Idee zu diesem Projekt stammt von Studierenden der TH Bingen. In einem interdisziplinären
Workshop entwickelten sie ein Konzept, das praktische Förderung mit
einem Bewusstseinswandel in der Bevölkerung verbindet. Zentrales Element ist eine
Plakette, die als Auszeichnung im Garten angebracht wird. Diese Plakette enthält einen
QR-Code, über den Passantinnen und Passanten direkt auf eine Webseite mit
Informationen zur Entsiegelung sowie zu Fördermöglichkeiten der Stadt gelangen.
So soll das Projekt nicht nur einzelne Gärten auszeichnen, sondern zugleich als Vorbild
für andere dienen.

Der Planungsausschuss der Stadt Bingen zeigte sich überzeugt und stimmte der Initiative
zu. Ziel ist es, langfristig auch im privaten Bereich mehr Grünflächen im Stadtgebiet
zu schaffen und einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten.

Weitere Auskünfte gibt die Stadtverwaltung Bingen, Umweltabteilung, umweltabteilung@bingen.de . Weiterführende Informationen stehen auf der städtischen Homepage
unter Leitfaden und Auszeichnung für einen entsiegelten und naturnah begrünten
Garten | Bingen am Rhein  bereit. 

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