"Dieses Boot ist hier gut aufgehoben“

Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß, Oberbürgermeister Thomas Feser und der Binger Wehrleiter Marco Umlauf bei der Unterzeichnung der Überlassungsvereinbarung.

Neues Hilfeleistungslöschboot wird in Bingen stationiert

„Für die Übergabe des neuen Hilfeleistungslöschboots an die Stadt Bingen bedanke ich mich ganz herzlich und freue mich, dass unsere Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bingen damit nunmehr über modernste Einsatztechnik verfügen. Dies ist auch sehr notwendig, da Bingen nicht nur am Tor zum romantischen Mittelrhein liegt, sondern auch stromabwärts den Beginn des für die Schifffahrt gefährlichsten Rheinabschnitts markiert. Viele Einsätze unserer Wehr in der Vergangenheit auf dem Rhein dokumentieren dies und die Investition des Landes für die Sicherheit auf dem Rhein ist insofern, nicht nur aus meiner Sicht, sehr gut gewählt. Dieses Boot ist in Bingen gut aufgehoben“, mit diesen Worten bedankte sich Oberbürgermeister Thomas Feser bei Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß.
Das Boot war zuvor von seiner Bauwerft in Neckarsteinach an seinen künftigen Liegeplatz in Bingen überführt worden. Es ersetzt vor Ort die 60 Jahre alte Feuerwehrmehrzweckfähre und wird den örtlichen Katastrophenschutz bei der Brandbekämpfung und Hilfeleistung weiter stärken.
„Mit dem neuen Hilfeleistungslöschboot HLB Bingen wird die Gefahrenabwehr am Rhein weiter gestärkt. Hierfür übernehmen wir als Land gerne die vollen Anschaffungskosten in Höhe von zwei Millionen Euro. Unsere überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte erhalten damit ein weiteres hochmodernes und vielseitig nutzbares Einsatzmittel für ihre unverzichtbare Arbeit zum Schutz der Menschen in Rheinland-Pfalz“, sagte Staatssekretärin Steingaß anlässlich der Übergabe.
Das Einsatzgebiet des Bootes erstreckt sich von Ingelheim bis Kaub. Dass das HLB in Bingen wirklich „gut aufgehoben“ ist, beweist, dass insgesamt 25 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden den benötigten Bootsführerschein haben. Außerdem gibt es bei der Binger Wehr vier Patentinhaber für das Führen der RPL 5 und drei Radarinhaber, die bei entsprechendem Wetter das Boot sicher durch das Binger Loch fahren können.
Das rund 15 Meter lange und bis zu 60 km/h schnelle Hilfeleistungslöschboot ist unter anderem mit einer Feuerlöschkreiselpumpe, zwei Schaummittelbehältern, einer Wärmebildkamera, einem Suchscheinwerfer, einem Faltkran und einem Teleskoplichtmast ausgestattet. Es ist bereits das fünfte Boot dieser Art, das durch das Land angeschafft wird. Ein Boot mit Standort in Karlsruhe/Germersheim wurde hälftig durch das Land und hälftig durch die baden-württembergische Seite finanziert, zwei weitere in St. Goarshausen und Remagen-Kripp vollständig durch das Land Rheinland-Pfalz.
Vor der offiziellen Indienststellung des HLB Bingen wird nun eine sechsmonatige Ausbildung an dem Hilfeleistungslöschboot durchgeführt, um das überwiegend ehrenamtliche Bootspersonal bestmöglich vorzubereiten.

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