Bekanntmachung

08.10.2026

Satzung der Stadt Bingen am Rhein über die förmliche Festlegung des Stadtumbaugebietes „Stadteingang West“

Der Rat der Stadt Bingen am Rhein hat aufgrund der §§ 142 u. 143 des Baugesetzbuches (BauGB) vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2414) zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.07.2026 (BGBl. I S. 226) m.W.v. 29.07.2026 in Verbindung mit § 24 Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz (GemO) vom 31.01.1994 (GVBl. 1994, S. 153) jeweils in der zurzeit gültigen Fassung in seiner öffentlichen Sitzung am 25.08.2026 folgende Satzung beschlossen:

§ 1 Festlegung des Stadtumbaugebietes

Nach Durchführung vorbereitender Untersuchungen im Sinne des § 141 BauGB, aufgrund des Stadtratsbeschlusses vom 26.09.2023 über den Beginn und nach ortsüblicher Bekanntmachung dieses Beschlusses am 25.01.2024, wird hiermit das Stadtumbaugebiet unter Bezeichnung  „Stadteingang West“ gemäß §171 b Abs. 1 BauGB förmlich festgelegt.

§ 2 Zweck der Satzung

Diese Satzung dient der Durchführung von Stadtumbaumaßnahmen in ihrem Geltungsbereich auf gesicherter gesetzlicher Grundlage.

§ 3 Geltungsbereich

Bestandteil dieser Satzung ist der Lageplan mit der genauen Abgrenzung des Geltungs­bereiches dieser Satzung.

Lageplan Geltungsbereich Stadtumbaugebiet:

Das festgesetzte Stadtumbaugebiet ist deckungsgleich mit dem Fördergebiet „Stadteingang West“ nach dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“. Es umfasst mit der abgegrenzten Fläche ein Gebiet von ca. 22,00 ha. Die nördliche Grenze des Geltungsbereiches bildet der Rhein, die westliche Grenze bildet die Nahe. In südliche Richtung reicht das Gebiet bis zu dem Bereich, in dem die Drususbrücke über die Nahe führt. Die östliche Grenze verläuft zunächst entlang der Dr.-Sieglitz-Straße bis zur Einmündung in die Schlossbergstraße, entlang des Burgumfeldes mit vorgelagertem Friedrich-Ebert-Platz, weiter entlang der Schlossbergstraße gen Westen, entlang der Stefan-George-Straße und in Verlängerung entlang der Gerbhausstraße unter Einbezug des Freidhofes und schließlich entlang des Fruchtmarktes entsprechend der Abgrenzung des Projektgebietes „Stadteingang-West“.

Das Satzungsgebiet umfasst folgende Grundstücke der Gemarkung Bingen-Stadt:

Flur 1:
37, 38/8, 38/17, 38/24, 38/28, 38/30, 38/32, 38/33, 38/34, 38/35, 38/37, 38/38, 38/39, 38/41, 38/42, 38/43, 38/44, 38/47, 38/48, 38/50, 38/51, 38/52, 38/53, 38/56, 38/57, 38/58, 38/59, 38/60, 38/61, 38/62, 38/63, 38/64, 38/65, 39/3, 39/6, 39/7, 39/8, 39/9, 39/10, 39/11, 39/12, 40/1, 40/2, 40/3, 40/4, 41, 42/1, 42/2, 43/1, 43/2, 52/1, 52/2, 99/4 teilweise, 303/1, 413/5, 413/6, 413/9, 413/10 teilweise, 610/2 teilweise, 610/6, 667/5, 667/7, 667/15, 669, 670/2, 671, 672/1, 673/1, 673/2, 674, 675, 676/3, 677, 710/2, 715/1, 715/3, 715/4, 715/5, 722/1, 723/1, 724, 727/3, 727/6, 728/3, 728/5, 748/1, 749/1, 750/3, 750/4, 750/5, 751/5, 751/6, 751/8, 751/10, 751/11, 751/12, 752, 753/1, 754/3, 754/4, 757/1, 758/3, 758/4, 761/4, 761/5, 761/6, 763/1, 763/2, 764/1, 765/6, 770/3, 770/4, 771/1, 772/3, 772/4, 773, 774, 775, 776/1, 776/2, 777/2, 777/3, 777/4, 778/3, 778/10, 778/12, 778/14, 778/15, 778/16, 778/17, 778/18, 778/19, 778/20, 778/21, 778/22, 778/23, 779/5, 780/4, 780/5, 781, 782/4, 782/5, 788/6, 788/11, 788/12, 788/14, 788/15, 792/1, 792/2, 797/3, 800/1, 800/2, 801, 802, 803, 804/1, 806, 807, 809/1, 809/2, 811/1, 813/5, 813/6, 814/1, 815/2, 815/3, 815/4, 815/5, 819/2, 819/3, 820/1, 822/1, 822/2, 823/3, 823/4, 825/3, 825/4, 825/5, 826, 827/1, 827/2, 828/1, 828/2, 829/1, 829/2, 830, 831/1, 831/2, 832, 833, 834, 835, 836, 842, 843, 844/1, 844/3, 847/5, 847/10, 847/11, 847/12, 847/14, 847/15, 849/2, 850/1, 850/2, 851, 852/1, 852/2, 911/6, 912/9, 912/10, 914/2, 914/3, 922/2, 923/4, 923/8 teilweise, 927/11 teilweise, 922/12 teilweise, 930/2, 934/8, 938/2, 938/3, 938/4, 938/5, 938/7, 938/9, 938/12, 938/13, 938/14, 938/17, 938/19, 938/20, 938/22 teilweise, 938/27 teilweise, 939/2, 939/4, 939/5, 942/3, 968/11, 996/6, 1004/2 teilweise, 1005/2, 1007/3, 1018/2, 1018/3, 1018/4 teilweise, 1021/4 teilweise, 1024, 1065/8, 1067/1, 1069/1, 1069/3, 1069/4,

Flur 2:
271/5, 271/9, 271/11, 271/12, 271/13, 272, 273, 274/3, 342/3, 383/4, 407/1 teilweise, 409,

Flur 8:
1/21

§ 4 Genehmigungspflichten

Die Genehmigungspflichten nach § 171 d BauGB sind ausgeschlossen.

§ 5 Befristung der Stadtumbaumaßnahme

Die Durchführung der Stadtumbaumaßnahme ist bis zum Ablauf des 31.12.2037 befristet.

§ 6 Inkrafttreten

Die Satzung tritt am Tage der ortsüblichen Bekanntmachung in Kraft.

Hinweise:
1. Modernisierungsrichtlinie
Im Rahmen des Programmes Wachstum und nachhaltige Entwicklung „Stadteingang West“ werden von der Stadt mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an baulichen Anlagen gemäß den Vorga­ben der „Richtlinie der Stadt Bingen am Rhein zur Förderung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an privaten Gebäuden innerhalb des Erneuerungsgebietes „Stadteingang West“ gefördert. Die Modernisierungsrichtlinie tritt zum Zeitpunkt der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes in Kraft und wird auf der Internetseite der Stadt Bingen unter https://www.bingen.de/leben/wohnen-in-bingen/staedtebaufoerderung/stadteingang-west veröffentlicht.

2. Frist für die Geltendmachung der Verletzung von Vorschriften
Es wird darauf hingewiesen, dass die Verletzung der in § 215 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 1 bis 3 BauGB bezeichneten Vorschriften nur beachtlich sind, wenn sie innerhalb von einem Jahr, und die Verletzung der in § 24 Abs. 6 Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz vom 31.01.1994 GVBl. S. 153 (GemO) in der derzeit geltenden Fassung innerhalb von einem Jahr seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Stadt Bingen unter Darlegung des die Verletzung begründenden Sachverhaltes geltend gemacht worden sind (§ 215 Abs. 1 BauGB, § 24 Abs. 6 GemO).

Stadtumbausatzung Stadteingang West             Modernisierungsrichtlinie Stadteingang West 

Bingen, den 23.09.2026
Thomas Feser
Oberbürgermeister
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