Vortrag in der Villa Rupertsberg am 23.9., 18 Uhr
14.09.2026
Wenn die Tochter des Münzmeisters den Sohn des Erzbischofs heiratet…
Das Netzwerk um die Binger Schöffenfamilie Heinsberg im frühen 15. Jahrhundert
Der Münzmeister Gerhard von Heinsberg kam um 1400 als Fremder nach Bingen.
Hier machte er nicht nur Karriere im Dienst des Mainzer Erzbischofs, sondern
begründete auch eine Binger Bürgerfamilie, die zeitweise großen Einfluss in der
Stadt und ihrem Umland hatte. Seine zahlreichen Kinder heirateten nicht nur in
städtische Schöffen- und Ratsherrenfamilien ein, sondern auch in den Ritteradel
der Umgebung, das Frankfurter Patriziat - und in die Familie des Mainzer
Erzbischofs Johann von Nassau. Am Beispiel dieses schillernden familiären
Netzwerks lässt sich zeigen, wie im spätmittelalterlichen Bingen die städtische
Gesellschaft und ihre Eliten "funktionierten" - und wie eng soziale Beziehungen und
politische Macht miteinander verflochten waren.
Auf Einladung der Historischen Gesellschaft Bingen e.V. stellt Dr. Hippchen damit
ein Kapitel aus seiner kürzlich erschienenen Dissertation vor, deren Drucklegung
auch dank finanzieller Unterstützung durch den Verein möglich wurde. Der Eintritt
zu der Veranstaltung ist frei.