Nach 12.000 Radkilometern wieder zu Hause

25.06.2025

Förderin und Heilpraktikerin Stephanie Dreyer, OB Thomas Feser, Anton Bellroth, Sonja Fehling und Marielle Becker (v. l.) bei der Begrüßung.

Oberbürgermeister Thomas Feser begrüßt Anton Bellroth

„Am 3. Januar 2025 habe ich Sie mit allen guten Wünschen in Richtung Australien verabschiedet, nun bin ich froh, Sie wieder gesund und munter in Bingen begrüßen zu dürfen“, so Oberbürgermeister Thomas Feser zu Anton „Toni“ Bellroth.
Dazwischen liegen rund 16.000 Kilometer (12.000 Radkilometer und wetterbedingte 4.000 Autokilometer), die der sportliche Senior Bellroth absolviert hat.
Im Uhrzeigersinn rund um den fünften Kontinent – und das für den guten Zweck. Denn für Anton Bellroth steht nicht die pure Abenteuerlust oder Selbstverwirklichung im Vordergrund, sondern der Wunsch denen zu helfen, denen es nicht so gut geht. Spenden für die Mainzer Kinderkrebshilfe zu sammeln, das ist die Intention, die ihn immer wieder antreibt. Ob zu Fuß zum südlichsten Punkt Europas, mit dem Rad zum Nordkap, rund um Island oder rund um Westeuropa, seit zwölf Jahren ist der inzwischen 71-Jährige aktiv unterwegs. Australien war nun das größte und längste Abenteuer, das er bestritten hat. Zur Unterstützung war dieses Mal seine Nachbarin Sonja Fehling dabei, die mit einem Mietwagen und Satellitentelefon ausgestattet, für die Logistik sorgte – und „nebenbei“ als freiberufliche Übersetzerin arbeitete.
„Jeder Tag war ein Abenteuer. Die Freundlichkeit der Menschen, die Vielfalt der Tierwelt – ob Schnabeligel, Kängurus, Dingos, Pinguine oder Krokodile, es war einfach faszinierend“, berichtet Bellroth voller Elan. Die 52-stündige Rückreise, die erst am Vortag beendet wurde, ist ihm nicht anzumerken.
Dass der „Binger Rucksack“, den er zur Abreise vom Oberbürgermeister geschenkt bekommen hatte, zu den wichtigsten Reiseutensilien gehörte, freute Thomas Feser ganz besonders. „Danke, dass Sie auch am anderen Ende der Welt für unsere Stadt Werbung gemacht haben“, so das Binger Stadtoberhaupt.
Große Freude gab es auch bei Marielle Becker, zuständig für die Spendenkommunikation der Mainzer Kinderkrebshilfe. Der „Spendentopf“ der Aktion ist im Moment mit knapp 4.000 Euro gefüllt, einige Gelder stehen noch aus. Sie dankte „Toni“ mit einem „Meenzer Frühstückskorb“, denn Fleischwurst gab es in Down under nicht.
Pläne für die Zukunft hat Anton Bellroth noch einige, wenn auch keine riesigen Radtouren mehr anstehen – „aber so lange es mir noch gut geht, möchte ich noch einiges sehen, es gibt ja schließlich auch andere Fortbewegungsmöglichkeiten“, so Anton Bellroth mit einem Schmunzeln.

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