Kunst, die verbindet
15.09.2026
Ein sonniger Streifzug über die 7. Skulpturen-Triennale in Bingen des Seniorenbeirats
! Pressemitteilung des Seniorenbeirats !
Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Ausflugswetter erlebte der Binger Seniorenbeirat eine tiefgründige Führung über die aktuelle Skulpturen-Triennale Bingen zum Thema „Verbindung und Zusammenhalt“.
Ein Führer mit fundiertem Fachwissen. Angeführt wurde die Gruppe von Daniel Altzweig, der bereits seit der geschichtsträchtigen Ausstellung von 2014 („Mensch und Maschine“) als erfahrener Kunst- und Museumspädagoge für die Triennale im Einsatz ist.
Altzweig leitete die Gruppe flotten Schrittes durch die Ausstellung am Rheinufer. Er glänzte dabei mit enormem Hintergrundwissen. Zu fast jedem Künstler präsentierte er spontan Fotos und Details von deren anderen bekannten Kunstwerken, um die aktuelle Arbeitsweise besser zu erklären.
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Ein Auszug der Führung im Überblick
- Martine Seibert-Raken: Die Künstlerin spricht von Visionen und formt daraus poetische „Hasendrahtwolken“. Ihr Werk besteht aus einem Edelstahlblech mit einer präzisen Öffnung. Es schafft eine Verbindung zwischen innen und außen. Je nach Lichteinfall wirkt die Skulptur völlig anders und entfaltet eine ganz eigene poetische Kraft.
- Sasha Kurmaz : Der ukrainische Künstler spiegelt in seinem Werk das Unrecht der aktuellen Realität wider. Er zeigt Fotos von Industriegebäuden und Bauwagen, die in Kirchen umgewandelt wurden. Ein mutiges Werk für den öffentlichen Raum! Altzweig erklärte den pikanten Hintergrund: Auf einem Bild ist Jesus auf einem Gabor-Schuh im Gespräch mit Moses zu sehen – und Gott höchstselbst habe ihn zum Heiligen erklärt.
- Thomas Judisch : Er stellt mit too many birds spannende Fragen in den Raum. Zudem lädt er mit den Elementen Brot, Salz und Wein zum Nachdenken ein. Seine Botschaft lautet: Es gibt auf der Welt viel mehr Dinge, die uns verbinden, als Dinge, die uns trennen.
- Emilia Neumann : Ihr monumentales Werk mit dem Titel UG.P I wiegt stolze 2,2 Tonnen. Die Skulptur bezieht sich direkt auf den Menschen und wirft einen wichtigen Blick auf die aktuelle Weltlage. Sie stellt die drängende Frage, ob die Welt überhaupt noch echten Zusammenhalt besitzt.
- Max Brück: Seine Installation Stand by me setzt auf die praktische Nutzung im Alltag. Die Besucher dürfen die vergrößerten Holzeisenbahn-Stecksysteme aktiv als Sitz- oder Klettermöglichkeit nutzen.
- Klasse Baumgartner (Kunsthochschule Mainz): Mit dem Projekt mein kann dein sein geht es um das Teilen und Tauschen. Die Passanten sind aufgerufen, aktiv zu werden und ihre eigenen Assoziationen zu Bingen kundzutun.
- Albrecht Genin: Sein Werk Verbindung zeigt die Suche nach Spiritualität, allerdings ganz ohne eine Verbindung zur klassischen Kirche – der Künstler hat im Leben viele Religionen ausprobiert. Seine Skulptur besitzt keine Arme. Das symbolisiert unsere Hilflosigkeit: Ohne Zusammenhalt sind wir Menschen absolut nichts.
- Thuy Tien Nguyen: Sie präsentiert eine Installation mit dem Titel Slicky slide for super strong spine. Inspiriert wurde das Kunstwerk durch ihre ganz persönlichen Rückenprobleme, weshalb sie unter anderem elastischen Memory-Schaum einsetzt.
- Menno Fahl: Seine Figuren wie Straßenfeger und Stadtvogel zeigen eine meisterhafte, bunte Verbindung aus Malerei und Bildhauerei.
Zum Ende des Rundgangs lenkte Daniel Altzweig die Aufmerksamkeit der sichtlich begeisterten Gruppe noch auf die prominenten Werke von Stefan Marx, Karsten Konrad und der weltbekannten Künstlerin Valie Export, deren Arbeiten den Binger Skulpturenweg perfekt abrunden.
Am Ende waren sich alle einig:
Ein wunderbarer, inspirierender Tag im Zeichen der Kunst des Seniorenbeirats!