Kunst, Begegnung und Zusammenhalt am Rhein
06.10.2026
7. Skulpturen-Triennale Bingen 2026 VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT endet nach fünf Monaten mit großer Resonanz und richtet den Blick auf 2029
! Pressemitteilung der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung Bingen !
Nach fünf Monaten Kunst im öffentlichen Raum ist die 7. Skulpturen-Triennale Bingen 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. Unter dem Leitmotiv VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT zeigte die Ausstellung seit ihrer feierlichen Eröffnung am 16. Mai 2026 insgesamt 24 Stationen am Binger Kulturufer und in der Innenstadt, in der Basilika St. Martin und der Kapuzinerkirche St. Laurentius.
Die diesjährige Triennale präsentierte Werke von 20 national und international renommierten Künstlerinnen und Künstlern einbezogen zwei Förderkünstlerinnen und ein Förderkünstler aus der Region. Viele Arbeiten wurden nicht nur betrachtet, sondern aktiv genutzt und in den Stadtraum eingebunden – von Max Brücks Skulptur über Lena Marie Emrichs „Gossip Chairs“ bis zu Haleh Redjaians Installation mit den von Bürgerinnen und Bürgern beschriebenen „Gedankenzetteln“ in der Kapuzinerkirche St. Laurentius.
„Unser Ausstellungskonzept ‚Verbindung und Zusammenhalt‘ bringt es auf den Punkt: Kunst schafft Räume für gesellschaftliche Themen, für Dialog – und dafür, Menschen zusammenzubringen. Mit der Triennale knüpfen wir Verbindungen, schaffen Begegnungen und stärken den Zusammenhalt an diesem Ort“, erklären die Kuratorin Sara Bernshausen und der Kurator Lutz Driever.
Bereits zur Eröffnung wurde deutlich, dass die Triennale bewusst außerhalb musealer Räume ansetzt: Das Kulturufer wurde über Monate hinweg zu einem Resonanzraum zeitgenössischer Skulptur – an einem Ort, an dem Menschen sich begegnen, spazieren, verweilen und miteinander ins Gespräch kommen.
Oberbürgermeister Thomas Feser und Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck würdigten bei der Eröffnung das langjährige Engagement der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung. Beide hoben die Bedeutung der Triennale als niedrigschwelligen Zugang zu Kultur, als Ort des Dialogs und als kulturellen Ankerpunkt mit überregionaler Ausstrahlung hervor.
Ein besonderer Schwerpunkt war der Auftakt eines neuen Förderprogramms der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung, das durch eine gezielte private Spende ermöglicht wurde. Emilia Neumann, Max Brück und BA Sela entwickelten neue Arbeiten, die unmittelbar auf Bingen und das Thema der Triennale Bezug nehmen. Das Programm bringt somit etablierte internationale Positionen – wie die kurz vor der Eröffnung verstorbenen Künstlerin VALIE EXPORT, und Michael Sailstorfer – mit jungen künstlerischen Stimmen in Dialog und ist bereits auf die kommende Ausgabe 2029 angelegt.
Auch die Kooperation mit der Kunsthochschule Mainz, Klasse Prof. Maximiliane Baumgartner und Gäste, setzte wichtige Impulse. Unter dem Titel „mein kann dein sein“ entstanden sieben partizipative Tauschaktionen mit den Besucherinnen und Besuchern: Verlorenes wurde gegen Gefundenes, Rheinblicke gegen andere Perspektiven, Landschaft gegen Interior oder Oberfläche gegen Oberfläche getauscht. So wuchs im Verlauf der Ausstellung ein assoziatives Archiv über Bingen und seine Umgebung.
Mit Schloss Balmoral in Bad Ems gewann die Triennale zudem einen weiteren starken Kooperationspartner: Der Balmoral-Stipendiat Sasha Kurnaz war mit einem eigenen Kunstwerk am Binger Rheinufer vertreten und erweiterte den Dialog zwischen regionaler Kunstlandschaft und international ausgerichteter Förderung. Die Veranstaltung „Salon radikal freundlich“ an den „Gossip Chairs“ von Lena Marie Emrich machte diesen Dialog unmittelbar erlebbar – als offenes Gesprächsformat über Kunst, Öffentlichkeit und ein respektvolles Miteinander im Stadtraum.
Das vielfältige Vermittlungs- und Begleitprogramm, Führungen sowie die Jungen Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler – Schülerinnen und Schüler Binger Schulen – machten die Werke an den Wochenenden kostenlos und niedrigschwellig erfahrbar. Zugleich stärkten sie den Austausch zwischen Kunst, Stadtgesellschaft und Gästen.
„Unter dem Motto VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT ist die 7. Skulpturen-Triennale zu dem geworden, was wir uns 2008 erträumt haben: Kunst draußen, offen und für alle“, sagt Maria Gleichmann-Pieroth für die Gerda und Kuno Pieroth Stiftung.
Unterstützt wurde die Triennale von der Stadt Bingen, Sponsorinnen und Sponsoren, Stiftungen sowie zahlreichen privaten Spenderinnen und Spendern.
Mit dem Ende der Triennale richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ausgabe im Jahr 2029 – und auf ein besonderes Jahr für die Region mit der Bundesgartenschau im Oberen Mittelrheintal.
Kuno Pieroth, Stifter und Ehrenvorsitzender, betont: „Die Triennale 2029 und die BUGA 2029 bieten eine großartige Chance, Bingen und den Rhein als Orte für Kunst, Kultur und Begegnung weiter zu stärken.“
Der Vorstand der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung dankt allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, dem Triennale-Team, den Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittlern sowie allen Partnerinnen, Partnern, Förderinnen und Förderern für ihr Engagement. Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, Bingen über fünf Monate hinweg zu einem offenen Ort für Kunst, Begegnung und Zusammenhalt zu machen.