Bingen liest zum zehnten Mal in Folge
09.03.2026
Die vhs Bingen feiert mit Bijan Moini zehn Jahre „Bingen liest ein Buch“
! Pressemitteilung der vhs Bingen !
Zum ersten großen Jubiläum der Veranstaltungsreihe beschäftigt sich Bingen dieses Jahr mit dem Rechtsruck in der Gesellschaft. Den Auftakt der Reihe machte am 5. März der Autor selbst mit einer Leseprobe und Diskussionsrunde zu seinem Buch „2033“ in den Räumen der vhs in Büdesheim.
Über 60 Gäste waren interessiert am Entstehungsprozess des Romans, vor allem jedoch an der zentralen Frage, die Autor Bijan Moini darin stellt: Wie sicher ist unsere Demokratie wirklich? Was kann man noch tun, wenn rechtsextreme Kräfte an der Macht sind? Bijan Moini arbeitet zur Zeit für die Gesellschaft für Freiheitsrechte und gibt Lesern seines Buches, sowie Gästen der Lesung Einblicke in eine juristische Sicht auf solche Fragen.
Im gemeinsamen Gespräch wird deutlich, was die Leser besonders interessiert: Wie realistisch ist ein Verbot der AfD? Bijan Moini kann keine eindeutige Antwort geben, erklärt aber ausführlich, warum die Frage so schwer zu beantworten ist und warum er gerade an einem großen Gutachten zur AfD mitwirkt. „Man würde ja auch keinen Mörder vor Gericht ziehen, wenn man sich nicht sicher wäre, seine Schuld auch beweisen zu können. Es gibt natürlich immer noch die Möglichkeit, dass diese Beweise nicht ausreichen.“
Wer den Roman schon gelesen hatte, konnte sich über Einblicke in die Gedanken des Autors freuen. Die Lesestellen Bijan Moini wählte Bijan Moini so aus, dass nicht zu viel vorweggenommen wurde und die Geschichte auch für all die Gäste spannend bleibt, die das Ende noch nicht kennen.
Zum Ende gab der Autor noch eine kleine Signierstunde und den Lesern die Möglichkeit, sich noch einmal persönlich mit Moini auszutauschen. Auch hier wird klar: Bingen ist absolut am Thema interessiert.
Die kommenden Veranstaltungen innerhalb der Reihe „Bingen liest ein Buch“ sind: Ein Themenabend am 19.03. in der Bücherei³. In einer Podiumsdiskussion zum Rechtsruck in Deutschland diskutieren unter anderem der Journalist und Autor Michael Kraske und die Künstlerin Victoria Porten über die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie. Am 24.03 gibt es im KiKuBi den Film „Je suis Karl“ zu sehen. Zum Abschluss diskutiert am 26.03. das Binger literarische Quartett bestehend aus Julia Löffler (Bücherei³), Sabine Kruesemer (Buchhandlung Herr Holgersson), Sören Heim (Journalist und Autor) und Tobias Strunk (vhs Bingen) noch einmal über den Roman „2033".
Weitere Informationen und Anmeldungen zu den folgenden Veranstaltungen unter: Tel. 06721-308850, Fax 06721-3088539, bzw. im Internet: www.vhs-bingen.de, E-mail: service@vhs-bingen.de.