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Grabstein des Ehrenbürgers Dr. Isaak Ebertsheim wieder lesbar

Di 07.03.2017 | Pressemitteilungen

Grabstein des Ehrenbürgers Dr. Isaak Ebertsheim Marieluise Prass von der Binger Friedhofsverwaltung und Hermann-Josef Gundlach, Vorsitzender des Arbeitskreises Jüdisches Bingen, am Grab des Binger Ehrenbürgers Dr. Isaak Ebertsheim

Mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft geht die Stadt eine Verpflichtung gegenüber dem / der Geehrten auf Dauer ein. Die Ehrenbürger haben sich schließlich dauerhaft gegenüber der Stadt und der Bürgerschaft Verdienste erworben. So auch der einzige jüdische Binger Ehrenbürger Dr. Isaak Ebertsheim (*1818 – +1901), im Volksmund Dr. Rüböl genannt. Er war nicht nur von 1878 bis 1906 Chefarzt des Binger Krankenhauses, sondern zeitweise auch der einzige Arzt in Bingen und Umgebung. Eine Tatsache, die wir uns heute nicht mehr vorstellen können. Bereits mehrfach wurde in der Presse über diese große Binger Persönlichkeit berichtet. Das Buch „Das Doktorshaus in der Binger Judengasse“ von Rudolf Frank, Enkelsohn von Dr. Ebertsheim, setzte der Familie und der Stadt Bingen ein literarisches Denkmal. Natürlich fehlt Dr. Ebersheim auch nicht in den Publikationen des Arbeitskreises Jüdisches Bingen (AKJB).

Ein Muss bei Führungen über den Binger jüdischen Friedhof ist jedesmal ein Halt am Grab von Dr. Ebertsheim. Dabei wurde in der Vergangenheit immer wieder von Besuchern die schlechte Lesbarkeit der Grabplatte bemängelt. Dieser Umstand ist einer Besonderheit von jüdischen Friedhöfen geschuldet. Auf jüdischen Friedhöfen darf grundsätzlich nichts verändert werden. Beim Besuch der Grabstätte von Dr. Ebertsheim durch Oberbürgermeister Thomas Feser und Hermann-Josef Gundlach, dem Vorsitzenden des AKJB, wurde vereinbart, sich an den Mainzer Rabbiner Ahron Ran Vernikovsky zu wenden. Er gab dankenswerterweise seine Zustimmung, den Grabstein zu reinigen.

Mitarbeiter des Binger Waldfriedhofs machten sich an die Arbeit und säuberten den Grabstein so, dass Besucher diesen künftig wieder gut lesen können. Marieluise Prass von der Friedhofsverwaltung überzeugte sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des AKJB vom guten Ergebnis der Arbeit. Seinen Dank für die Unterstützung übermittelte Gundlach Herrn Oberbürgermeister Thomas Feser, sowie Frau Prass und ihren Mitarbeitern.

Quelle: Arbeitskreis Jüdisches Bingen

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