Bingen swingt

BINGEN·SWINGT

Internationales Jazzfestival der Spitzenklasse - 28. - 30. Juni 2019

BINGEN·SWINGT

Newsletter Mai

„Keys“ mal klassisch! BINGEN·SWINGT präsentiert großartige Formationen rund um das klassische Pianotrio

Wenngleich unser Motto „Hammond & Keys“ ein Füllhorn an musikalischen Stilen beinhaltet, möchten wir mit BINGEN·SWINGT auch explizit einen Fokus auf die klassische Tastenkunst legen und haben Formationen geladen, die sich dem Piano „pur“ annehmen. Ob die lieb ge-wonnenen Boogie- und Blues-Klänge der Riverboat Shuffle oder eine ordentliche Brise von Romantik im Jazz, ob Pop- und Singer/Songwriter-Anleihen oder von allem etwas, das Kla-vier ist das zentrale Instrument, dem wir uns in diesem Newsletter widmen wollen.

Beginnen wir mit dem hierzulande wohl prominentesten Vertreter der Tastentalente in Sachen Jazz: Michael Wollny. Der international erfolgreiche Pianist wird beschrieben als Musik-Erfinder, als Querdenker und ja, auch als Sympathieträger, wobei sein Markenzeichen das Unberechenbare ist. Stets auf der Suche nach dem bisher Ungehörten und danach, das Unvorhergesehene selbstverständlich klingen zu lassen, dabei sich klanglich wie kompositorisch immer neu zu erfinden, das macht ihn zu einem »vollkommenen Klaviermeister« (FAZ) und zur »stärksten (Jazz) Musikerpersönlichkeit, die Deutschland seit Albert Mangelsdorff hervorgebracht hat« (Hamburger Abendblatt). In Bingen trifft er auf einen nicht weniger auParisien & Perianißergewöhnlichen Musiker: Émile Parisien. Der französische Saxofonist hat sich in den letzten Jahren zu einem der prägenden Jazzmusikern Frankreichs und darüber hinaus entwickelt. Egal wo er auftritt erntet Parisien Begeisterungsstürme. „Eine markante Stimme im zeitgenössischen Jazz” nennt die ARD ihn treffend und Arte Metropolis hört einen “Zauberer am Saxofon”, während die britische Times “Europas führenden Sopransaxofonisten” sieht und der Spiegel schlichtweg attestiert: „Ein Vergnügen, Émile Parisien bei seiner großen Kunst zuzusehen.”

Beide zusammen begleiten die SWR Kulturnacht am Festival-Freitag. Unter dem Titel "Jazz - do it" widmet sich die Kulturnacht dieses Mal dem Buch „But Beautiful. Ein Buch über Jazz“ des britischen Erfolgsautors Geoff Dyer, das der Moderator Thomas Friedrich Koch zum Anlass nimmt, Geschichte und Geschichten rund um den Jazz zu ergründen. Die SWR2 Kulturnacht „Jazz – do it!“ präsentiert Auszüge aus „But Beautiful“, musikalisch gespiegelt von Wollny und Parisien.

Reis Demuth WiltgenPianist Michel Reis, Bassist Marc Demuth und Schlagzeuger Paul Wiltgen zählen zu den bedeutendsten Jazzmusikern Luxemburgs. Noch auf der High School gründeten sie 1998 das Reis-Demuth-Wiltgen-Trio und wurden sogleich von Kritikern und Publikum mit großem Erfolg aufgenommen. Die drei Ausnahmetalente an ihren Instrumenten suchten und fanden im Laufe der Jahre die Zwischenräume neben den zahlreichen Klischees und Traditionen. Dort bewegen sich eingängige Themen, ansteckender Groove und vielschichtige Rhythmen wie in einem Mobile. Mittlerweile tourt das Trio durch die ganze Welt und tritt bei großen internationalen Jazzfestivals in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie in Westafrika auf. Ein perlendes, farbenreiches Klavier, ein treibend groovender Bass und ein tänzelndes, prickelndes Schlagzeug – geradezu gemacht für wunderschöne Abstecher in Sphären, die eigentlich dem Pop- oder Singer/Songwriter-Genre zugesprochen werden. Die drei Luxembur-ger erbringen den tönenden Beweis dafür, dass aus etwas Altem jederzeit etwas Neues entstehen kann.

Von den Medien wird sie als Star-Pianistin gefeiert. Younee, die Komponistin und Singer-Songwriterin hat sich nicht nur mit ihrem einmaligen und virtuosen Klavierspiel längst einen Namen gemacht. Mittels einer überwältigenden Improvisationskraft und der außergewöhnlichen Gabe, auch live auf einem klassischen Fundament spontan und frei zu improvisieren und komponieren, definiert Younee ihre ganz eigene Stilart: Free Classic & Jazz.

Bis zum letzten Ton passiert alles intuitiv, spontan, unerwartet, ohne in kitschige Gefilde oder in eine Virtuosität um der Virtuosität willen abzugleiten. ‚That’s me, das bin ich!’ meint die inzwischen in Bayern lebende Younee. Die Art und Weise, wie Younee ihre Musik live für ihr Publikum darbietet, ist nicht nur äußerst charmant, es ist jedes Mal als würde sie ihre Musik nochmals neu erfinden. Diese Frau kann einem ganz schön den Kopf verdrehen. Männern, wie Frauen, jungen und älteren Leuten! Vor allem aber allen, die gern Musik hören. Welche Musik, hört man sofort innerlich die Fragen nach der Einordnung anklingen. Ab dann wird es kompliziert! Younee, die klassisch ausgebildete koreanische Pianistin, spielt – fast – alles. Rachmaninoff, Chopin, Blues und Jazz, poppige Melodien und Beethoven. Sie arbeitet sich von Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“, Debussy und Bizet, bis hin zu Beethovens Fünfte lustvoll an großen Vorlagen ab und übersetzt diese mit leidenschaftlicher Strahlkraft in Blues-Skalen, lässt sie in Off-Beats neu leuchten oder löst sie überraschend in frischen und frechen Jazz-Harmonien auf.

Ein weiterer Name hoch oben auf der Bestenliste des Jazz ist der des israelischen Pianisten Omer Klein. Vom Spiegel als „internationaler Star“ bezeichnet kreiert Omer Klein originelle, aufregende und sehr persönliche Musik, die die New York Times als „grenzenlos“ beschreibt und die Süddeutsche erklärt: „Klein zeigt mit seiner Schnelligkeit, Fingerspitzengefühl, Raffinesse und Kreativität, dass er zu der kleinen Gruppe der Meisterpianisten gehört.“

Es ist die Verbindung aus einzigartigem erzählerischem Talent und einer makellosen harmo-nischen Präzision, die Klein mühelos von romantischer Melancholie zu einem Groove mit robustem, fast funkigem Swing wechseln lässt - was er zusammen mit seinen langjährigen Mitstreitern Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler am Schlagzeug bis zur Perfektion zelebriert. Der Jazzpianist und seine ebenfalls aus Israel stammenden Bandkollegen zählen nicht nur zu den versiertesten Jazzmusikern dieser Zeit – sondern ebenso zu den neugie-rigsten. Ihr Ziel ist es, auf Basis des Jazz Stilgrenzen zu überwinden, bis auch der Letzte merkt, dass Jazz kein „Four-Letter-Word“ und schon gar nicht elitär ist, sondern oft wagemu-tiger als vieles, was einem auf den Spielfeldern Indie, Rock, Hiphop oder Pop begegnet. Das Omer Klein Trio lädt jeden ein, der Neugier auf neue Klänge verspürt, mit einer breiten Um-armung, in die Fans eines jeden Genres passen.

Nicht ganz so „pur“ dafür eher klassisch geht es mit unserer Riverboat Shuffle auf dem Was-ser zu. Musikalisch gestalten hier die Thomas Scheytt Boogie Connection und das Romeo Franz Ensemble die Reise durch das romantische Mittelrheintal.

Thomas Scheytt gilt als „einer der besten zeitgenössischen Boogie- und Blues-Pianisten. Er verbindet in seinem Spiel hohes pianistisches Können mit einer unglaublichen, tiefempfundenen Ausdrucksvielfalt“, so konstatiert das Jazzpodium – und mit Recht! Preise wie der Audience Award des SWR, der Freiburger Musikpreis sowie der German Blues Award 2015 – diesen gleich zwei Mal in den Kategorien Bestes Piano und Bestes Duo - bezeugen, dass der Mann an den Tasten eine ausgereifte Spielkultur und ungewöhnliches Feeling an den Tag legt. Seine Fans wissen: sein pianistisches Können und der volle Körpereinsatz sind ein Garant für musikalische Sternstunden in Sachen Blues und Boogie.

Ebenfalls auf dem Boot sind die musikalischen Reisebegleiter des Romeo-Franz-Ensembles

Ihr Musikstil kommt dem des „Hot Club de France“ mit Stéphane Grapelli und Django Rein-hard nahe und ist dennoch eigenständig. Das Repertoire ist sehr breit gefächert, Swing, Jazz der 30ger, 40ger, 50ger Jahre, Latin, Walzer, ungarische Folklore und viele eigene wunder-schöne Kompositionen. Gipsy-Jazz vom Feinsten – feinfühlig und feurig, freudig-fetzend und traurig-schwermütig – präsentieren die leidenschaftlichen Musiker mit ihrem abwechslungs-reichen Repertoire. 

Vorverkauf:

3-Tages-Ticket: 26 €, erm.* 20 € (Freitag, Samstag, Sonntag), zzgl. VVK-Gebühr

1-Tages-Ticket: 18 €, erm.* 15 € (Freitag oder Samstag,) zzgl. VVK-Gebühr

1-Tages-Ticket: 15 €, erm.* 13 € (Sonntag), zzgl. VVK-Gebühr

Kinder bis 13 Jahre: frei

Sonderticket LBT & Jan Felix May am Freitag: für Jugendliche bis 18 Jahre, Auszubildende und Studenten: 6 €

Riverboat-Shuffle: 44 € / für Inhaber eines BINGEN·SWINGT-Tickets: 39 €, zzgl. VVK-Gebühr

Ausstellungseröffnung Fr, 28.6., 17.30 Uhr: freier Eintritt

Weinprobe (Haferkasten): 19,50 € pro Person (nur mit Voranmeldung), zzgl. VVK-Gebühr

Weinwanderung: 24 € pro Person (nur mit Voranmeldung), zzgl. VVK-Gebühr

 Erhältlich in der Tourist-Information Bingen und unter www.adticket.de

 Abendkasse:

3-Tages-Ticket: 30 €, erm.* 26 € (Freitag, Samstag, Sonntag)

1-Tages-Ticket: 22 €, erm.* 18 € (Freitag oder Samstag)

1-Tages-Ticket: 17 €, erm.* 13 € (Sonntag)

Kinder bis 13 Jahre: frei

Riverboat-Shuffle: 44 € / für Inhaber eines BINGEN·SWINGT-Tickets: 39 €

Erhältlich an allen Einlassstellen auf dem Festivalgelände