Bingen swingt

BINGEN·SWINGT

Internationales Jazzfestival der Spitzenklasse - 28. - 30. Juni 2019

BINGEN·SWINGT

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Wenn Grenzbereiche zum Entdecken laden: BINGEN·SWINGT vom 28. bis 30. Juni 2019 zeigt, dass der Jazz perfekt musikalische Brücken schlagen kann!

Kaum ein anderes Genre ist musikalisch nach allen Seiten so aufgeschlossen wie der Jazz. Da kommen Latino-Anklänge ebenso daher, wie Techno, Pop oder Downbeat und von Duo-Formationen bis hin zu großen Bigbands ist alles möglich.

Schon fast von Tradition kann man bei Techno in Bingen sprechen. Die Jazzrausch Bigband hat in den letzten zwei Jahren bereits eine ordentliche Fanbase am Rhein-Nahe-Eck aufgebaut. Dieses Mal ist es keine Bigband, sondern das LBT Trio oder auch Leo Betzel Trio, das in ausdauernder Höchstleistung beweist, dass „hand made“ Techno die vielgepriesene Elektronik in keinster Weise vermissen lässt. Sie haben das Prinzip der Verbindung von Jazz und Techno noch konsequenter umgesetzt und so wundert es nicht, dass sowohl Pianist Leo Betzel als auch Bassist Maximilian Hirning und Schlagzeuger Sebastian Wolfgruber ebenfalls zur Stammbesetzung der Jazzrausch Bigband gehören. Mit atemberaubender Kondition heizen die drei ihrem Publikum ein und die Beats gehen ordentlich unter die Haut!

Jan Felix MayVon kreativem Überdruck spricht die Presse auch bei dem Mainzer Pianisten Jan Felix May. Er gehört zu der Generation, die keine Berührungsängste kennt und versteht es, „die kalte Virtuosität von Poprock und Fusion mit Wärme zu entschärfen und den eckigen Rhythmen eine zeitgenössische Richtung zu geben.“ [Andrian Kreye, SZ] Dabei ist seine kompositorische und spielerische Präzision gespickt mit innovativem Gestaltungswillen und Humor. Der junge Pianist und Komponist weiß, wie man ausgeklügelte Musik so attraktiv gestalten kann, dass sie neben hartgesottenen Spezialisten auch viele andere offene Ohren aus unterschiedlichen Generationen erreicht.

Eher reduziert kommt das Max Hitschfel/Alex Funk-Duo daher – allerdings nur personell! Sie begeben sich auf eine musikalisch recht riskante Reise, wenn sie als Piano-Formation ohne harmonisch verbindenden Bass zwischen Klavier und Schlagzeug die Grenzen von Pop und Jazz zu downbeat-lastigen Grooves ausloten. Es ist eine abenteuerliche Reise und so haben sie sich den Hund Laika zum Paten genommen, der 1958 als erster seiner Art mit dem Satelliten Sputnik 2 ins Weltall startete, und ihre erste Platte Laika’s Journey genannt. Eine Reise zu den innovativen Klangflächen des modernen Jazz!

Mit einer gehörigen Portion Latin mischt Puento Latino ihren Jazz. Die lebensfrohe und energiegeladene Musik des Septetts mit Musikern aus Ecuador, Kolumbien, Kuba, Polen und Deutschland spiegelt die individuellen musikalischen Einflüsse der Bandmitglieder wider und verleiht dieser außergewöhnlichen Combo dadurch einen ganz innovativen und prägnanten Stil. Afro-karibische Rhytmen verbreiten eine einzigartige Atmosphäre wobei die mitreißende, tanzbare Musik eine gekonnte Mischung aus eigenen Kompositionen moderner Songs, Salsa, Latin Jazz, Cha-Cha-Cha und Bolero sowie Klassikern von Buena Vista Social Club, Celia Cruz oder den Fania All-Stars ist. Die mitreißende Bühnenshow garantiert, dass niemand die Füße stillhalten kann.

Echoes of SwingWenn man bereits seit 20 Jahren zusammen spielt, seit 20 Jahren zusammen reist und 20 Jahre Erlebnisse teilt, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass diese Gruppe sich blind versteht: Echoes of Swing. Ohne jede museale Nostalgie schöpfen die vier Musiker beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten. Das 'Great American Songbook' und die meisterlichen Aufnahmen vorväterlicher Helden bilden den fruchtbaren Humus für die Kreativität des Quartetts, die sich in verblüffenden Arrangements, virtuosen Solobeiträgen und ausdrucksstarken Eigenkompositionen niederschlägt und von profunder Kenntnis der Musikgeschichte zeugt - jeder Takt von erlesenem Geschmack! Doch so „sophisticated“, so intellektuell durchdacht alles ist, so wenig wird das Entertainment alter Jazz-Schule vergessen. Stil, Eleganz, Finesse, Improvisationsfähigkeit und Humor hat dieses Ensemble nach zwanzig gemeinsamen Wanderjahren zur Perfektion gebracht.

Wer es lieber doch traditioneller mag, wird bei BINGEN·SWINGT ebenso auf seine Kosten kommen! Das Axel Schmitt Quartett präsentiert zeitlose Melodien des Golden Age of Jazz. Inspiriert durch die legendären Soundgiganten Lester Young, Stan Getz und Ben Webster verbindet sich der Tenorsaxophonist Axel Schmitt schnell mit den Herzen seiner Zuhörer. Der Bandsound fährt ordentlich in die Beine und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Gleiches kann man von unseren Lokalmatadoren sagen: die Boehringer Ingelheim Big-Band! Unter neuer Leitung von Sven Hack spielen 20 jazzbegeisterte Freizeitmusiker Big Band Arrangements und Klassiker verschiedener Stilrichtungen. Mit Recht ist die Presse voll des Lobes und spricht von „Jazz für musikalische Feinschmecker“, von „mitreißender Mu-siksound“ und „Swing und Jazz mit Schnippfaktor“. Mit viel Spaß spielen die Musiker, was das Zeug hält und präsentieren einen Sound, der Jung und Alt gleichermaßen entfacht: energiegeladen, mitreißend und voller Swing. Unterstützt wird die Band durch die sympathi-sche Sängerin Silvia Willecke, die mit ihrer vollen Stimme die Big-Band komplettiert. Die Boehringer Ingelheim Big-Band lädt Sie ein, zusammen einen schönen Sommerabend am Rhein-Nahe-Eck zu verbringen.

South West Oldtime all StarsUnd auch zum Abschluss unserer diesjährigen Ausgabe von BINGEN·SWINGT wird es mit den South West Oldtime All Stars feat. Trevor Richards am Sonntagnachmittag traditionell. Sie haben sich den sogenannten Hot5/Hot7 verschrieben, was Aufnahmen von Louis Armstrong sind, die in verschiedenen Besetzungen zwischen 1925 und 1928 als reine Studi-oproduktionen eingespielt wurden. „Satchmo“ ging also mit dieser Formation nie auf Tour. Die South West Oldtime All Stars haben sich diesen Klassikern (West End Blues, King of the Zulus, Cornet Chop Suey, Struttin' with some barbecue, Mahagony Hall Stomp u.v.m.) ange-nommen und hauchen Ihnen neues Leben ein, musikalisch auf allerhöchstem Niveau und nicht nur für Freunde des New Orleans Jazz ein echter Ohrenschmaus!