Bingen swingt

BINGEN·SWINGT

Internationales Jazzfestival der Spitzenklasse - 28. - 30. Juni 2019

BINGEN·SWINGT

„hammond & keys“

Das Motto „hammond & keys“ ist eindeutig! BINGEN·SWINGT widmet sich in diesem Jahr mit besonderer Aufmerksamkeit der elektromechanischen Orgel und ihrem typischen Sound!

Sie wurde Anfang der 1930er Jahre als Ersatz für die Pfeifenorgel erfunden und zog schnell über Gospelgemeinden in den Blues, Soul, Jazz und letztendlich auch in die Rockmusik ein: die Hammondorgel. Besonders populär war sie in den 1960er und 70er Jahren und versah Bands wie Procol Harum, Emerson, Lake and Palmer, The Stones, Medeski, Martin & Wood und viele mehr mit ihrem unverwechselbaren Klang. Und neben expliziten Jazzorganisten wie Lou Bennett, Jimmy Smith oder Dr. Lonnie Smith entdeckten auch viele Jazzpianisten wie Larry Goldings, Wild Bill Davis und Carla Bley das Instrument für sich, gefolgt von dem Boom, den die Hammond erneut Anfang der 90er durch Joey DeFrancesco und ja, auch einen Helge Schneider erlebte.

Barbara Dennerlein und Elmar RomeroEbenfalls zur Renaissance der Hammond hat die unverwechselbare Musikerin Barbara Dennerlein beigetragen. Sie gehört zum erlauchten Kreis der deutschen Künstler mit internationaler Reputation und präsentiert sich als extrem kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazz-Musikern, wodurch sie zur Protagonistin ihres Instrumentes wurde. Weit über die eingeschworene Jazzgemeinde hinaus ist sie eine feste Größe wegen ihrer weltweit gefeierten, spektakulären Live-Auftritte mit ihrer Hammond-B3-Jazzorgel und zahlreichen Einspielungen. Geehrt mit Preisen und Auszeichnungen für ihre Veröffentlichungen, geht es ihr vor allem um den unmittelbaren Kontakt mit ihrem Publikum. Mit dem argentinisch-spanischen Gitarristen ROMERO und dem deutschen Allround-Drummer Elmar Frey gehört Dennerleins Konzert in die „To Do“-Liste eines jeden eingefleischten Jazzliebhabers!

EndOrgNicht weniger internationalen Ruhm genießt Johannes Enders. Der aus dem oberbayerischen Weilheim stammende Saxophonist gehört zu den – im wahrsten Sinne des Wortes – Großen des Jazz und kann auf eine lange Liste von internationalen Preisen und Auszeichnungen schauen. Nach Bingen kommt er mit seinem neuformierten Orgel Trio EndOrg und begibt sich mit dem slowenischen Organisten Renato Chicco und dem spanischen Schlagzeuger Jorge Rossy auf die Suche nach einer ganz eigenen Klangästhetik. Die drei Protagonisten sind tief in der Jazztradition verwurzelt, doch offen für Einflüsse verschiedenster Coleur. Alle drei sind „Big Players“ der globalen Jazzszene, ihre Zusammenarbeit mit Musikern wie Nils Petter Molvaer, Billy Hart, Freddie Hubbard, Wynton Marsalis und Brad Mehldau unterstreicht diese Internationalität.

Raphael Wressnig ist durch sein einzigartiges, druckvolles Spiel auf der Original Vintage Hammond zum Inbegriff des zeitgenössischen Hammond B3-Organisten geworden. Und so wundert es nicht, dass sein Mix aus Soul, Funk, Blues und Jazz, mit enormem Drive, Kreativität und Leidenschaft in den Medien ein reichhaltiges Echo findet. So schreibt die Jazzthing vom „momentan coolsten Hammond-Master“, das DownBeat Magazine verlangt „Call him one of the finest blues/jazz/soul B-3 operators anywhere" und fünf Mal wurde der steirische Musiker bereits beim Critics Poll der Jazz-Bibel DownBeat als „Best Organ Player of the Year“ nominiert. Seine Missionstätigkeit in Sachen Soul, Funk, Jazz und Blues führt ihn seit mittlerweile zwei Jahrzehnten durch die ganze Europäische Union, Russland, den mittleren Osten, Afrika, Asien, die Karibik, Nord- und Südamerika. In Bingen macht er mit seine Band The Soul Gift Band Station und verspricht ein musikalisches Feuerwerk, das kein Tanzbein stillstehen lässt.

Organ ExplosionOrgan Explosion hat das Instrumentarium der 70er Jahre aus Omas Keller gekramt, um diese Lieblinge mit Zuckerbrot und Peitsche zu behandeln. Voller Leidenschaft wurden analoge Soundkästchen und Instrumente entstaubt und verlötet, um dann ordentlich in die Tasten zu greifen. Vor allem in die der legendären Hammondorgel B3, eines Wurlitzer E-Pianos und eines mythischen Moogs. Aus diesen Zauberkisten holt Keyboarder Hansi Enzensperger alles an drastischen Sounds und knackig-geilen Grooves raus, was drin steckt - und noch ein bisschen mehr. Selbiges verdoppeln und verdreifachen Bassmann Ludwig Klöckner und trommelnder Wirbelwind Manfred Mildenberger mit hochenergetischen Funk- und Fusioneinflüssen. Das Trio verwandelt den Klang der alten Kameraden zu einem explosiv–freshen Sound. „Melodien für Millionen“ mit dem Sexappeal des Funks, der Kreativität des Jazz, dem Dreck des Blues und der Krassheit des Punks, um bei denen vor der Bühne nahezu unweigerlich heftiges Kribbeln im Bauch und den Füßen auszulösen.

Matthias BublatzGleich mit einer 17-köpfigen Bigband im Gepäck reist Pianist, Organist, Komponist und Arrangeur Matthias Bublath nach Bingen. Sein neues Projekt, die „Eight Cylinder Bigband“, ist besetzt mit den besten Musikern der süddeutschen Jazz-Szene und präsentiert eine explosive und spannende Mischung aus Funk, Soul, Blues und Latin Jazz. Hochkarätige Solis-ten, knackige Bläsersätze und die in den ungewöhnlichsten Klangfarben erstrahlende Hammond B3 Orgel – manchmal selbst schon als Bigband bezeichnet - kommen in den ausgefeilten Arrangements des Bandleaders hervorragend zur Geltung. Die melodiestarken Eigenkompositionen wagen ungewöhnliche Stilwendungen und Klangkombinationen, ohne den Bezug zum klassischen Hammond-Sound zu verlieren und das Fußpedal seiner B3 liefert ein kraftvolles Fundament, das für seine Band und die Zuschauer tonangebend ist.