Bingen swingt

BINGEN·SWINGT

Internationales Jazzfestival der Spitzenklasse - 28. - 30. Juni 2019

BINGEN·SWINGT

Newsletter April

Beim diesjährigen Motto von Bingen swingt „hammond & keys“ vom 28. bis 30. Juni 2019 gehen auch „keys & voices“ eine mehr als glückliche Allianz ein!

Wenn Gesang im Spiel ist, eignet sich kaum eine Instrumentengruppe besser, den passenden Rahmen zu bilden, als die „keys“. In zig Klangfarben kommt sie daher und bereitete den Boden für die unterschiedlichsten Stilrichtungen. Mal klassischer Modern Jazz, mal im Latin-Gewand, mal groovig-rockig oder gleich mal alles auf einmal, die „keys“ sind ein treuer Begleiter und Träger bei Musik, die unter die Haut geht.

Bei dem Sänger, Pianist und Komponisten Raphael Jost schlägt jedes Herz höher, das bereits einem Frank Sinatra oder Bing Crosby verfallen ist. Der junge Mann mit der eingängigen Stimme am Klavier ist ein feinsinniges und gewitztes Genie, was seine eigenen Kompositionen betrifft, aber ebenso liebt er Standards, die er zusammen mit seiner hervorragenden Band um ehrliche Pop-Elemente bereichert. Für Bingen hat er seine neue CD «Moosedays» im Gepäck, wobei der Titel sich einerseits auf die Aufnahmetage im Tonstudio in Schweden bezieht, das sich am Rande einer Siedlung von Göteborg am Älgvägen (Elchweg, Elch = Moose)) befindet. Andererseits steht er für ganz bestimmte Tage, an denen eine momentane Gemütsverfassung den Grundstein für einen Song legt. Dass diese Songs mitreißend und herzerwärmend sind, wird Jost am Festival-Samstag unter Beweis stellen.

Ebenfalls als Publikumsliebling gilt Sängerin und Pianistin Sarah McKenzie. Als Garant für anspruchsvolle und doch mitreißende Kompositionen ist die gebürtige Australierin auf den großen Bühnen dieser Welt zuhause. (Bereits Michael Bublé erkannte ihr Talent und nahm sie mit auf Tour.) Mit jugendlichem Verve gibt sie sich den ewigen Melodien eines Duke Ellington, eines Irving Berlin und eines Johnny Mercer hin, liebt die Songs einer Shirley Horn und Joni Mitchell und verknüpft in ihren eigenen Liedern Blues und Jazz mit einer gehörigen Portion Individualität. Fest davon überzeugt, dass Jazz der Pop der Zukunft sein wird, ist dieses Juwel der Australischen Jazzszene ihre beste Botschafterin!

Kommt man in den Genuss eines Konzerts von Lily Dahab, sollte man sich besser darauf vorbereiten, eine Reise der Generationen durch ihre Musik zu machen. Geboren in Südamerika, Enkelin syrischer und türkischer Immigranten und viele Jahre in Spanien gelebt - diese starken Einflüsse sind in der Musik Lily Dahabs nicht zu überhören. In ihren lateinamerikanischen Songs und Eigen-kompositionen, die immer auch mit den Farben des Jazz spielen, kann man sich oft in den starken perkussiven Rhythmen des Mittelmeers verlieren und ihre Stimme besticht durch mühelose Intonationssicherheit gepaart mit kristallklarem, transparentem Ausdruck. Von zarter Schwermut bis zu betörendem Feuer, von arabeskem Schweifen bis zu delikater Innigkeit wandelt sie sich manchmal innerhalb weniger Takte. Kein Wunder also, dass sie als „Göttin am Mikrophon“ bezeichnet wird und ihr nachgesagt wird: „Wenn diese Musik Mainstream wäre, wäre das Land, in dem wir leben ein weit besseres!”

Dass Musik über Grenzen hinweg Menschen verbindet, ist ebenso die zentrale Botschaft der Sängerin Menna Mulugeta. Bereits im letzten Jahr zum Tag der Partnerstädte in Bingen bringt sie als federführende Initiatorin eine Band aus der Stadt Prizren als starke Begleitung ihres eigenen musikalischen Könnens mit. Geprägt durch stilistische Flexibilität, eine extrem große Klangpalette und beein-druckende Virtualität, ist sie perfekte Mittlerin zwischen den Welten.

Von Mittlerin zwischen den Stilen kann man bei Béatrice Kahl sprechen. Die niedersächsische Pianistin, Keyboarderin und Arrangeurin ist seit vielen Jahren als Live-und Studiomusikerin mit verschiedenen Bands und Solokünstlern on tour. Unter dem Namen b.groovy vereint sie nun ihre eigenen Formationen unter einem gemeinsamen Dach. Dabei ist der Name Programm: groovig-dezente, jazzy Lounge-Music, Soul- & Partymusik sowie konzertantes Hörerlebnis – alles kein Problem für Béatrice Kahl und ihre erlesenen Vollblutmusiker. Für Bingen Swingt ist die begnadete Sängerin Svenja Schmidt Teil der Musikerfamilie. Ihre warme, rauchig-soulige Stimme und ihre charismatische Ausstrahlung zieht jeden Zuhörer direkt in ihren Bann.

Wenn man vom Breuer Hermenau Quartet redet, kommt man nicht umhin, die unnachahmliche Power der Frontfrauen zu erwähnen. Das Projekt der Saxo-phonistin Carolyn Breuer und der Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau zeigt die Stimme oftmals nicht als klassischen Träger von Lyrik, sondern als gleichberechtigtes Instrument neben dem Saxophon. Sie selber nennen ihre Formation mit Bassist Peter Cudek und Schlagzeuger Christian Lettner „gemischtes Doppel“ und die fantasievollen Eigenkompositionen der mehrfach prämierten Münchner Ausnahmemusikerinnen zeigen eine elegante Musik, die voller Poesie aber auch Kraft steckt.

Wir können nicht anders als der Stimme als äquivalentes Instrument auch die Stimme ganz ohne Instrument an die Seite zu stellen und haben ins Festival-Programm trotz des Mottos „hammond & keys“ gleich zwei reine A Cappella Gruppen „geschmuggelt“: Mænnersache und Vocal Sampling. Und dabei wird gleich beim ersten Bandnamen ganz klar: Gesang ist nicht allein Frauensache! Die vier jungen und sympathischen Männer aus Osnabrück machen A Cappella Musik der Extraklasse. Dabei sprechen sie nicht nur mit ihren individuellen und außergewöhnlichen Stimmen an, sondern ziehen mit ihrem Witz und unwiderstehlichem Charme jeden Zuschauer in ihren Bann. Bei diversen Contests stellte Mænnersache ihr Können bereits unter Beweis und errang dabei, neben dem begehrten Publikumspreis beim „German A Cappella Contest“, mehrfach Silber in den Kategorien Comedy und Pop beim „Internationalen A Cappella Festival“ in Graz. Auch im TV konnte Mænnersache bereits überzeugen und gewann als bester Showact das SAT.1 Format: „It´s Showtime – das Battle der Besten“. Die gesangliche, sowie menschliche Harmonie dieser vier Sänger ist beispiellos und bildet das atmosphärische Fundament für große solistische Momente.

Vocal Sampling hingegen muss man zu den außergewöhnlichsten Acts weltweit zählen. Diese sechsköpfige – Latin-Grammy prämierte - kubanische A-Cappella Gruppe vermag es ausschließlich mit Klängen aus Mund & Händen das gesamte tonale Spektrum einer ausgewachsenen Salsa-Formation abzudecken. Sie klingen wie ein ganzes Latin-Orchester mit Perkussion, Bläsern und allem was dazugehört. Tatsächlich aber sind ihre Stimmbänder das einzige Instrument, das diese sechs Herren benutzen. Dieses Können führte sie an die renommierten Konzertorte der Welt, vom Montreux Jazzfestival in die Royal Albert Hall nach London, von der Esplanade Hall Singapore bis ins New Morning Paris, vom Opera Theatre in Tel Aviv bis zum Hollywood Bowl nach L.A. In Quincy Jones Worten: „They are the real deal!“

Zum Thema „voices“ gehört natürlich auch der sonntägliche Gospel-Act, der immer wieder den Abschlusstag einleitet. Dieses Jahr zeigen die Temptation Gospel Voices aus Worms auf der Rhein-Nahe-Eck-Bühne ein einfühlsames wie mitreißendes Programm. Die tiefsinnigen und ausdrucksstarken Lieder des kleinen, aber stimmgewaltigen Chores, teilweise sogar aus eigener Feder und auf Basis eigener Erfahrungen entstanden, schaffen berührende Momente und versetzen die Zuhörer stets in eine fröhliche Stimmung. Das umfangreiche Re-pertoire der Temptation Gospel Voices umfasst traditionelle und moderne, besinnliche und beschwingte Gospelsongs in deutscher und englischer Sprache. Insbesondere die „Neuauflage“ und „Modernisierung“ altbekannter Kirchenlieder haben sie sich auf ihre Fahne geschrieben und überraschen durch neu Klänge und Rhythmen.

Zu guter Letzt aber immer fester Bestandteil unseres Programms ist eine Band, die die Festen unserer Burg Klopp zum Wanken bringt: Jammin’Cool! Das Er-folgsrezept dieser außergewöhnlichen Coverband besteht in der Kombination von U.S. amerikanischen Sängerinnen und Sängern, die stets für ein Höchstmaß an Authentizität sorgen, sowie routinierten Musikern um Bandleader Heiko Schulz. Ursprünglich Pianist und Sänger hält er bis heute alle Fäden in der Hand und steuert von Mainz aus die vielschichtigen Aktivitäten dieser Formation. Kurz: Die beste Musik. Die besten Songs! 20 Jahre Bühnenerfahrung, leidenschaftliche Musiker und charismatische Frontsänger performen die Songs, die in dein Herz treffen und dich garantiert zum Tanzen bringen. Vom ersten Moment bis zur Zugabe. Soulig, funkig und rockig - Songs, die bewegen!

Vorverkauf:

3-Tages-Ticket: 26 €, erm.* 20 € (Freitag, Samstag, Sonntag), zzgl. VVK-Gebühr

1-Tages-Ticket: 18 €, erm.* 15 € (Freitag oder Samstag,) zzgl. VVK-Gebühr

1-Tages-Ticket: 15 €, erm.* 13 € (Sonntag), zzgl. VVK-Gebühr

Kinder bis 13 Jahre: frei

Sonderticket LBT & Jan Felix May am Freitag: für Jugendliche bis 18 Jahre, Auszubildende und Stu-denten: 6 €

Riverboat-Shuffle: 44 € / für Inhaber eines BINGEN·SWINGT-Tickets: 39 €, zzgl. VVK-Gebühr

Ausstellungseröffnung Fr, 28.6., 17.30 Uhr: freier Eintritt

Weinprobe (Haferkasten): 19,50 € pro Person (nur mit Voranmeldung), zzgl. VVK-Gebühr

Weinwanderung: 24 € pro Person (nur mit Voranmeldung), zzgl. VVK-Gebühr

Erhältlich in der Tourist-Information Bingen und unter www.adticket.de

Abendkasse:

3-Tages-Ticket: 30 €, erm.* 26 € (Freitag, Samstag, Sonntag)

1-Tages-Ticket: 22 €, erm.* 18 € (Freitag oder Samstag)

1-Tages-Ticket: 17 €, erm.* 13 € (Sonntag)

Kinder bis 13 Jahre: frei

Riverboat-Shuffle: 44 € / für Inhaber eines BINGEN·SWINGT-Tickets: 39 €

Erhältlich an allen Einlassstellen auf dem Festivalgelände