Museum am Strom

Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

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Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

Museum am Strom

Forschung / Publikationen

Wissenschaft und Forschung

Das Museum am Strom mit dem angeschlossenen Stadtarchiv versteht sich auch als Forschungsstelle zu den Themen „Hildegard von Bingen“, „Rheinromantik“ und „Geschichte des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal“ sowie „Stadtgeschichte Bingens“. In folgenden Publikationen wurden eigene wissenschaftliche Beiträge von MuseumsmitarbeiterInnen seit 2001 veröffentlicht:


Quelle: Stadt BingenBand 1 Bingen in der Geschichte

Dietrich Ebeling

Vom Ende der Napoleonischen Zeit bis zum Beginn des Kaiserreiches

Bingen im 19. Jahrhundert – das war weit mehr als Rheinromantik und Weinkultur. Auch in der Stadt des Mäuseturms und der heiligen Hildegard war die Zeit geprägt von tiefgreifendem Wandel und allgegenwärtigen Veränderungen. Aus der im Kern noch mittelalterlichen Kommune entwickelte sich langsam das moderne Bingen. Davon handelt der neue Band der offiziellen Binger Stadtgeschichte, der auf fast 300 Seiten tiefe Einblicke in die Lebenswelten der Bingerinnen und Binger zwischen 1816 und 1870 bietet – und zugleich deutlich über den Horizont einer rheinischen Kleinstadt hinaus weist: Verfasst von dem renommierten Wirtschafts- und Sozialhistoriker Dietrich Ebeling setzt die Darstellung auf eine Einordnung der lokalen Verhältnisse in die Strukturen der „großen“ Geschichte des 19. Jahrhunderts. So werden die fünfeinhalb Jahrzehnte zwischen Wiener Kongress und Reichsgründung, die vom Entstehen der bürgerlichen Gesellschaft ebenso wie durch die „Verkehrsrevolution“ geprägt waren, in ihren zeittypischen Auswirkungen auf die Rhein-Nahe-Stadt plastisch nachvollziehbar.

Erhältlich im Museums Shop und der Buchhandlung Schweikhardt/Bingen: 24,90 €


BINGEN IM NATIONALSOZIALISMUS

Binger Geschichtsblätter, 28. Folge: Bingen im Nationalsozialismus

Mehr als 80 Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft liegt nun endlich auch für Bingen eine erste wissenschaftlich fundierte Überblicksdarstellung zu den Jahren 1933-1945 vor: Finanziert und herausgegeben durch die Historische Gesellschaft Bingen stellt der Band in elf Einzelbeiträgen und auf 400 Seiten ganz unterschiedlichste Aspekte der Stadtgeschichte unter dem Hakenkreuz vor. Dabei wird u.a. die Entwicklung des Tourismus ebenso thematisiert wie die Schulgeschichte Bingens; die Mitarbeiterstruktur der Stadtverwaltung und die Biografien von Bürgermeistern bzw. Kreisleitern werden vorgestellt, ein NS-Hetzblatt und das Parteigericht der NSDAP analysiert und auch das Schicksal der politisch Inhaftierten aus dem Kreisgebiet in Osthofen sowie der Judenprogrom vom 9./10. November 1938 werden aufgearbeitet. Der Band bietet somit in Einzelstudien erste Detailergebnisse und einen allgemeinen Überblick über die relevanten Dokumente zum nationalsozialistischen Bingen. Im kommenden Jahr wird dann auf dieser Grundlage eine Gesamtdarstellung der Epoche im Rahmen der offiziellen Binger Stadtgeschichte folgen.

Erhältlich ist das Buch an der Museumskasse, sowie im lokalen und überregionalen Buchhandel (Preis: 20 €).


Hildegard von Bingen

MATTHIAS SCHMANDT: Die romantische Hildegard. Verehrung und Kritik im 19. Jahrhundert, Bad Kreuznach 2002

DERS.: Hildegard von Bingen und das Kloster Eibingen. Revision einer historischen Überlieferung, in: Nassauische Annalen 125, 2014, S. 29-52

DERS.: Hildegard von Bingen. Leben und Werk. Begleitpublikation zur Ausstellung im Museum am Strom, Bad Kreuznach 2014 (dt., engl., niederl.)

DERS.: Hildegard von Bingen – die verspätete Heilige. Von der gescheiterten Kanonisation des 13. Jahrhunderts bis zur Erhebung als Kirchenlehrerin, in: geschichte für heute. Zeitschrift des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands, 9/1, 2016, S. 52-66

PETRA TABARELLI: Kloster Rupertsberg 1150-1300. „Von ‚Wiza‘ und ‚Apfla‘ über die Nahe bis zur ‚Elra‘“, Wissenschaftliche Hausarbeit zur Erlangung des B.A.-Grades an der Universität Mainz, 2014


Rheinromantik / Geschichte des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal

MATTHIAS SCHMANDT: Rheinromantik. Bilder von Bingen 1780 – 1880: Eine kleine Geschichte der rheinromantischen Druckgrafik, Begleitpublikation zur Ausstellung, Bingen 2002 (Binger Museumshefte 2)

[auch in englischer Übersetzung: The Romantic Rhine, 2002]

DERS.: Ruinen in der Landschaft. Burg Klopp, Mäuseturm und Ehrenfels in der Druckgrafik des 19. Jahrhunderts, in: Bingen und die Rheinromantik, hrsg. von der Historischen Gesellschaft Bingen, Bingen 2003 (Binger Geschichtsblätter 22), S. 51 - 77

DERS.: Die Besucherbücher der Burg Klopp in Bingen. Eine Quelle zur Geschichte der Rheinreise im 19. Jahrhundert, in: Hannah Delf von Wolzogen (Hrsg.): „Geschichte und Geschichten aus Mark Brandenburg“. Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg im Kontext der europäischen Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts, Würzburg 2003 (Fontaneana 1), S. 191 - 211

DERS.: Die Loreley. Ein Fels im Rhein – Ein deutscher Traum, hrsg. von Mario Kramp und Matthias Schmandt, Mainz 2004

DERS.: Die Loreley wird aktenkundig. Zur Dokumentation des Felsens vor 1800, in: Die Loreley. Ein Fels im Rhein – Ein deutscher Traum, hrsg. v. Mario Kramp und Matthias Schmandt, Mainz 2004, S. 22 - 35

DERS. (gemeinsam mit Mario KRAMP): Die tiefste Stelle. Der Rhein bei der Loreley, in: Die Loreley. Ein Fels im Rhein – Ein deutscher Traum, hrsg. v. Mario Kramp und Matthias Schmandt, Mainz 2004, S. 46 - 53

DERS.: Stadt und Burg am Mittelrhein (1000-1600), hrsg. v. GDKE, Landeshauptarchiv Koblenz und Museum am Strom, Regensburg 2008 (Faszination Mittelalter; 1)

DERS.: Die mittelalterlichen Städte im Rheintal von Bingen bis Koblenz, in: Stadt und Burg am Mittelrhein (1000-1600), hrsg. v. GDKE, Landeshauptarchiv Koblenz und Museum am Strom, Regensburg 2008 (Faszination Mittelalter; 1), S. 27-51

DERS.: Sagenhafte Reiseziele. Zur Wahrnehmung der Rheinburgen im 19. Jahrhundert, in: Befestigungen und Burgen am Rhein, hrsg.v . Franz J. FELTEN, Stuttgart 2011, S. 123-151 (Mainzer Vorträge; 15)

DERS.: Der Pfalzgraf, sein Pfarrer und der „gute Werner“. Oder: Wie man zu Bacharach am Rhein ein antijüdisches Heiligtum erschuf, in: Jahrbuch für Westdeutsche Landesgeschichte 38, 2012, S. 7-38 (Kurzfassung auch online auf www.rheinische-geschichte.lvr.de)

DERS.: Bingen, in: Romantik an Rhein und Main. Eine Topographie, hrsg. v. Wolfgang Bunzel u.a, Mainz [2015], S. 80-85

DERS.: Jüdische Migration in den mittelalterlichen Rheinlanden: Wege, Motive, Schicksale, in: Mainzer Vorträge (im Druck)


Stadtgeschichte

MATTHIAS SCHMANDT: Fotografiegeschichte in der Kleinstadt. Die Familie Hilsdorf und Bingen, in: Matthias Schmandt / Franz Toth: Prominenz in Bildern. Die Brüder Hilsdorf in der Geschichte der Fotografie, Begleitpublikation zur Ausstellung, Bingen 2001 (Binger Museumshefte 1), S. 7 - 13

DERS.: Die Stadt Hildegards: Bingen im hohen Mittelalter, in: Mitteilungsblatt zur rheinhessischen Landeskunde, Neue Folge 4 / 2002: Themenheft Bingen, hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Rheinhessischer Heimatforscher, Alzey 2003, S. 17 - 26

DERS .: Die Geschichte der Burg Klopp in Bingen. Vom „unüberwindbaren Haus“ zur bürgernahen Stadtverwaltung, in: Heimatjahrbuch Landkreis Mainz-Bingen 48, 2004, S. 67 - 71

DERS.: „Zu Nutzen und Ehre unserer Stadt…“: 650 Jahre Stadtrat in Bingen 1356 - 2006, Bad Kreuznach 2006 (Binger Geschichtsblätter; 23)

DERS.: „In 78 Tagen war das Werk vollbracht“: Der Alte Kran am Binger Rheinufer von 1487, in: Stadt und Burg am Mittelrhein (1000-1600), hrsg. v. GDKE, Landeshauptarchiv Koblenz und Museum am Strom, Regensburg 2008 (Faszination Mittelalter; 1), S. 91-97

DERS.: Von Kranknechten und Kaufleuten. Das Binger Rheinufer in Mittelalter und Früher Neuzeit, in: Vom Opferplatz zur Gartenstadt. 7500 Jahre Geschichte am Binger Rheinufer, hrsg. v. d. Stadt Bingen u.a., Red.: Matthias Schmandt, Bad Kreuznach 2008, S. 24-39

DERS.: Der Alte Kran am neuen Rheinufer in Bingen, in: Heimatjahrbuch Landkreis Mainz-Bingen 53, 2009, S. 72-75

DERS.: Die Gemeinde und ihr Gotteshaus. (Mehr als) 150 Jahre evangelische Kirchen-Geschichte(n) in Bingen. Festschrift Johanneskirche Bingen 1860 – 2010, Bad Kreuznach 2010

DERS.: „Hier ist die ganze Welt zu sehen!“ – Der Aussichtsturm von Burg Klopp in Bingen als Touristenattraktion im 19. Jahrhundert, in: Heimatjahrbuch Mainz-Bingen 56, 2012, S. 72-75

DERS.: Lebensbilder Binger Juden aus dem Mittelalter (Arbeitskreis Jüdisches Bingen; 4), Bad Kreuznach [2015]

DERS.: „Daß nicht zuletzt der Protestantismus sich in die von jeher katholische Stadt Bingen einniste…“ ¬– Die katholische Pfarrei St. Martin in großherzoglich hessischer Zeit (1816-1918), in: St. Martin in Bingen. Die Geschichte der Basilika, Roßdorf 2016, S. 171-190

DERS.: Die Jüdische Gemeinde Bingen, in: Leuchte des Exils: Zeugnisse jüdischen Lebens in Mainz und Bingen, Mainz 2016 (im Druck)

THOMAS ZIMMERMANN: Der Marienaltar des Anthonie Blocklandt. Herkunft und Programm, in: in: St. Martin in Bingen. Die Geschichte der Basilika, Roßdorf 2016, S. 127-150