Museum am Strom

Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

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Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

Museum am Strom

Wir über uns

Das Historische Museum am Strom – Hildegard von Bingen ist die zentrale Dienstleistungseinrichtung zur Geschichte Bingens. Im Verbund mit dem angeschlossenen Stadtarchiv wird hier das historische und kulturelle Erbe von Stadt und Region gesammelt und bewahrt, erforscht und vermittelt.

Angesichts der internationalen Bekanntheit und touristischen Bedeutung der Stadt, die aufgrund der exponierten Lage Bingens am Eingang des UNESCO-Welterbes „Mittelrheintal“ (Seit 2002) weiter zunehmen werden, stellt das Museum – neben der allgemeinen Stadtgeschichte - insbesondere diejenigen Themen in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten, die überregional mit dem Namen Bingens in Verbindung gebracht werden:

Hildegard von Bingen:


Hildegardausstellung NeuDie größte Abteilung des Hauses ist der heute wohl berühmtesten Klosterfrau des Mittelalters, der bedeutenden Theologin, Komponistin, Ratgeberin und Naturkundlerin gewidmet. Zentrales Anliegen ist es, Hildegard von Bingen als historische Person in der Lebenswirklichkeit des 12. Jahrhunderts erkennbar werden zu lassen. Zudem wird besonderes Augenmerk auf die Wahrnehmung Hildegards durch die Zeiten vom Mittelalter bis zur Gegenwart gerichtet. So will das Museum seinen Beitrag zur Verbreitung eines von legendenhaften Zügen befreiten, historisch fundierten Hildegard-Bildes leisten.

Rheinromantik und Geschichte des Mittelrheintals:

Biedermeierzimmer in der Rheinromantik-AbteilungUnmittelbar am Rheinufer, an der spektakulären Durchbruchstelle des Stromes in das Engtal (Binger Loch) gelegen, kommt dem Haus ein besonderer Auftrag als "Museum zum Welterbe Rheintal" zu. Mit diesem Flussabschnitt untrennbar verbunden ist die "Rheinromantik" des 19. Jahrhunderts, die in Malerei und Graphik, Literatur und Musik, aber auch in der politischen Geschichte der Epoche tiefe Spuren hinterlassen hat und darüber hinaus eine Keimzelle des modernen Tourismus darstellt. Das Phänomen in ihren vielfältigen Ausprägungen bildet daher ebenso ein Generalthema der Museumsarbeit, wie die 2000jährige Geschichte des Mittelrheintals überhaupt. Ziel ist es, ein vertieftes historisches Verständnis vom Werden dieser einzigartigen Kulturlandschaft zu ermöglichen.

Römerzeit und antike Medizin:

Das Binger ÄrztebesteckBingen zählt in Deutschland zu den bedeutenden Fundstätten römischer Altertümer. Unter den zahlreichen Einzelobjekten der Museumssammlung kommt dem im Jahre 1925 geborgenen "Binger Ärztebesteck" weltweite Einzigartigkeit zu: Mit seinen 67 chirurgischen Instrumenten dokumentiert es wie kein zweiter Fund die antike Medizin.

Das Museumsgebäude und seine Lage: Industriedenkmal im Welterbegebiet

Außenansicht des Museums Einzigartig ist die Lage des Museums am Binger Rheinufer unmittelbar in Höhe des „Binger Lochs“. Hier tritt der Rheinlauf mit einer spektakulären Biegung in die berühmte Felsenstrecke bis Koblenz, die im Jahre 2002 zum UNESCO-Welterbe der Menschheit erklärt wurde. Vom Museumseingang fällt der Blick auf symbolträchtige Orte der „Rheinromantik“: Mäuseturm, Burgruine Ehrenfels und das Niederwalddenkmal. Nur wenige Schritte entfernt mündet die Nahe in den Rhein.
2008 wird sich das Museum inmitten des Geländes der Landesgartenschau Rheinland-Pfalz befinden, die in diesem Jahr auf einer Länge von 2,8 Kilometern entlang des Binger Rheinufers veranstaltet wird. Die nachhaltige Umgestaltung und damit verbundene touristische Aufwertung der gesamten Uferfläche wird weit über das Jahr hinaus wirken. So wird das Museum eine großzügige Außenanlage erhalten („Hildegarten“, Darstellung der Naturkunde Hildegards von Bingen, Eröffnung April 2008), und in direkter Umgebung des Hauses entsteht ein Naherholungsgebiet am Fluss mit Attraktionen für die ganze Familie. Das Museumsgebäude selbst verkörpert mit seiner denkmalgeschützten repräsentativen Architektur von 1898 die gründerzeitliche Technik-Begeisterung. Einer „Kathedrale des Fortschritts“ gleicht das ehemalige Elektrizitätswerk mit seiner großen Maschinenhalle, den neogotischen Fenstern und einer kühnen Deckenkonstruktion. Das industrielle Erbe des Gebäudes ist auch nach der behutsam durchgeführten Umgestaltung und Umnutzung als Museum deutlich ablesbar geblieben. So ist z.B. der Lastenaufzug aus dem Jahr 1917 in eine Ausstellungshalle integriert worden. Das Museumsgebäude markiert heute den westlichen Eckpfeiler der bis Aschaffenburg im Osten reichenden überregionalen Initiative „Route der Industriekultur Rhein-Main“. Das Museum bietet eine Ausstellungsfläche von derzeit ca. 750 qm, die für Besucher vollständig barrierefrei erschlossen sind. Nach den aktuellen Umbaumaßnahmen stehen seit Juni 2008 weitere 200 qm Fläche für Wechselausstellungen zur Verfügung. Ein großer, auch für Busse geeigneter Parkplatz ist am Haus vorhanden, und das Museum ist fußläufig von den Bahnhöfen Bingen-Stadt und Bingen-Hauptbahnhof erreichbar. Anlegestellen der Personen- und Fährschifffahrt befinden sich in unmittelbarer Nähe.