Museum am Strom

Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

Museum am Strom

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Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

Museum am Strom

Aktuelles

Vortrag von Prof. Dr. Dietrich Ebeling (Bonn) am 22. Februar um 19 Uhr:

„Dampfschifffahrt und sozialer Protest am Rhein im 19. Jahrhundert“

Eintritt 3 € /ermäßigt 2 €

Quelle: Stadt BingenDie Historische Gesellschaft Bingen lädt recht herzlich ein zu einem Vortrag von Prof. Dr. Dietrich Ebeling, dem Verfasser des unlängst erschienenen neuen Bandes der Binger Stadtgeschichte („Bingen in der Geschichte des 19. Jahrhunderts 1816-1870“). Geboten werden dabei neue Erkenntnisse zu einem Modernisierungsphänomen, das die Menschen am Rhein damals ebenso bewegte wie heute die digitale Revolution. Denn auch das 19. Jahrhundert war bekanntlich ein Jahrhundert der Revolutionen. An erster Stelle stand die industrielle Revolution. Sie hatte Auswirkungen auf alle Lebensbereiche, veränderte das Arbeitsleben, griff tief in die Organisation der Familie ein, ließ einen völlig neuen Städtetyp entstehen, löste enorme Wanderungsströme aus und veränderte mit der Eisenbahn das Verkehrswesen und die Mobilität der Menschen fundamental.

Am Beispiel der Einführung der Dampfschifffahrt seit den 1820er Jahren auf dem Rhein sollen die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Auswirkungen einer neuen Technik nachgezeichnet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die auch in Bingen während der Revolution 1848/49 teilweise gewaltsam ausgetragenen Konflikte zwischen den Trägern einer jahrhundertealten Transportform und den Befürwortern und Profiteuren einer neuen Transportweise. 


Das Museum am Strom – auf dem Weg zum OSCAR?
Gleich drei Fernsehteams im Februar zu Gast

Im Januar und Anfang Februar liegt das Museum am Strom, so könnte man meinen, im „Winterschlaf“: Unter der Woche ist geschlossen, und es finden kaum öffentliche Veranstaltungen statt. Von Ruhe kann aber natürlich keine Rede sein. Hinter den Kulissen wird die neue Saison geplant, an künftigen Sonderschauen gearbeitet und überall dort in den Ausstellungen emsig gewerkelt, wo der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen hat. Und eine ganz besonders interessante „Ruhestörung“ bringt jetzt der Februar auch noch mit sich: Gleich drei Mal sind im kürzesten Monat des Jahres Fernsehteams zu Gast im Museum und drehen hier Beiträge für den SWR und die BBC. Zuerst wird die Hildegard-Ausstellung zum Drehort der SWR-Serie „Stadt – Land – Quiz“, dann geht es mit dem Museumsleiter auf Tour für eine Folge von „Die Quiz-Helden“ und schließlich bietet das Museum am Strom auch den Rahmen für eine BBC-Produktion über große Komponistinnen: Vor laufenden Kameras und den passenden Objekten wird die Star-Sopranistin Danielle de Niese sich hier mit dem Tübinger Musikwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Morent über Hildegard von Bingen unterhalten.

Für den Binger Oberbürgermeister Thomas Feser zeigen diese Fernsehanfragen einmal mehr, „dass unser Museum am Strom sich 20 Jahre nach seiner Gründung längst große Bekanntheit und Anerkennung erarbeitet hat – bei Besuchern und Fachleuten ebenso wie in den Medien.“ Der Stadtchef stellt klar: „Gut angelegte Kultur-Aufwendungen sind eben immer auch Investitionen in das positive Image unserer Stadt.“ Gute Quoten also für das Museum am Strom, den Binger „Fernsehstar“ des Fastnachts-Monats, wo man aber auch im Scheinwerferlicht der Fernsehleute weiter bastelt am Jahresprogramm 2018 und jetzt schon herzlich einlädt: „Schalten Sie uns ein und kommen Sie rein - zur Saisoneröffnung für die ganze Familie am 4. März!“


04.03.2018  Saisoneröffnung im Museum am Storm Eintritt frei


Quelle: Stadt BingenKaum sind die bunten Fastnachtstage vorbei folgt im März ein weiterer traditioneller Höhepunkt im Jahresrhythmus: Das Museum am Strom meldet sich zurück beim Publikum! Alt und Jung wird die Möglichkeit geboten, sich bei freiem Eintritt die abwechslungs-reiche Sammlungsausstellung „Der Rhein im Spiel“ anzusehen und auch selbst aktiv zu werden! Anhand von zahlreichen Brett-, Quartett- und Domino- Spielen vom Rhein, die vor allem in der Zeit um 1900 sehr populär waren und manchmal sogar noch heute neu auf dem Markt erscheinen, wird eine facettenreiche Zeitreise geboten. Ob Reisegeschichte, Rheinklischees oder große Politik - die Spiele verkörpern Vergangenheit auf unterhaltsame Weise und in wunderschöner Gestaltung. Um 11.15 Uhr steht eine Führung durch die Rheinromantik und die Sammlungsausstellung auf dem Programm.

Unter dem Motto „Wer spielt mit?“ sind junge und jung gebliebene Museumsbesu-cher herzlich eingeladen, an Mitmachstationen in die virtuelle Welt historischer Rei-sespiele einzutauchen sowie Wissenswertes vom Rhein und seiner Geschichte zu erfahren. Thematisch passend stehen in der Römerabteilung antike Spiele für den Wettstreit mit der ganzen Familie bereit und am Nachmittag gibt es ab 14.00 Uhr in der Erlebniswerkstatt Gelegenheit zu einer historischen Reise in die Welt des Spiels. An verschiedenen Stationen lässt sich erleben, wie Römer, mittelalterliche Gesellen oder Kinder der Neuzeit beim Spielen vergnüglich ihre Freizeit zubrachten. Und egal ob Gewinner oder Verlierer – auf jeden, der mitmacht, wartet eine süße Überraschung!

Pünktlich zur Saisoneröffnung gibt es auch Neuigkeiten von Conrad unserem Museumsexperten. Ein wunderschön gestaltetes Heft für Kinder mit dem Titel „Conrad und die geheimnisvolle Welt des Klosters“ erzählt eine lebendige, mit zahlreichen bezaubernden Illustrationen versehene Geschichte, wie er durch einen seiner Streiche mitten hineingerät in ein erstaunliches Abenteuer und er der Äbtissin vom Rupertsberg sogar selbst begegnet. Es ist zum Preis von 5 € an der Museumskasse erhältlich.


Quelle: Stadt BingenBand 1 Bingen in der Geschichte

Dietrich Ebeling

Vom Ende der Napoleonischen Zeit bis zum Beginn des Kaiserreiches

Bingen im 19. Jahrhundert – das war weit mehr als Rheinromantik und Weinkultur. Auch in der Stadt des Mäuseturms und der heiligen Hildegard war die Zeit geprägt von tiefgreifendem Wandel und allgegenwärtigen Veränderungen. Aus der im Kern noch mittelalterlichen Kommune entwickelte sich langsam das moderne Bingen. Davon handelt der neue Band der offiziellen Binger Stadtgeschichte, der auf fast 300 Seiten tiefe Einblicke in die Lebenswelten der Bingerinnen und Binger zwischen 1816 und 1870 bietet – und zugleich deutlich über den Horizont einer rheinischen Kleinstadt hinaus weist: Verfasst von dem renommierten Wirtschafts- und Sozialhistoriker Dietrich Ebeling setzt die Darstellung auf eine Einordnung der lokalen Verhältnisse in die Strukturen der „großen“ Geschichte des 19. Jahrhunderts. So werden die fünfeinhalb Jahrzehnte zwischen Wiener Kongress und Reichsgründung, die vom Entstehen der bürgerlichen Gesellschaft ebenso wie durch die „Verkehrsrevolution“ geprägt waren, in ihren zeittypischen Auswirkungen auf die Rhein-Nahe-Stadt plastisch nachvollziehbar.

Erhältlich im Museums Shop und der Buchhandlung Schweikhardt/Bingen: 24,90 €


Nachbau einer mittelalterlichen Harfe aus dem 12. Jahrhundert

Reproduktion einer Harfe aus dem 12. Jh.Rainer M. Thurau ist Konstrukteur, Restaurator und Hersteller von Konzertharfen mit Weltruf und eigenem Atelier in Wiesbaden. Dort entstehen seine Nachbauten historischer Originalinstrumente, die u.a. in den großen Museen von Wien, Basel, Stuttgart und Bonn zu sehen sind.

Nun hat Herr Thurau auf der Basis intensiver Quellenstudien und einer jahrzehntelangen Erfahrung mit historischen Instrumenten eine Harfe geschaffen, wie Hildegard von Bingen sie vor 850 Jahren gespielt haben könnte: Ein Unikat, hergestellt exklusiv für das Museum am Strom und aus Materialien und mit Techniken des 12. Jahrhunderts.