Tourismus in Corona-Zeiten

Gemeinsam aus der Krise

Das Jahr 2020 ist kein Jahr wie jedes andere Jahr. Die Corona-Krise hat alles auf den Kopf gestellt. Alle Feste und Veranstaltungen in Bingen sind abgesagt, das bekommen auch die Hotels, die Gastronomie und der Einzelhandel hautnah zu spüren. „Seit Beginn der Krise haben wir schnelle und unbürokratische Lösungen gefunden, um den Bingern, die besonders hart vom Lockdown betroffen waren, unter die Arme zu greifen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Feser. Beispielsweise wurden den Gastronomen die Kosten für die Außenbestuhlung erlassen und Flächen können großzügiger genutzt werden, um die Sicherheitsvorschriftten umsetzen zu können. Seit Juni können die Binger Schausteller einen kleinen Teil ihrer Verkaufsstände und Karussells am Binger Kulturufer aufstellen, um – unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen – etwas Geld zu verdienen. Denn gerade das Kulturufer erfreut sich seit Frühlingsbeginn an regem Zulauf von Einheimischen wie inzwischen auch wieder von Touristen. Dazu trägt auch die Skulpturen Triennale bei, die weit über die Stadt und Landesgrenzen hinaus kunstaffines Publikum zum Tagesausflug nach Bingen lockt.
Ab dem 10. Juli 2020 wird das Binger Kulturufer temporär bis zum 31.8.2020 durch die Event- und Gastronomie-Location „Ankerplatz Bingen – ein Ort zum Wohlfühlen“ bereichert. Unter freiem Himmel sind von den privaten Machern Wein-Talks mit Binger Winzern geplant, regionale Künstler erhalten dort eine Bühne und weitere kleinere Veranstaltungen runden das Programm ab – eine gelungene Alternative zu den abgesagten Großveranstaltungen in Bingen. Mit geplanter Entfernung zur festen Gastronomie und anderem Konzept wertet der Ankerplatz das Ufer auf und bietet einen weiteren Anlaufpunkt, um Bingen zu genießen. Zusätzlich sind die Planungen, ergänzend zu den bereits vorhandenen Sitzmöglichkeiten am Ufer, probeweise Strandliegen gegen Pfand rauszugeben, um sich ein ruhiges Plätzchen am Ufer zu schaffen. „Wir sehen die Entwicklung als sehr positiv, auch vor dem Hintergrund der „Corona-Thematik“ bezugnehmend auf die Entzerrung des Besucherstroms und dem allgemeinen Veranstaltungsausfall,“ so Oberbürgermeister Thomas Feser.
Mit pragmatischen Konzepten wie „Bingen swingt auf Bestellung“ und einem Live-Stream zur Inthronisation des Prinzess Schwätzerchens inklusive online Weinprobe hat sich die Bingen am Rhein Tourismus und Kongress GmbH an die neuen Gegebenheiten angepasst und versucht im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Kulturprogramm in und für Bingen durchzuführen. Oberbürgermeister Thomas Feser freut sich über den regen Zulauf. Seit dieser Woche begrüßen nun auch die Hildegard-Lotsen der Hildegard-Info Touristen und Interessierte wieder in der Schmittstraße (Di – Sa von 10 – 16 Uhr) und auch die Tourist-Information im Rheinkai hat ihre Öffnungszeiten wieder erweitert auf Mo –Fr 9 – 16 Uhr und Sa + So auf 10 – 13 Uhr und freut sich auf Kundschaft aus nah und fern. „Zum Ferienbeginn in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben wir eine Marketingkampagne zum Urlaub in Bingen gestartet,“ berichtet Oberbürgermeister Thomas Feser. Mit Plakat- und Anzeigenkampagnen, in Print – und Onlinemedien sowie im Fernsehen werde auf Bingen als attraktive Urlaubsdestination aufmerksam gemacht. Die Kampagne „15 gute Gründe um nach Bingen zu kommen“ hat in den Sozialen Medien großen Anklang gefunden und sicherlich neben den (Tages)touristen auch den ein oder anderen Binger auf neue Ausflugs-Ideen gebracht.

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