„STADTRADELN“ in Bingen

Die drei STADTRADELN-STARS Jessica Wöll, Stefan Bastiné und Annette Renner.

Seit 2015 wird jährlich in die Pedale getreten

Rad fahren macht Spaß, ist gut für die Gesundheit und die Umwelt – das ist bekannt und diese Fakten sind es unter anderem auch, die das „Stadtradeln – für ein gutes Klima“ zu seiner Erfolgsgeschichte verholfen haben. Seit 2008 gibt es diese Aktion bundesweit, seit 2015 ist Bingen am Rhein mit dabei.

Das Auto so oft wie möglich stehen lassen und in die Pedale treten, das haben sich im ersten Jahr 166 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Fahnen geschrieben, sie fuhren damals insgesamt 13.238 Radkilometer und sparten 1.906 kg CO2.

2021, genau gesagt vom 14. Juni bis 4. Juli, waren 397 Radelnde dabei, die 77.835 Kilometer gefahren sind und dabei 11.442 kg CO2 eingespart haben. Man sieht, die weltweit größte Fahrradkampagne (in diesem Jahr waren Kommunen aus fünf Nationen dabei), begeistert auch in Bingen immer stärker. Es ist nicht nur die heimische Bürgerschaft, auch Auswärtige, die hier zur Schule gehen, studieren oder arbeiten nehmen an der Aktion teil.

Die Teilnehmerzahlen stiegen gerade in den beiden „Corona-Jahren“ 2020 und 2021 sprunghaft und haben sich in Bezug auf das Jahr 2019 mit 158 Teilnehmer um 250 Prozent erhöht. Die Kilometer konnten verdoppelt werden. Das hängt auch mit den geänderten Strukturen der teilnehmenden Gruppen zusammen. In diesem Jahr haben eine Grundschule und eine weiterführende Schule mit insgesamt 180 Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften teilgenommen. In solchen Teams entwickelt sich ein besonderer Ehrgeiz.

Nicht nur Ehrgeiz, sondern auch Wille und Ausdauervermögen legten die drei STADTRADELN-STARS Annette Renner, Jessica Wöll und Stefan Bastiné an den Tag. Sie verpflichteten sich an den 21 Aktionstagen kein Auto von innen zu sehen und dafür die die Pedale zu treten.

Die STADTRADELN-Aktion beweist, dass das Radfahren auch in Bingen einen immer größeren Stellenwert erreicht und die angestoßenen wegweisenden Verbesserungen der Infrastruktur mit den Mobilitätsstationen und der Pendler-Rad-Route, welche in naher Zukunft begonnen werden, zielgerichtet sind. Selbstverständlich werden auch andere Problemstellen abgearbeitet.

Auf der „RADar!-Karte“ konnten zudem wieder Hinweise eingestellt werden, um vor allem Mängel im Binger Radwegenetz aufzuzeigen. Diese werden geprüft und soweit möglich behoben oder auch an zuständige Stellen außerhalb der Stadtverwaltung weitergleitet.

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