Oberbürgermeister Feser erinnert an Heinrich Wahmke

Heinrich Wahmke

Binger Ehrenbürger wurde am 13. Januar 1872 geboren

Die Erinnerung an verdiente Bingerinnen und Binger wach zu halten, ist für Oberbürgermeister Thomas Feser eine wichtige Aufgabe. So lange die Gräber der verstorbenen Ehrenbürger auf den Binger Friedhöfen noch zugänglich sind, legt das Stadtoberhaupt einen kleinen Blumengruß nieder, doch dies ist nicht mehr bei allen möglich, trotzdem soll ihrer gedacht werden.

Der Geburtstag von Heinrich Wahmke jährte sich am Donnerstag, 13. Januar, zum 150. Male, der Tag seiner Ernennung zum Ehrenbürger zum 60. Mal.
Auf seiner Wanderschaft als Tischlergeselle kam der in Barterode im Kreis Hannover geborene Wahmke 1894 nach Bingen – und er blieb der Stadt am Rhein-Nahe-Eck bis zu seinem Tod am 31. Oktober 1971 treu.

Bereits ebenfalls 1894 trat er in die SPD ein und engagierte sich in der Gewerkschaft, 1919 wurde er in den Binger Stadtrat gewählt und behielt sein Mandat bis 1933. Aufgrund seiner gewerkschaftlichen und parteipolitischen Tätigkeiten verlor er seine Stellung als Schreiner und musste sogar für einige Monate in Haft. 1945 wurde er wieder in den Stadtrat gewählt und war insgesamt 32 Jahre kommunalpolitisch tätig, darüber hinaus war Wahmke Gründungsmitglied der Binger AWO. Tat- und Willenskraft verbunden mit Güte und Wohlwollen gegenüber seinen Mitmenschen zeichneten ihn zeit seines Lebens aus.

Anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde, die ihm am nach einstimmigen Stadtratsbeschluss am Tage seines 90. Geburtstages verliehen wurde und die sogar im Südwestfunk übertragen wurde, nannte die AZ Heinrich Wahmke einen „auf-rechten Mann, der sich für die Gerechtigkeit eingesetzt hat.“ Er führte den Ehrennamen „Anwalt der Armen und Bedrängten.“

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