Honorarkonsulin der Republik Albanien zu Besuch auf Burg Klopp

Honorarkonsulin Anduena Stephan mit Bekim Hoxha (Integrative Deutsch-Albanische Gesellschaft e. V., Essen) und Oberbürgermeister Thomas Feser vor der Kulisse der Stadt mit Mäuseturm und Ehrenfels.

Oberbürgermeister Thomas Feser empfängt Dipl. Phil. MBA Anduena Stephan

„Wir hoffen auf die kommende Sommersaison und viele Gäste, die unser schönes Land besuchen und kennen lernen wollen“, gab die Honorarkonsulin der Republik Albanien, Anduena Stephan, im Gespräch mit Oberbürgermeister Thomas Feser ihrer Hoffnung Ausdruck, dass 2022 wieder eine „normale“ Reisesaison möglich sein wird.
Aktuell gäbe es in Albanien bei 20 Fällen pro Tag keine Coronamaßnahmen mehr und der Alltag verliefe fast schon wie zu Vor-Corona-Zeiten.
Im Nachbarland Kosovo sei es ähnlich, wusste Anduena Stephan zur Lage in der Binger Partnerstadt Prizren zu berichten. Man habe traditionell enge Verbindungen zum Kosovo und Prizren und so war der Ausbau der Partnerschaft denn auch das überragende Thema des einstündigen Gesprächs. Die Honorarkonsulin verwies dabei auf ihre Erfahrungen der Städteverbindung zwischen Bocholt und Vlora in Albanien.
Handwerk/Mittelstand; Schule/Bildung sowie Tourismus und Verwaltung seien die vier Säulen, die im Rahmen des Austausches und Projekten zu einer internationalen fruchtbringenden Zusammenarbeit führen. Dies sei sicher auch für den Kosovo ein guter und nachhaltiger Ansatz, zeigte sich Anduena Stephan überzeugt von diesem Modell der Partnerschaft. Dabei sei der Austausch über die gemachten Erfahrungen und möglichen Feldern der Zusammenarbeit besonders wichtig.
Oberbürgermeister Thomas Feser konnte diesen Ansatz im Gespräch nur unterstützen und berichtete von den vielfältigen Projekten, die Bingen in den letzten Jahrzehnten in Prizren gefördert habe. Angefangen von der Hilfe beim Aufbau der Feuerwehr, Kindergärten, Schulen bis hin zum Krankenhaus – verbunden mit der Anwerbung von Personal, dem kulturellen Austausch zu „Bingen swingt“ und mit der Musikschule Prizren – habe man einen ganzen Strauß von Maßnahmen mit der Partnerstadt verwirklicht. Nun sei man dabei für das umgewandelte Gelände der KFOR nach Möglichkeiten für Investoren in Prizren zu schauen, um neue Arbeitsplätze vor Ort und damit eine Perspektive für die Jugend zu schaffen.
„Ich bin bei meinen Aufenthalten immer aufs Neue begeistert von der Stadt und ihren Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Und wenn Bingen einen Beitrag dazu leisten kann, unterstütze ich dies gerne“, signalisierte Oberbürgermeister Thomas Feser gegenüber der Honorarkonsulin die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Mit dem gegenseitigen Versprechen den Kontakt zu vertiefen und gemeinsamen
Partnerschaftsprojekte über Ländergrenzen anzustreben ging man auseinander, nicht ohne ein Präsent des neuen Bürgermeisters aus Prizren in Empfang zu nehmen, der damit verbunden die herzlichsten Grüße an den Oberbürgermeister und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bingen ausrichten ließ.

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