Hildegardisschule: "Traditionsschule erhalten!"

Oberbürgermeister Thomas Feser unterstützt „Perspektivenschmiede Hildegardisschule“

Die Vertreter der „Perspektivschmiede“ Gerhard Gutmann (li.), Prof. Dr. Yvonne Lange-König (2. v. re.) und Norbert Bittner (re.) beim Pressegespräch mit Erich Michael Lang (Allgemeine Zeitung Bingen. 2. v. li.) sowie OB Thomas Feser.Wie seit einigen Monaten bekannt ist, will sich das Bistum Mainz aus der Trägerschaft der Binger Hildegardisschule zurückziehen. Die Schule würde in eine staatliche Trägerschaft übergehen, dabei aber ihren Status als Mädchenschule verlieren. Von Seiten der Schulgemeinschaft wird nun nach Unterstützung gesucht, um die monoedukative Schulform beibehalten zu können – ein Vorhaben, für das sich Oberbürgermeister Thomas Feser gerne mit einsetzen möchte.

„Ich freue mich sehr, dass sich mit der ,Perspektivenschmiede Hildegardisschule‘ ein eigener Verein gegründet hat, der für die Zukunft der Schule kämpft“, so Oberbürgermeister Thomas Feser im Rahmen eines kleinen Pressegesprächs auf Burg Klopp. „In Bingen sind alle Schulformen vertreten. Warum kann man hier nicht die Hildegardisschule in ihrer bisherigen Form als Pilotprojekt, also als Angebotsschule laufen lassen – so, wie es das Land auch mit den Integrierten Gesamtschulen gemacht hat. Die Hildegardisschule hat eine sehr hohe Qualität. Die Mädchen haben in dieser Schulform sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Sie trauen sich stärker an die naturwissenschaftlichen Fächer, als im koedukativem Unterricht. Damit werden die Ausgangsvoraussetzungen für eine spätere Chancengleichheit gerade in diesem Bereich ganz besonders unterstützt. Das müssen wir unbedingt weiter fördern“, betont das Binger Stadtoberhaupt.

Man habe als Kommune auch bereits früh erkannt, dass in den sogenannten „MINT-Fächern“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Bedarf besteht und beteiligt sich seit einigen Jahren finanziell an einem Mint-Modellprojekt der Technischen Hochschule Bingen.

Das Alleinstellungsmerkmal, das die Hildegardisschule als Mädchenschule habe, dürfe nicht verloren gehen, ebenso die christlichen Werte die seit über 150 Jahren an dieser Schule vermittelt würden, so der Oberbürgermeister weiter. Er unterstützt das Ansinnen, nach den Sommerferien zu einen runden Tisch mit allen Beteiligten einzuladen, um weiter für ein entsprechendes Pilotprojekt zu werben.

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