BUGA 2029: Zeitplan beim Welterbe-Zweckverband vorgestellt

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Zukunftsprojekt im Oberen Mittelrheintal nimmt weiter Fahrt auf

Die BUGA 2029 gGmbH will die Vorbereitungsphase bis zum Jahresende abschließen und im kommenden Jahr mit der Durchführungsphase starten. Geschäftsführer Rainer Zeimentz stellte in der Versammlung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal (ZV) im Wyndham Garden Hotel in Lahnstein den Zeitplan vor.

Zeimentz führt derzeit als Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. die Geschäfte der BUGA 2029 gGmbH, deren Gesellschafter der Zweckverband mit einem Anteil von zwei Dritteln und die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) mit einem Drittel sind. 2021 will Zeimentz die Geschäftsführung abgeben, das Besetzungsverfahren läuft zurzeit. Die nächsten Arbeitsschritte ab 2021/2022 sind vielfältig: Die Gestaltungswettbewerbe werden vorbereitet, wobei die UNESCO eingebunden wird, um die Welterbe-Verträglichkeit zu gewährleisten. Es folgen Vereinbarungen mit den Kommunen, die Veranstaltungsflächen zur Verfügung stellen. Um ein Wettbewerbsergebnis umzusetzen, müssen die Kommunen Baurecht schaffen und mit Unterstützung der BUGA gGmbH Fördermittel beantragen.

„Voraussichtlich werden 2025 die ersten Bagger rollen“, sagte Zeimentz. Erfahrungsgemäß ziehe sich die Bauphase bis kurz vor der Eröffnung im April 2029 hin. Nach dem Veranstaltungsjahr und einigen Rückbauten sollen die veredelten Flächen der Öffentlichkeit noch mehr als zwei Jahrzehnte zur Verfügung stehen.

Um die BUGA zum Erfolg zu führen, sind Vorfinanzierungen nötig. Denn Einnahmen erzielt die GmbH erst in den Jahren 2028 und 2029. Das in der Machbarkeitsstudie 2017 vorgestellte Budget mit einem Gesamtvolumen von 108 Millionen Euro bleibt unverändert. An Einnahmen von Besuchern und Sponsoren werden 38,7 Millionen Euro erwartet. Die Länder Rheinland-Pfalz (48,6 Millionen Euro) und Hessen (6,3 Millionen Euro) stellen gemeinsam 54,9 Millionen Euro bereit. 14,4 Millionen Euro steuern die Welterbe-Kommunen gemäß Finanzierungsschlüssel des Zweckverbandes bei, verteilt auf 35 Jahre ab 2020. Den diesjährigen ZV-Haushalt mit den ersten BUGA-Umlagen verabschiedete die Versammlung einstimmig.

Zu einigen komplexen Rechtsfragen informierten die Koblenzer Anwälte Sarah Emmes und Tobias Oest von der Kanzlei Kunz. Dabei ging es unter anderem um die Verankerung der BUGA-Finanzierung in der ZV-Satzung sowie die Vereinbarungen im Durchführungsvertrag. Dazu wollen die Kommunen in den kommenden Monaten noch Beschlüsse fassen, sodass eine ZV-Versammlung im September darüber abstimmten kann. Wenn kommunale Gremien noch Fragen dazu haben, steht Rainer Zeimentz gerne zur Verfügung. Termine können mit Sarah Hulten (hulten@ea-rlp.de) vereinbart werden.

Weitere Infos und die Machbarkeitsstudie zum Download gibt es unter www.buga2029.blog

(Quelle: Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.)

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