Bingen steht zur atomaren Abrüstung

Bereits seit 2013 weht am 8. Juli in Bingen die „Mayors for Peace“-Flagge.

„Mayors for Peace“-Flagge weht über dem Neff-Platz

Bingen am Rhein ist seit 2013 Mitglied des weltweiten Netzwerkes „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“), welches sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen einsetzt. Seitdem ist es Tradition, dass am 8. Juli die grün-weißen Fahnen mit der Friedenstaube oberhalb des Bürgermeister-Neff-Platzes gehisst werden.

„Auch wenn in diesem Jahr so vieles anders ist und wir mit nie dagewesenen Fakten umgehen müssen, so dürfen wir doch nicht vergessen, dass auch noch andere Dinge wichtig sind. Wir müssen nach wie vor an die nukleare Abrüstung denken und im wahrsten Sinne des Wortes hierfür Flagge zeigen. Im 75. Gedenkjahr der Bombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki dürfen wir nicht müde werden, unser gemeinsames Friedensbestreben fortzuführen“, so Oberbürgermeister Thomas Feser.

Aktuell schätzt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dass die Atomwaffenstaaten noch immer rund 13.400 Kernwaffen besitzen. Zugleich werden die bestehenden Arsenale modernisiert. Es besteht die Befürchtung, dass eine neue Aufrüstungsspirale drohen könnte.

Über 680 Kommunen gehören bundesweit dem Netzwerk an. Rund 360 davon sind „Flaggenstädte“ und nehmen mit dem Hissen der „Mayors for Peace“-Fahne öffentlich Stellung gegen Atomwaffen. 7.900 Städte und Gemeinden sind weltweit Mitglieder der Organisation, die 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet wurde.


Zurück zur Übersicht