Am Rheinkai kann jetzt „Strom getankt“ werden

Die ersten beiden Elektroladesäulen der Stadtwerke Bingen werden offiziell in Be-trieb genommen (v. l.): Artur Reck, Klaus Stumm, Maik Thum, Jens Voll und Marco Mohr.

Vier Ladepunkte für E-Kraftfahrzeuge in Betrieb genommen

Der für Energie in der Stadt Bingen zuständige Dezernent Jens Voll hat am Freitag im Beisein von Werkdirektor Marco Mohr, dem Leiter der Elektroabteilung der Stadt-werke Bingen, Klaus Stumm, seinem Stellvertreter Artur Reck und dem Geschäftsführer der Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgungs-GmbH Ingelheim, Maik Thum, die ersten beiden Elektroladesäulen der Stadtwerke Bingen in Betrieb genommen.

Bereits in der Sitzung des Bauausschusses am 20. September 2020 wurde beschlossen, jeweils zwei Parkplätze auf dem Parkplatz vor der Tourist-Info und zwei Parkplätze an der Hindenburganlage, gegenüber der Fußgängerunterführung, für die Ladevorgänge zu reservieren.

Mittlerweile wurde jedoch von den zuständigen Gremien beschlossen, die Mobilitätsstation auf dem Parkplatz vor der Tourist-Info zu errichten, so dass der Platz für die Ladesäulen wegfiel. Aus diesem Grund wurde eine Alternative gesucht und gegen-über dem Haus „Rheinkai 16“ gefunden.
Je Ladestation (Rheinkai + Hindenburganlage) stehen nun zwei Ladepunkte mit einer Leistung von je 11 kW zur Verfügung. Wenn nur ein Fahrzeug geladen wird, kann mit einer Leistung von bis zu 22 kW geladen werden. Die Typ-2-Steckdosen sind hinter verriegelbaren und vandalismusgeschützten Schiebedeckeln verbaut.
Die Parkplätze wurden vom Servicebetrieb der Stadt Bingen mit den entsprechenden Verkehrszeichen versehen und der Boden wurde farblich mit grüner Farbe, gekennzeichnet.
Der Betrieb und die Abrechnung der Ladesäulen wird über den Dienstleister Lade-netz.de abgewickelt. Die Ladenetz.de ist ein Verbund von Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern, die gemeinsam Ladesäulen für Elektroautos aufbauen und miteinander vernetzen. Es ist dadurch ein deutschlandweites Ladeinfrastrukturnetz entstanden, das die Kunden aller angeschlossenen Partner zum Laden mit einer Ladekarte nutzen können. Mittlerweile stehen Bundesweit mehr als 10.000 Ladepunkte zur Verfügung, europaweit, inklusive Roamingpartner über 100.000 Ladepunkte.
Der Tarif beträgt pro geladene Kilowattstunde 38 Cent. Eine Bearbeitungsgebühr pro Ladung von 1 Euro und einer Gebühr von 1 Cent/min Ladevorgang wird berechnet. Damit wird vermieden, dass ein Kunde seinen PKW unnötig lange auf dem Parkplatz stehen lässt.

„Die Ladesäulen werden mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. Der Strom stammt aus erneuerbaren Energien, der mindestens aus 33 Prozent Neuanlagen stammt, die nicht älter als sechs Jahre sind. Denn nur Ökostrom sorgt auch für die wichtige Klimafreundlichkeit“, so Beigeordneter Jens Voll.
Die Stadtwerke Bingen haben für die beiden Ladesäulen und die dazugehörige Infra-struktur rund 35.000 Euro investiert. Die Rheinhessische Ingelheim hat sich an den beiden Ladesäulen mit 5.000 Euro beteiligt. Dazu gibt es noch Fördermittel durch die „Landkreisförderung Ladeinfrastruktur für Elektromobilität“.
Als weitere Maßnahmen für die Ladeinfrastruktur sind für das Jahr 2021 noch zwei Ladesäulen in der Koblenzer Straße in Bingerbrück und auf dem Behindertenparkplatz an der Fußgängerbrücke zum Bahnhof in der Planung. Darüber hinaus ist ein weiterer Ausbau über Bundemittel gesichert.

Zurück zur Übersicht