278 Eidechsen sind umgezogen

Wenn die alte Güterhalle abgerissen ist, kann auf der Fläche mit dem Verkehrswegebau begonnen werden. Läuft alles nach Plan, könnte die P&R-Anlage in einem Jahr fertig sein.

Baustart der P&R-Anlage in Bingerbrück steht nichts im Wege

Von Mitte März bis Ende Juni dauerte ein Umzug der besonderen Art – galt es doch Mauereidechsen von ihrem angestammten Platz an der ehemaligen Ladestraße der Bahn in Bingerbrück (in Verlängerung der Straße am Rupertsberg) in ihr neues Quartier, nördlich des Parks am Mäuseturm, umzusiedeln.
Anlass für den Umzug ist der Bau der zukünftigen P&R-Anlage, die, wenn alles nach Plan läuft, voraussichtlich Mitte 2021 eingeweiht werden könnte.
Das Fachteam, das an insgesamt 45 Tagen unterwegs war, um mit speziellen Fangeinrichtungen die streng geschützten Reptilien einzufangen, ist mit dem Abschluss der Aktion zufrieden. Es wird davon ausgegangen, dass sich kaum noch Tiere im Baugebiet aufhalten. Mehrere abschließende Sichtungen sowie die im Vorfeld berechneten Zahlen weisen darauf hin.
278 Mauereidechsen und eine Schlingnatter konnten in den neuen Lebensraum umgesetzt werden. Am Rande der brachliegenden Bahngleise wurden zwei Flächen entsprechend hergerichtet und mit einem Reptilienzaun abgegrenzt. Er verhindert, dass die Tiere wieder an ihren ursprünglichen Lebensraum zurückkehren und sich so Gefahren aussetzen.
In den kommenden Tagen werden nun die alte Güterhalle und zwei Außenunterstände abgerissen. Anschließend beginnt der Verkehrswegebau. Die P&R-Anlage wird eine Größe von rund 5.500 m² haben und Raum für knapp 175 Parkplätze geben. Diese Plätze sollen den Bahn-Pendlern zur Verfügung stehen und die angespannte Parksituation im Stadtteil Bingerbrück entschärfen.

Die Gesamtkosten sind mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt, wovon ein Förderzuschuss des Landes zur Verbesserung der kommunalen Verkehrsverhältnisse in Höhe von knapp 2 Millionen Euro gewährt wird.

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