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„Schirmherrin“ Hildegard von Bingen

Mo 15.07.2019 | Pressemitteilungen

Ulrike Bolenz vor ihrem Hildegard-Porträt.

Großformatiges Portrait bereichert nicht nur das Festival Musica Antiqua

Keine leichte Aufgabe, der sich die renommierte deutsch-belgische Künstlerin Ulrike Bolenz gestellt hat: der Heiligen Hildegard von Bingen, die bereits unzählige Male in Bildern, Zeichnungen, Skulpturen oder Filmen dargestellt wurde, ein unverwechselbares, individuelles Gesicht zu geben. Ein Gesicht, das auch das Festival Musica Antiqua Anfang Oktober begleiten wird.

Ein kurzes Fazit vorweg: erste Betrachter ihres großformatigen Hildegard-Portraits waren begeistert. Dr. Matthias Schmandt, Leiter des Historischen Museums am Strom, der neuen Heimat des Kunstwerkes, ist überzeugt, dass die moderne und gefällige, aber nicht plakative Weise der Darstellung der komplexen Persönlichkeit Hildegards gerecht wird.

Er zeigte sich hocherfreut, dass die multimediale Hildegard-Ausstellung im Museum nun um ein hervorragendes Hildegard-Bild bereichert wird. Dabei sprach er auch namens des Binger Oberbürgermeisters Thomas Feser, der sich im Sommerurlaub befindet und an der erstmaligen Enthüllung des Gemäldes nicht dabei sein konnte.

Ulrike Bolenz, die bereits die EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy und Donald Tusk im offiziellen Auftrag malte, ist es vortrefflich gelungen, die Heilige in einer Bildhaftigkeit darzustellen, die ihresgleichen sucht. Hildegards scheint auf den Betrachter zuzugehen, scheint mit ihm die Kommunikation zu suchen. Ihr Weitblick, der für die damalige Zeit immens war, spiegelt sich in einer stolzen, selbstbewussten und entschlossenen Haltung wider. Einerseits die Leier an ihrer Seite, plastisch hervorgehoben, andererseits nur in Umrissen dargestellte Gesprächspartner – so soll es sein – die Heilige Hildegard im Mittelpunkt, fließend die Übergänge. Die individuellen Züge des Porträts entspringen dabei nicht der reinen Fantasie der Malerin, vielmehr habe sie mit einem Modell gearbeitet, das eine solche Ausstrahlung habe, wie Bolenz sich die Heilige vorgestellt habe.

Inspiriert durch den Margarethe-von-Trotta-Film, hat die Künstlerin das Zitat „Ich werde auf Predigerreise gehen. Es ist unerhört. Ich werde die erste Frau sein.“ auf dem Bild verewigt.

„Ich freue mich außerordentlich und bin sehr dankbar, die Heilige Hildegard in dieser beeindruckenden Form beherbergen zu dürfen. Als ,Schirmherrin‘ wird sie dem Festival an den verschiedenen Spielorten ein Gesicht geben. Sie wird den Bogen zwischen den vier Jahrhunderten schlagen, aus denen die Musik ertönen wird. Das Bild wird aber auch unsere Ausstellung zur mittelalterlichen Musik, die vom 20. September bis zum 22. Dezember im Historischen Museum am Strom zu sehen sein wird, bereichern. Letztendlich haben wir das große Glück, dass das Gemälde seinen Platz in der Hildegard-Dauerausstellung findet“, so Kulturamts- und Museumsleiter Dr. Matthias Schmandt.

Das große, auf Holz gearbeitete Porträt ist eine Schenkung des Festivalleiters Rainer M. Thurau an die Stadt Bingen. Er hat das Bild bei der Künstlerin in Auftrag gegeben. Ihm ist es auch zu verdanken, dass ein zweiseitiger Artikel zum „Festival Musica Antiqua Bingen“ in der aktuellen Ausgabe der „Diplomatic World“, einer in Brüssel erscheinenden vielgelesenen Zeitschrift, die sich mit Politik und internationalen Beziehungen beschäftigt, erschienen ist. Hier wird deutlich, welchen großen Stellenwert das Festival – und damit auch Bingen – nicht nur innerhalb Europas, sondern weltweit hat.

Das „Festival Musica Antiqua Bingen“ findet vom 3. bis 6. Oktober statt. Folgende hochkarätige Formationen werden am Rhein-Nahe-Eck zu Gast sein: Hirundo Maris, Sequentia, Tiburtina Ensemble, Oni Wytars und Ordo Virtutum. Beeindruckende Spielstätten sind die Basilika St. Martin, die Rochuskapelle und die Bingerbücker Hildegard-Gedächtniskirche. Das Hildegard-Porträt wird dabei jeweils vor Ort sein.

Karten zu den Festival-Veranstaltungen gibt es bei der Tourist-Information Bingen, Rheinkai, 21, 55411 Bingen sowie unter www.adticket.de

Bereits vom 20. September bis zum 22. Dezember 2019 ist im Historischen Museum am Strom – Hildegard von Bingen die Sonderausstellung „Klangwelten des Mittelalters. Zwischen Gotteslob und Teuflischem Vergnügen“ zu sehen.


Weitere Informationen zum Festival gibt es hier.  

Hier die Enthüllung des Gemäldes.

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