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Laternenumzüge erinnern

Fr 18.10.2019 | Pressemitteilungen

Das Martinsrelief in der Binger Basilika.

Sankt Martin – mehr als nur der Binger Stadtheilige

Wenn rund um den 11. November, den Martinstag, in Bingen die verschiedenen Veranstaltungen an den Stadtheiligen erinnern, so lebt auch immer eine liebgewordene Tradition auf. Neben dem Seniorennachmittag sowie den Martinsfeierlichkeiten des Stadtrates, sind die Martinsumzüge in der Innenstadt und den Stadtteilen ein Höhepunkt in den sonst oftmals tristen Novembertagen.

Schon früh wird in den Kindergärten und Schulen begonnen, bunte Laternen zu basteln und die entsprechenden Lieder einzuüben – doch auch in der Stadtverwaltung wird äußerst zeitig mit den Vorbereitungen begonnen, denn was so selbstverständlich aussieht, bedarf einer genauen und mit verschiedenen Stellen abgestimmten Organisation.

Acht Umzüge müssen terminiert, die verschiedenen Martinsspiele dabei berücksichtigt werden, ebenso die Verfügbarkeit der musikalischen Begleitung, die durch die örtlichen Musikvereine gestellt wird. Die Strecken müssen gefahrlos sein, verkehrsstarke Straßen vermieden werden.

Miteingebunden sind die Feuerwehren in den Stadtteilen, die Polizei und der städtische Bauhof. Während die Wehren dafür sorgen, dass beim Abbrennen des Martinsfeuers nichts passiert und die Polizei bei der Verkehrssicherung auf dem Weg unterstützt, muss der Bauhof gegebenenfalls auch für den Pferdetransporter einen Stellplatz absperren, denn es ist in Bingen noch immer ein schöner Brauch, dass der Heilige Martin hoch zu Ross mit dabei ist.

Seit einigen Jahren verkörpern ihn die beiden erfahrenen Reiterinnen Tanja Berger und Jana Roos. Dies ist nicht immer eine einfache Sache. Die Pferde müssen daran gewöhnt sein und sich entsprechend ruhig verhalten. Auch die Zeitpläne sind einzuhalten. Teilweise geht es im Transporter von einem Termin zum nächsten, teilweise aber auch hoch zu Ross durch den Straßenverkehr.

Zur Organisation gehört auch die Anfrage an die Kindergärten und Grundschulen im Stadtgebiet, wie viele „Weckmänner“ benötigt werden. Rund 2.000 dieser beliebten Hefeteigfiguren werden von der Stadt gesponsert und im Anschluss an die Martinsumzüge an die Kinder verteilt.

„Ich danke allen, die an den verschiedenen Feierlichkeiten mitwirken und zum Gelingen beitragen. Sankt Martin ist für Bingen mehr als ,nur‘ der Stadtheilige. Er steht für ein Miteinander, bei dem einer dem anderen hilft – so, wie wir es auch tagtäglich handhaben sollten. Wenn wir in wenigen Tagen die farbenfrohen und oftmals kunstvoll gebastelten Laternen durch unsere Straßen wandern sehen, dann sollten wir uns wieder an den Begriff der Nächstenliebe erinnern und ihn auch leben“, so Oberbürgermeister Thomas Feser.

Zur Erinnerung:

Der Legende nach war Martin im 4. Jahrhundert ein Soldat der kaiserlichen Armee im heutigen Frankreich. Für ihn war die Nächstenliebe kein geflügeltes Wort, er verkörperte sie. So wird erzählt, dass er im Winter am Stadttor von Amiens einem armen und unbekleideten Mann begegnete, der ihn um Hilfe bat. Mit seinem Schwert teilte Martin seinen Mantel, denn außer Waffen hatte er sonst nichts dabei und gab eine Hälfte des Umhangs dem Bettler. Daraufhin soll ihm in der Nacht im Traum Jesus erschienen sein. Aufgrund seines barmherzigen Lebensstils soll er von Bürgern Tours zum Bischof bestimmt worden sein. Das Grab Martins befindet sich auch dort, in Saint-Martin de Tours. Mit dem 11. November wird dem Tag seiner Beisetzung gedacht. Der Brauch, mit Fackeln oder Laternen durch die Straßen zu ziehen ist jedoch deutlich jüngeren Datums, er entstand um die Wende zum 20. Jahrhundert.

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