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Jüdischer Friedhof ist Binger Kulturgut

Mo 08.04.2019 | Pressemitteilungen

Vertreter der Stadt, der ADD, des AKJB, des Volksbunds, der Rochus-Realschule plus und der jüdischen Gemeinde vor den Steinfragmenten (Löwenkopf, Gesetzestafel) der ehemaligen Synagoge, die nun im Eingangsbereich des jüdischen Friedhofs liegen.

Neues Geländer ist nur ein Teil weiterer Maßnahmen

Der jüdische Friedhof in Bingen gehört mit seinen rund 1.000 Grabstätten zu den größten in Rheinland-Pfalz. Er ist auch ein „Stück Binger Kulturgut“, wie Oberbürgermeister Thomas Feser anlässlich eines Pressetermins in Anwesenheit von Vertretern des Garten- und Friedhofamtes, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), des Arbeitskreises Jüdisches Bingen (AKJB), des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Rochus-Realschule plus und der Jüdischen Gemeinde auf dem über 9.300 qm großen Areal hervorhob.

Matthias Müller (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Hermann-Josef Gundlach (AKJB), Oberbürgermeister Thomas Feser, Natalia Piskunova (Jüdische Gemeinde), Raimund Schneider (ADD) und Prof. Dr. Dieter Bingen vor dem erneuerten Holzgeländer.Zwar ist die Jüdische Kultusgemeinde Mainz Eigentümer der drei jüdischen Binger Friedhöfe (auch in Dromersheim und Gaulsheim gibt es noch zwei kleinere Friedhöfe), doch die Stadt Bingen hat den Pflegeauftrag übernommen. Nun musste aus Gründen der Verkehrssicherheit ein rund 40 Meter langes Holzgeländer erneuert werden. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der ADD, die wiederum als übergeordnete Behörde für die Betreuung der über 300 sogenannten „verwaisten“ jüdischen Friedhöfe zuständig ist, konnte die Maßnahme schnell umgesetzt werden. Rund 12.000 Euro waren nötig, um die entsprechenden Arbeiten zu verrichten. 90 Prozent der Kosten wurden hierbei von der ADD übernommen.

Dies war Grund für den Oberbürgermeister, allen Beteiligten Dank zu sagen. Besondere Anerkennung zollte er aber auch der äußerst engagierten Schul-AG der Rochus-Realschule plus, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrer Marcel Griesang mit der Geschichte auseinandersetzen. Die 25 Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse haben bereits die in der Stadt verlegten „Stolpersteine“ geputzt und auch bei der Pflege des jüdischen Friedhofs mitgeholfen. Außerdem steht eine Fahrt in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz auf dem Programm der AG.

Weitere Maßnahmen, um diese bedeutsame Ruhestätte – zahlreiche Menschen kommen Jahr für Jahr nach Bingen, um die Spuren ihrer Vorfahren zu suchen – in einem guten Zustand zu erhalten, sind geplant. Dies geschehe selbstverständlich in Absprache zwischen der Stadt, der ADD, dem AKJB und der Jüdischen Gemeinde, so Thomas Feser.

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