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Ein wahres Kleinod oberhalb von Bingen

Fr 14.06.2019 | Pressemitteilungen

Knapp 30 interessierte Teilnehmer erkundeten mit Umweltschutzingenieurin Claudia Budinger und Diplom-Biologe Thomas Merz den südwestlichen Teil des Rochusberges.

Wanderung der Senioren über den Scharlachkopf birgt viel Interessantes

Welche außergewöhnlichen „Schätze“ der Rochusberg auf seinen Höhen aufweist, konnten die Teilnehmer der Exkursion im Rahmen der Binger Seniorentage erleben – gemeint ist an dieser Stelle aber nicht die Rochuskapelle, sondern die gegenüberliegende Seite, der Scharlachkopf.

Die städtische Umweltschutzingenieurin Claudia Budinger und Diplom-Biologe Thomas Merz zeigten die geologischen, biologischen und ökologischen Besonder-heiten des südwestlichen Teils des Binger Hausbergs auf. Nicht nur die Ausblicke in die Weite der Landschaft zwischen Mainzer Becken, Donnersberg, Nahedurchbruch und Hunsrück faszinierte die rund 30 Teilnehmer, sondern auch die vielen Fakten, die die beiden Fachleute eindrucksvoll vermittelten.

Wer wusste zuvor schon, dass der Rochusberg zum rheinischen Schiefergebirge gehört und vor 30 Millionen Jahren vom Tertiärmeer überspült war? Dass der Name „Scharlachberg“ durch die rötliche Einfärbung des roten Eisenoxyds kommt und dass man hier auf Quarzitboden steht? Die Begriffe „Ausgleichsmaßnahmen“ und „Ökokonto“ wurden erläutert und es wurde erklärt, wie dafür gesorgt wird, dass sich die Natur entsprechend entwickeln kann. Auf den ehemaligen Weinbergsflächen, die aufgrund ihrer Steilheit nicht mehr bewirtschaftet – von der Stadt Bingen und dem Internationalen Bund (IB) jedoch gepflegt werden – haben sich Orchideen wie die Bocksriemenzunge, das Doldengewächs Feldmannstreu, die Rankenplatterbse und das Färberwaid angesiedelt. Eine absolute Seltenheit ist das gleichzeitige Vorkommen des aus der Mittelmeerregion stammenden „Wimpern-Perlgrases“ neben dem „Siebenbürger-Perlgras“, dessen ursprüngliche Heimat die Steppengebiete Südeuropas sind. Die noch vorhandenen Trockenmauern bieten einen idealen Lebensraum für Mauereidechsen und Schlingnattern und auch das „Ungarische Habichtskraut“ fühlt sich am warmen und sonnigen Hang äußerst wohl. Der bereits 2013 eingeweihte „Segelfalterpfad Scharlachkopf“ zeigt zusätzlich an acht Stationen die Entwicklung des Schmetterlings an, der hier seine bevorzugte Paarungsumgebung vorfindet.

Kein Wunder also, dass von den Teilnehmern der Satz zu hören war: „Wie schön haben wir es hier vor unserer Haustür.“

Zwar neigen sich die Seniorentage bereits langsam wieder dem Ende zu, am kommenden Dienstag, 18. Juni, kann man aber noch das Wasserwerk besichtigen. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr an der Rheinauenhalle in Gaulsheim. Von dort wandert man gemeinsam zum eindrucksvollen Gebäude an der L419. Thomas Schöller und Julian Becker von den Stadtwerken werden Führungen in Kleingruppen anbieten und erklären, wie die Trinkwasseraufbereitung funktioniert. Außerdem wird die Photovoltaikanlage erläutert. Anschließend besteht dann die Möglichkeit beim „Bauer Schorsch“ einzukehren. Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

Die Seniorenschifffahrt am 24. Juni bildet dann den Abschluss der Veranstaltungsreihe, die von der Stadt und dem Seniorenbeirat traditionell im Frühjahr/Frühsommer angeboten wird.

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