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Die Stadt Bingen am Rhein ist ein vitales Mittelzentrum am Rande des Ballungsraumes Rhein-Main. Mit einer guten verkehrlichen Anbindung, einer ausgewogenen Infrastruktur und seiner Lage in einer einzigartigen Kulturlandschaft ist Bingen der ideale Wohn- und Gewerbestandort.

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Amt
Amt für Touristik, Veranstaltungsmanagement und Städtepartnerschaften
Abteilung
Veranstaltungsbüro
Ansprechpartner
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Strasse
Rheinkai 21
PLZ / Ort
55411 Bingen am Rhein
Telefon
06721 184-128
Telefax
06721 184-214
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Öffnungszeiten

MO - FR
08:30 - 12:00 Uhr
MO
14:00 - 18:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Fairtrade-Stadt

 

Der Rat der Stadt Bingen hat auf Antrag der Aktionsgruppe 3. Welt Bingen e.V. / Weltladen zur Bewerbung als "Fairtrade-Stadt" vom 18.06.2012 am 13.12.2012 den Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Stadt Bingen den Titel als "Fairtrade-Stadt" anstrebt.

Kriterien

Zur Erreichung dieses Ziels sind die nachfolgend aufgeführten Kriterien zu erfüllen.

1. Kriterium

Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Oberbürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Außerdem wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade Stadt“ anzustreben.

2. Kriterium

Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. Kriterium

In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt.

4. Kriterium

In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

5. Kriterium

Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt".

Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe dient dazu, die Erfüllung der weiteren Kriterien vorzubereiten und den Fairtrade-Prozess inhaltlich und mit Leben zu erfüllen.

Um erfolgreich zu sein, sollte die Steuerungsgruppe aus Vertretern verschiedener Zielgruppen bestehen. Mindestens sollten jeweils folgende Bereiche vertreten sein:

  • Städtische Verwaltung
  • (Einzel-)Handel, z.B. ein Vertreter eines Weltladens
  • Eine Welt, z.B. ein Vertreter einer Lokalen Agenda 21-Gruppe.
  • Zudem sind Vertreter aus anderen Bereichen wünschenswert:
    • Kirchen und Nichtregierungsorganisationen
    • Schulen und Vereine
    • Medien

Die Steuerungsgruppe hat sich am 27.06.2013 konstituiert und tagt seitdem regelmäßig unter Vorsitz von Oberbürgermeister Thomas Feser.

Weitere Schritte

Im Januar 2014 wurde eine Fragebogenaktion gestartet, um die Erfüllung der Kriterien nachweisen zu können.

Nächster Schritt wird aufgrund dieser Datenerhebung die Beantragung des Titels "Fairtrade-Stadt" sein.


Fairer Handel - eine gute Idee

Überall auf der Welt möchten Menschen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können. Doch in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas ist das nicht der Fall. Dort leben und arbeiten nach wie vor unzählige Menschen unter miserablen Bedingungen. Obwohl sie hart arbeiten, bekommen sie für ihre landwirtschaftlichen oder handwerklichen Produkte nur wenig Geld. Denn die meisten Kleinbauern und Handwerker können ihre Produkte nicht direkt verkaufen, sondern sind auf Zwischenhändler angewiesen, die die Preise zu ihrem eigenen Vorteil diktieren. Der Verdienst reicht für die Familien kaum zum Überleben. Oft müssen auch die Kinder arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Ein Schulbesuch ist für sie dann nicht möglich und ein Ausweg aus der Armut dauerhaft versperrt!

Was will und kann der Faire Handel erreichen?

Der Faire Handel setzt sich für bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte ein. Er ermöglicht Kleinbauern und Handwerkern aus Entwicklungsländern den Marktzugang in Industrieländern und fördert langfristige und direkte Handelsbeziehungen. Der Zwischenhandel wird weitgehend ausgeschaltet. Dadurch wird sichergestellt, dass ein höherer Anteil des Verkaufspreises tatsächlich den Produzenten zu Gute kommt. Für die Produkte werden faire Preise gezahlt, die zwischen den Handelspartnern langfristig festgelegt werden, um Schwankungen des Weltmarktes auszugleichen. Die Produzenten bekommen außerdem einen Teil des Kaufpreises im Voraus ausgezahlt, um beispielsweise Rohstoffe und Saatgut zu kaufen. Damit sind die Kleinbauern und Handwerker nicht länger auf lokale Geldverleiher angewiesen, die oftmals völlig überzogene Zinsen verlangen. Darüber hinaus wird für viele Produkte eine Fairtrade-Prämie bezahlt. Die Bauern entscheiden gemeinschaftlich, wofür die Fairtrade-Prämie verwendet wird, z.B. für die Wasserversorgung, den Bau von Schulen oder die medizinische Versorgung.

Außerdem sind im Fairen Handel ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit verboten. Angestellte auf Plantagen und in Fabriken erhalten eine angemessene Bezahlung und profitieren unter anderem von Schutzkleidung oder sozialer Vorsorge – Dinge, die bei uns selbstverständlich sind.

Und was können wir tun?

Wir Konsumenten haben durch den Kauf von fair gehandelten Produkten direkte Einflussmöglichkeiten auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in anderen Erdteilen! Und je mehr Menschen hier zu Lande fair gehandelte Produkte einkaufen, desto besser sind die Einkommensmöglichkeiten der Produzenten im Süden Der faire Handel trägt direkt dazu bei, dass Familien in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit angemessen leben können.