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Mit Hildegard durch das Jahr: Tag der Alten Musik mit PER-SONAT

Di 21.03.2017

Am 21. März wird der Europäische Tag der Alten Musik (ein Projekt der REMA und EBU) gefeiert, so auch in Bingen am Rhein. In Kooperation mit dem Kultursommer und dessen Reihe „Via Mediaeval“ und dem Motto „reformationes“ findet ein Konzert mit dem Ensemble PER-SONAT statt.

PER-SONAT, das sind Sabine Lutzenberger (Mezzosopran), Tobie Miller und Elizabeth Rumsey. Passend zum Reformationsjahr und zur Hildegard von Bingen bringen sie ihr Programm "Mittler zwischen den Welten im Dialog – Hildegard von Bingen und Bernhard von Clairvaux" mit nach Bingen.

Das Programm, das die beiden großen Mystiker Bernhard von Clairvaux und Hildegard von Bingen porträtiert, zeigt die geistige Einigkeit unterschiedlicher Kongregationen. Ein von Bernhard von Clairvaux oft verwendetes Zitat aus dem Hohenlied Salomons des Alten Testaments „er küsse mich mit dem Kuss seines Mundes…“ stellt die eigenwilligen Kompositionen der Hildegard von Bingen und die auf, Schlichtheit und Purismus bedachten, Gesänge der Zisterzienser einander gegenüber.

Das Ensemble möchte mit diesem Konzert einen musikalischen Dialog hörbar und erlebbar machen, den diese beiden großen Persönlichkeiten des 12. Jahrhunderts geführt haben, gerade weil er bei weitem nicht so bekannt sein dürfte wie ihr Briefwechsel. Doch wird man, so die Intention, schnell spüren, dass die musikalische Auseinandersetzung dem geistigen Dialog über die mystischen Glaubenserfahrungen und Erneuerungen des 12. Jahrhunderts in nichts nachsteht.

Historisch gesehen prägen Hildegard von Bingen (1098 - 1175) und Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153) die geistigen Strömungen ihrer Zeit.
Sie: Eine hellsichtige Visionärin und Komponistin, Streitschlichterin und Äbtissin im Benediktinerorden auf dem Rupertsberg bei Bingen, die von Kaisern, Königen und Päpsten um Rat gefragt wird.
Er: Ein Gelehrter und Rhetoriker, der mit seiner Überzeugungskraft in kürzester Zeit den Zisterzienserorden in ganz Europa zu verbreiten vermag, in der Zeit des Investiturstreits und des II. Kreuzzugs.

Der überlieferte Briefwechsel von 1146/1147 ist ein beredtes Zeugnis mittelalterlicher Zeitgeschichte und zeigt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Kongregationen, vertreten durch ihre beiden prominentesten Protagonisten auf. Bernhard von Clairvaux, der mit dem Zisterzienserorden die tradierten Ideale der Wüstenväter wie Armut und Weltabgeschiedenheit wieder aufnimmt, sieht sich dem reichen und träge gewordenen Benediktinerorden Hildegards gegenüber, mit seidenen Gewändern und kostbaren Ausstattungen in den Kirchen den Glanz des „himmlischen Jerusalem“ auf Erden heraufbeschwörend.

In den zahlreichen Gesängen der Messe und des Stundengebets kommen diese verschiedenen Auffassungen zum Ausdruck, hier die ekstatischen Kompositionen Hildegards, die reich verziert über einen gewaltigen Tonumfang verfügen, dort die nüchternen, beinahe gänzlich ornamentlosen Zisterzienserchoräle. Der Gedanke einer mystischen Vereinigung mit dem Göttlichen und die Vorstellung von Christus als himmlischen Bräutigam, der sich durch den Kuss als liebender Mittler offenbart, sind indes beiden Orden gemeinsam. Diese „unio mystica“ wird in visionären Texten konkret und detailliert - oft in Dialogform zwischen der Seele und dem Göttlichen - beschrieben und spiegelt eine tiefe Erkenntnis des gläubigen Individuums innerhalb der Ordensgemeinschaft wider. Diese mystischen Erfahrungen manifestieren sich nicht zuletzt auch in neuen Liedtexten für die Liturgie, wie sie insbesondere die Responsorien Hildegards und die Hymnen Bernhards verkörpern.

Programm

Das Stundengebet der Benediktinerinnen Lieder der Hildegard von Bingen (1098 - 1179)

De Deus
O magne Pater,Antiphon
De Prophetiset Patriarchis
O spectabiles viri, Antiphon

De Apostolis
O lucidissima Apostolorum turba, Responsorium
Ocho(h)ors militia floris, instrumental

De Sancto Disibodo
O viriditas digiti, Responsorium


Textauszug aus dem Briefwechsel Hildegard von Bingen und Bernhard von Clairvaux um 1148

Das Stundengebet des Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153)
Choralgesänge der Zisterzienser

Christum Die Filium, Invitatorium
Venite exultemus dominuum, Psalm95
Ira justa Conditoris, Hymnus
Jesus dulcis memoria, Hymnus
Text Bernhard von Clairvaux zugeschrieben

Französische Mehrstimmigkeit des 12. Jh.
Aus dem Zisterzienserinnenkloster Las Huelgas
Verbum bonum et suave, Sequenz
O plangant nostri prelati, Motetus
Salve porta, Motetus
Casta catholica, Conductus
Ave Maria gracia plena, Conductus
O Maria Maris stella, Motetus

Die Gemeinschaft der Marienverehrung Hildegard von Bingen: O splendidissima gemma
Antiphon für das Zisterzienserkloster Dendermonde Anonym: Ave maris stella,Hymnus

AK: 22,00 € / erm.*18,00 €
VVK: 18,00 € / erm.*14,00 €

*Ermäßigung für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte ab 70 % und Sozialhilfeempfänger gegen Vorlage der entsprechenden Ausweise

Datum
Di 21.03.2017
Uhrzeit
20:00 Uhr
Ort
Ev. Johanneskirche, Mainzer Str. 46, Bingen am Rhein


Infos zum Veranstalter

Veranstalter
Tourist-Information Bingen
Telefon
+49 (0)6721 184-200 /-205/-206
E-Mail
tourist-information@bingen.de
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