Kulturufer Bingen

Das Kulturufer ist Kulisse, Begegnungsstätte, Spielplatz, Open-Air-Bühne, Park, Museum, Galerie und Ort für Weingenuss in einem.

Kulturufer

Rheinromantik

Im Jahr 1802 bereisten Clemens Brentano und Achim von Arnim den Rhein; bestaunten die Burgen und tauchten ein in die Sagenwelt des rheinischen Mittelalters. Diese Reise gilt als die Geburtsstunde der Rheinromantik.

Das schroffe Rheintal verkörperte wie keine zweite Landschaft ein ästhetisches Ideal, das um die Wende zum 19. Jahrhundert vorherrschend wurde.

Goethe, Lord Byron und auch Victor Hugo verherrlichten das ”Gesamtkunstwerk”aus Burgenreichtum im Rahmen einer dramatisch schönen Landschaft gepaart mit Mythologie.

Berühmte Maler, z.B. Turner bereisten den Rhein und und gaben ihre Eindrücke in dramatischen Gemälden und Stichen wieder. In England explodierte die Nachfrage nach Rheinlandschaften. Unzählige Maler ließen sich am Rhein nieder.

„...für mich sind nur die Gegenden schön, welche man gewöhnlich rauh und wild nennt; nur diese sind erhaben, nur erhabene Gegenden können schön sein, nur diese erregen den Gedanken der Natur. Nichts aber vermag den Eindruck so zu verschönern und zu verstärken als die Spuren menschlicher Kühnheit an den Ruinen der Natur. Kühne Burgen auf wilden Felsen, Denkmale der menschlichen Heldenzeit, sich anschließend an jene höheren aus den Heldenzeiten der Natur.“ So beschrieb Friedrich Schlegel das Mittelrheintal in der Zeit der Rheinromantik.