Museum am Strom

Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

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Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen

Museum am Strom

Aktuelles

23.09.2017  um 11 Uhr

Übergabe eines Nachbaues einer mittelalterlichen Harfe

Reproduktion einer Harfe aus dem 12. Jh.Rainer M. Thurau ist Konstrukteur, Restaurator und Hersteller von Konzertharfen mit Weltruf und eigenem Atelier in Wiesbaden. Dort entstehen seine Nachbauten historischer Originalinstrumente, die u.a. in den großen Museen von Wien, Basel, Stuttgart und Bonn zu sehen sind.

Nun hat Herr Thurau auf der Basis intensiver Quellenstudien und einer jahrzehntelangen Erfahrung mit historischen Instrumenten eine Harfe geschaffen, wie Hildegard von Bingen sie vor 850 Jahren gespielt haben könnte: Ein Unikat, hergestellt exklusiv für das Museum am Strom und aus Materialien und mit Techniken des 12. Jahrhunderts.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wird Herr Thurau am 23. September, um 11 Uhr, im Museum am Strom das wertvolle Instrument vorstellen – und die Harfe dann unserem Museum als großzügiges Geschenk überlassen. Musikalisch bereichert wird Vormittag durch Beiträge der Erfurter Harfenisten Sabine Lindner.

"Hier ist die ganze Welt zu sehen": Panorama-Blick und Promi-Galerie

Besucherzimmer im Turm von Burg Klopp

Der junge Otto von Bismarck und seine FrauDer Aufstieg zur Aussichtsplattform des Turmes auf Burg Klopp zählt zu den Highlights eines jeden Bingen-Besuchs.

Das städtische Kulturamt im Museum am Strom hat nun in Zusammenarbeit mit dem Bauhof ein neues Besucherzimmer im Kloppturm gestaltet: Dort „begegnen“ den modernen Besuchern auf zwölf großformatigen Tafeln prominente Turm-Besteiger aus romantischer Zeit – von Victor Hugo über Turnvater Jahn bis hin zu Richard Wagner.


HUGO GERNSBACK 1884-1967

2. Juni - 26. November 2017

Quelle: Stadt BingenDie Sonderausstellung 2017 widmet das Museum am Strom Hugo Gernsback, einem Vater der Science-Fiction-Literatur.

Diese schillernde Persönlichkeit wurde als Hugo Gernsbacher 1884 in Luxemburg geboren. Schon in frühester Jugend entwickelte er ein ausgeprägtes Faible für Technik, das ihn ein Leben lang nicht mehr losließ. 1904 in die USA ausgewandert, betrieb er dort zunächst einen Versand für Radiobastler und verdingte sich dann äußerst erfolgreich als Herausgeber einer Vielzahl von Magazinen zu unterschiedlichsten technischen Bereichen. Damit leistete er einen entscheidenden Beitrag zur Popularisierung der elektronischen Kultur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Neben Radio, Fernsehen und Haushaltselektronik reichte die Bandbreite der von ihm veröffentlichten Hefte aber auch bis hin zu Sexualwissenschaft und Empfehlungen für Campingurlaube. Dadurch, dass Gernsback in diesen Magazinen ebenfalls wissenschaftlich orientierte Kurzgeschichten publizierte, die meistens eine fantastisch anmutende neue Entdeckung oder ein Abenteuer mit außerirdischen Lebewesen zum Gegenstand hatten, ebnete er der Science-Fiction-Literatur den Weg.

Der ausschlaggebende Faktor für eine Ausstellung zu diesem außergewöhnlichen Mann im Museum am Strom ist, dass Hugo Gernsbacher hier in Bingen von 1901 bis 1902 am Technikum studierte und Kurse in Mathematik, Maschinenbau, Elektrizität, Physik sowie Chemie belegte. Grund genug, seiner zu seinem 50. Todestag (Gernsback verstarb 1967 in New York) zu gedenken.


Neu im Museum am Strom: Eine Momentaufnahme der Ortsgeschichte Kemptens nach dem 30jährigen Krieg

„Herdstellen-Register“ für die Gemarkung des „Fleckens Kembden“ von 1656Ein für die Regionalgeschichte außerordentlich wertvolles Dokument ist jetzt durch eine großzügige Schenkung und nach Vermittlung des Freundeskreises Museum am Strom in den Besitz der Stadt Bingen gelangt: Aus dem Nachlass eines Mitglieds des Freundeskreises übergaben die Erben dem Museumsleiter das „Herdstellen-Register“ für die Gemarkung des „Fleckens Kembden“ von 1656 mit der Bitte, es für künftige Forschungen fruchtbar zu machen. Tatsächlich bietet das mehr als 100 Seiten umfassende, handschriftlich geführte Verwaltungsbuch eine interessante Momentaufnahme zu Topografie und Sozialgeschichte des Dorfes Kempten unmittelbar nach den Verheerungen des 30jährigen Krieges: Beschrieben werden 38 Hofstätten, von denen damals jedoch 29 verbrannt und wüst lagen, während nur neun Kempter Häuser bewohnt waren. Den Hauptteil des Registers bildet ein „Verzeugnus der Ligenden Gütter“, das die auf sämtlichen Immobilien lastenden Abgaben dokumentiert und die Besitzer aller Kempter Wingerte, Wiesen und Äcker mit ihren Zinsleistungen aufführt. Auch in schwerer Zeit auf dem Dorf vor mehr als 350 Jahren galt eben: Steuern werden immer fällig - und die wollen gut verwaltet sein…

Nach der Saisoneröffnung des Museums am 5. März wird das Register für drei Monate in der Vitrine mit den wichtigsten Anschaffungen des Freundeskreises in der Dauerausstellung zu sehen sein.


Hildegard von Bingen multimedial:

Drei neue PC-Terminals im Museum am Strom bieten reichhaltige Informationen und virtuelle Erlebnisse auf einen Klick

Quelle: Stadt BingenDie neugestaltete Hildegard-Ausstellung im Museum am Strom lädt seit ihrer Eröffnung im vergangenen Jahr zu vielfältige Begegnungen mit einer der bedeutendsten Frauengestalten der Weltgeschichte ein. Ihren letzten Schliff hat die Präsentation nun mit der Installation von drei Multimedia-Terminals bekommen: Plastisch wie nie zuvor und mit einer großen Vielfalt von Filmen, Visualisierungen und Informationen können Besucher ab sofort die Lebensorte Hildegards kennenlernen oder sich spielend leicht neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu ihrem Leben und Werk erschließen. Und ganz nebenbei bieten die PC-Stationen auch noch einen kleinen Reiseführer zu interessanten Hildegard-Orten in Bingen und im ganzen „Land der Hildegard“. „So viel fundierte Hildegard-Information auf einen Klick und mit so hohem Unterhaltungswert gab es noch nie“, freut sich Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser, der die Neuheiten im Museum am Strom gemeinsam mit Museumsleiter Dr. Matthias Schmandt jetzt in Betrieb nahm: „Hier kann man wirklich eintauchen in Hildegards Welt und die spannende Geschichte ihrer Wirkungsstätten bis in die Gegenwart verfolgen.“ Feser be-dankte sich auch für die Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz, das die Projektkosten zur Hälfte übernommen hat.

Jeweils ein Terminal begleitet nun die beiden Klostermodelle der Museumsausstellung: So kann man in filmischen Animationen, die auf ganz aktuellen baugeschichtlichen Erkenntnissen basieren, die Entstehung der Klosteranlage am Disibodenberg nachvollziehen. Auch die Geschichte des Klosters Rupertsberg von seinen Anfängen bis zur Zerstörung der letzten Ruinen während des Eisenbahnbaus wird den Betrachtern in eindrucksvoller Visualisierung erstmals vor Augen geführt. Und zu den großformatigen Tafeln mit fotorealistischen Lebensbildern von Niederhosenbach, Bingen und Trier stehen „virtuelle Spaziergänge“ mit Erklärungen zu vielen Details der Welt um 1150 zur Verfügung. „Damals und heute“-Bilder machen die jeweiligen Orte auch in den heutigen Stadtbildern identifizierbar und laden zum Besuch ein. - Wo ist Hildegard geboren? Welche Bewandtnis hat es mit dem päpstlichen Schreibauftrag für die Prophetin? Und warum gilt sie eigentlich als Gründerin von Kloster Eibingen? Manches Rätsel bietet die noch immer nicht vollständig erforschte Hildegard-Biografie den heutigen Historikern. Die PC-Stationen stellen auch einige offenen Fragen der Hildegard-Forschung vor und lassen die Besucher Schritt für Schritt teilhaben an den unterschiedlichen Versuchen, Antworten darauf zu finden.