Stadteingang West

Umgestaltung Stadteingang West - Baubeginn im Frühjahr 2027 

Stadteingang WestDie Stadt Bingen am Rhein gestaltet den Stadteingang West grundlegend neu. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im frühen Frühjahr 2027 und sollen bis Ende 2028 abgeschlossen sein. Damit entsteht rechtzeitig vor der Bundesgartenschau 2029 ein funktionaler, sicherer und attraktiver Stadteingang.

Das Baufeld umfasst den Bereich vom Freidhof über die Gerbhausstraße und den Gerbhausparkplatz bis zum Fruchtmarkt. Hinzu kommen die Amtsstraße, Teile der Museumstraße, der Salzstraße und der Hindenburganlage sowie der Laternenplatz. Zentraler Bestandteil ist der Neubau eines Kreisverkehrsplatzes im Bereich Bingerbrücker Straße, Gerbhausstraße und Fruchtmarkt.

Neben dem Straßenbau werden die unterirdischen Anlagen umfassend erneuert. Dazu gehören insbesondere die Kanalisation sowie die Gas-, Wasser- und Stromleitungen, Telekommunikationsleitungen und die Straßenbeleuchtung. Geh- und Radwege sowie Rampen werden barrierefrei ausgebaut. Freianlagen, Grünflächen und Plätze werden neugestaltet. Am Fruchtmarkt ist unter anderem ein Fontänenbrunnen vorgesehen.
In der Verantwortlichkeit des Landesbetrieb Mobilität (LBM) liegen die Erneuerung der Fahrbahn und des Kreisverkehrsplatzes.

Ziele der Maßnahme sind eine leistungsfähige Verkehrsführung, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, bessere Barrierefreiheit sowie eine deutliche Aufwertung der öffentlichen Räume.

Ein Projekt von Verwaltung, Stadtwerken und Politik gemeinsam getragen

Die Umgestaltung des Stadteingangs West ist eines der größten Infrastrukturvorhaben, das die Stadt Bingen in den kommenden Jahren umsetzt. Verwaltung, Stadtwerke Bingen und Stadtrat stehen gemeinsam hinter dem Projekt und haben die Planungen in enger Abstimmung erarbeitet.
Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung ist dabei bewusst, dass die Bauarbeiten – insbesondere während der Vollsperrung im Jahr 2027 – zu erheblichen Einschränkungen für Anwohnende, Gewerbetreibende, Verkehrsteilnehmende sowie Besucherinnen und Besucher führen werden. Umso mehr wird von Beginn an darauf hingearbeitet, diese Belastungen so gering wie möglich zu halten und die Bürgerschaft frühzeitig, verständlich und regelmäßig zu informieren.

Oberbürgermeister Thomas Feser erklärt dazu: „Uns ist sehr bewusst, dass eine Baumaßnahme dieser Größenordnung im Alltag vieler Menschen spürbar sein wird. Gerade deshalb war es uns wichtig, den Bauablauf so zu planen, dass die Einschränkungen zeitlich begrenzt und so gut wie möglich abgefedert werden. Wir werden die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg eng begleiten und alle verfügbaren Informationswege nutzen, damit niemand vor unerwarteten Situationen steht.“

Bürgermeister Ulrich Mönch ergänzt: „Der neue Stadteingang West wird die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität in diesem zentralen Bereich unserer Stadt spürbar verbessern. Bis es soweit ist, brauchen wir Geduld und Verständnis – im Gegenzug tun wir alles dafür, dass die Belastungen für Anwohnerschaft und Gewerbe möglichst überschaubar bleiben. Die enge Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität bei der gleichzeitigen Sanierung der Nahebrücke ist dabei ein wichtiger Baustein, um Doppelbelastungen durch mehrfache Sperrungen zu vermeiden.“

Auch die Stadtwerke Bingen, die nicht nur für die Erneuerung der unterirdischen Leitungsinfrastruktur zuständig sind, sondern auf für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme verantwortlich zeichnen, betonen die Bedeutung eines eng abgestimmten Vorgehens.

Werkdirektor Marco Mohr erläutert: "Insbesondere der Strom- und Gasversorger Westenergie und die Telekommunikationsunternehmen nutzen die Chance der gemeinsamen Umsetzung um in den kommenden Jahrzehnten Aufgrabungen zu vermeiden. Uns ist bewusst, dass das eine anspruchsvolle Bauphase mit sich bringt – wir arbeiten deshalb besonders im Bereich der Kommunikation und Koordination Hand in Hand mit der Stadtverwaltung, damit Anwohnerschaft und Gewerbe so gut wie möglich durch diese Zeit begleitet werden.“

Bauablauf und Verkehrsführung

Die Bauausführung erfolgt im Wesentlichen in zwei Bauabschnitten:

Im Jahr 2027 werden die Bingerbrücker Straße und der Fruchtmarkt bis zur Kreuzung Fruchtmarkt/Salzstraße/Vorstadt sowie die Gerbhausstraße bis zum Freidhof umgebaut. Auch der Gerbhausparkplatz wird in diesem Bauabschnitt neugestaltet. In diesem Abschnitt entsteht auch der neue Kreisverkehrsplatz, und wesentliche Teile der Leitungsinfrastruktur werden erneuert. Die vorhandene Unterführung wird zu Beginn der Bauarbeiten zurückgebaut. Zeitgleich zu den Arbeiten am Stadteingang West findet die Sanierung der Nahebrücke durch den Landesbetrieb Mobilität statt.

Die beiden Maßnahmen sind aufeinander abgestimmt und werden gleichzeitig durchgeführt, um die Zahl der Sperrzeiten für die Bürgerschaft insgesamt möglichst gering zu halten. Für diese Arbeiten ist eine Vollsperrung der Hauptverbindungsachsen erforderlich.

Ab dem Frühjahr 2028 sollen die Verbindungen von Bingerbrück über die Nahebrücke zum Stadtbahnhof sowie vom neuen Kreisverkehrsplatz (Kreisel) in Richtung Büdesheim wieder befahrbar sein. Dann folgen vor allem Arbeiten an den übrigen Platz- und Freianlagen, an der Amtsstraße und Museumstraße, an den barrierefreien Rampen sowie im Bereich Freidhof und Laternenplatz. Die Zufahrt zum City-Center soll während der Bauzeit grundsätzlich erhalten bleiben; zeitweise Einschränkungen sind jedoch möglich.

Zur Verkehrsführung

Während der Vollsperrung im Jahr 2027 wird der aus Richtung Kempten kommende Verkehr in Richtung Innenstadt und Büdesheim ab der Mainzer Straße über die Rochusstraße, die Mariahilfstraße und die Schloßbergstraße zur Stefan-George-Straße/Gaustraße an der Baustelle vorbeigeführt.

In der Gegenrichtung wird der Verkehr aus Richtung Büdesheim bereits ab der Kreuzung Drususbrücke/Saarlandstraße über die Gaustraße, die Schloßbergstraße, die Mariahilfstraße, die Rochusstraße und die Mainzer Straße in Richtung Kempten umgeleitet.

Auf den Umleitungsstrecken müssen die verfügbaren Fahrbahnbreiten durchgehend für den Begegnungsverkehr, auch von Bussen und größeren Lastkraftwagen, freigehalten werden. Maßnahmen, die den Verkehrsraum einengen, können daher während der Umleitungszeit nicht zugelassen werden. Dies betrifft insbesondere Gerüste im Gehweg- oder Fahrbahnbereich, Container, Kranstellungen, Tiefbauarbeiten, Umzüge mit Halteverbotszonen und vergleichbare Maßnahmen. Anlieger der Umleitungsstrecken werden gebeten, diese Einschränkungen bereits bei ihren Planungen zu berücksichtigen.

Der Schwerverkehr wird durch eine frühzeitige Beschilderung möglichst weiträumig um das Baufeld und den Innenstadtbereich herumgeführt. Verkehrsteilnehmer aus Bingerbrück und dem Rheintal erreichen die Innenstadt während der Vollsperrung über die B 9, die Drususbrücke oder den Kreisverkehr in Büdesheim.

Zum Parken

Der Gerbhausparkplatz steht während des ersten Bauabschnitts nicht zur Verfügung. Eine teilweise Wiederfreigabe ist im Laufe des Jahres 2028 vorgesehen. Der Fruchtmarktparkplatz soll im Jahr 2027 – soweit Bauablauf und Verkehrssicherung dies zulassen – teilweise als öffentlicher Parkplatz nutzbar bleiben. Darüber hinaus stehen die Parkplätze an der Nahe, der Carl-Puricelli-Platz und der Hafenstraße zur Verfügung. Die Innenstadt ist von dort aus nur wenige Gehminuten entfernt. Das Parkhaus im City-Center bleibt grundsätzlich erreichbar. Zeitweise geänderte Zufahrtsführungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Auch für Dauerparker wird es Änderungen geben: Nutzer, die den Gerbhausparkplatz, die Gerbhausstraße und den Naheparkplatz mit einem Dauerparkausweis nutzen, haben während der Bauphase auf der nördlichen Bahnseite zu parken.

Enge Begleitung während der Bauzeit

Der Stadt Bingen und den Stadtwerken Bingen ist bewusst, welche Zumutungen eine Baumaßnahme dieser Größenordnung für den Alltag vieler Menschen bedeuten kann. Trotz der Größe des Baufeldes und der Komplexität der Arbeiten setzen Trotz der Größe des Baufeldes und der Komplexität der Arbeiten setzen die Verantwortlichen des Projekts alles daran, die unvermeidbaren Beeinträchtigungen für Anwohnerschaft, Gewerbe, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie Besucherinnen und Besucher so gering wie möglich zu halten und die Bauzeit so kurz wie möglich zu gestalten. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Besonders betroffene Gruppen und Einrichtungen werden rechtzeitig unmittelbar angesprochen und individuell informiert.

Ergänzend wird derzeit eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung vorbereitet, die am 15. Dezember 2026 stattfinden wird. Dort werden die Planungen, der Bauablauf, die Verkehrsführung und die vorgesehenen Informationswege vorgestellt. Die Einladung mit genauem Termin und Veranstaltungsort wird rechtzeitig in der Binger R(h)einschau sowie auf der Homepage der Stadt Bingen veröffentlicht.

Zur laufenden Information wird – vergleichbar mit der Baumaßnahme in der Koblenzer Straße – eine Baustellen-App eingerichtet. Ergänzend entsteht eine Projekthomepage mit Bauablauf, Verkehrsführungen, Ansprechpartnern und aktuellen Hinweisen. Weitere Informationen werden rechtzeitig vor Baubeginn veröffentlicht. Dazu werden wir in der „Binger R(h)einschau“ regelmäßig über den Projektstand berichten. 

FAQ - Häufig gestellte Fragen