Zweiter Workshop "Hochwassergefahrenabwehr" tagte in Oberwesel
Thursday, 26. January 2012
Frühere Hochwasserwarnung für ehrenamtliche Einsatzkräfte wünschenswert
Noch früher informiert zu werden, wenn sich ein Hochwasser ankündigt, war das wichtigste Ergebnis des zweiten Workshops "Hochwassergefahrenabwehr" in Oberwesel. Vertreter des Ministeriums und der Wasserwirtschaft sagten den Beteiligten ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehren und den anwesenden Bauhofleitern zu Möglichkeiten zu eruieren, wie man dies für die Praxis umsetzen kann.
Eingeladen zu diesem zweiten Workshop unter dem Arbeitstitel „Hochwassergefahrenabwehr“ hatten der 1. Kreisbeigeordnete Adam Schmitt und der Bürgermeister der Stadt Bingen, Thomas Feser, initiiert vom Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, der Wasserwirtschaft und dem Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge des Gemeinde und Städtebundes Rheinland-Pfalz.
Großen Zuspruch fand dieser 2. Workshop der „Hochwasserpartnerschaft Südlicher Mittelrhein“ - und so trafen sich zahlreiche Vertreter aus den Anliegerkommunen und drei Landkreisen, um gemeinsam Lösungen für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes am Mittelrhein zu erarbeiten. Gleichwohl diente das Treffen dazu, Netzwerke zu schaffen und dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch im Umgang mit besonderen Hochwasserlagen. So brachte z.B. die erstmalige Flutung des Polders in Ingelheim beim Januar Hochwasser 2011 eine Reduzierung des Hochwasserhöchststandes beim Pegel Kaub um 4 Zentimeter. Ein Wert der ausreichte, dass erstmalig die Stadt St. Goar bei einem Höchststand von 6,94 Meter nicht geflutet werden musste. Ein Problem von dem alle Einsatzkräfte zu berichten wussten ist der sogenannte "Hochwassertourismus". Verbotsschilder und Sperrungen hielten die Schaulustigen nicht ab und oftmals würden die "ungebetenen Besucher" dabei noch die Sicherungsarbeiten behindern. Ein Umstand, dem wegen der Uneinsichtigkeit nur sehr schwer begegnet werden könnte.
Anhand des Alarm- und Einsatzplanes Hochwasser der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel erläuterte der verantwortliche Wehrleiter Christian Albrecht die Abläufe der zu ergreifenden Maßnahmen bei den jeweiligen Wasserständen.
In der anschließenden Abfrage der benötigten Informationen für die Alarm- und Einsatzplanung wurde insbesondere von den Vertretern der Feuerwehren der Wunsch nach einer frühzeitigen Information bei sich ankündigenden Hochwasserlagen vorgetragen. Gerade an Wochenende verfüge man im ehrenamtlichen Bereich über ausreichende Kräfte, mit denen man bei rechtzeitiger Information über Hoch-wasserentwicklungen, frühzeitig notwendige Vorkehrungen treffen könnte.
"Diese Workshops zeigen, Hochwassermanagement ist ein ständiger Prozess, der immer wieder angepasst, verbessert und erweitert werden muss. Daher ist es wichtig, mit den Einsatzkräften vor Ort im Gespräch zu sein, um ihre Erkenntnisse in Planungen und Verbesserungen einfließen zu lassen", zog Bürgermeister Thomas Feser ein positives Fazit dieses 2. Workshops, nicht ohne den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr Engagement besonders zu danken.
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